Ausstellung Naturfotografen for nature und NABU Heidelberg

 

Eigentlich steht hier schon alles geschrieben! Die Naturfotografen for nature stellen gemeinsam mit der NABU Gruppe Heidelberg die schönsten Fotos im Zoo Heidelberg aus.

Eröffnung ist heute, 18. Mai. Die Ausstellung wird danach noch in weiteren Städten zu sehen sein. Wie immer bei den Naturfotografen for nature werden mit den Spenden kleine, lokale Naturschutzprojekte unterstützt.

Ich freue mich, dass auch ich zwei Fotos zu dieser Ausstellung beisteuern durfte!

Geschrieben am: 18. Mai 2013 von Magdalena in Allgemein. 0 Kommentare.



Dienstag, 14. Mai 2013 - Teichläufer

Motiv: Teichläufer, vom 18. April 2013
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F3,5 | 1/200

 

Zwischen den vielen Wasserläufern huscht ab und zu ein nah verwandter Teichläufer über die Wasseroberfläche. “Huschen” ist glaube ich das richtige Wort: Ihre Beine sind alle gleich lang, sodass sie sich nicht mit den Mittelbeinen vorwärtsschlagen und hüpfen, sondern ziemlich flink laufen. Außerdem sind sie so zart und filigran gebaut, dass man sie ganz schnell aus den Augen verliert. Zu ihrem etwas skurrilen Aussehen trägt sicherlich auch der stark verlängerte Kopf mit den Fühlern an der Spitze bei bei.

Wie die Wasserläufer auch gehören die Teichläufer zu den Wanzen und ernährt sich wie diese von ins Wasser gefallenen Insekten. Insgesamt leben sie aber verborgener und versteckter als die Wasserläufer – man sieht sie nicht nur seltener, weil es im Verhältnis weniger an einem Teich gibt, sondern auch, weil sie sich oft ans Ufer, unter Steine oder Pflanzen in Deckung zurückzieht.

Motiv: Teichläufer, vom 18. April 2013
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F3,5 | 1/400

 

Motiv: Teichläufer, vom 18. April 2013
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F3,5 | 1/200

Geschrieben am: 14. Mai 2013 von Magdalena in Insekten, Objektiv: Tamron 90mm. 0 Kommentare.



Samstag, 11. Mai 2013 - Wiesenschaumkraut

Motiv: Wiesenschaumkraut (Cardamine pratense), vom 24. April 2013
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/160

 

Das Wiesenschaumkraut (Cardamine pratense) ist ein vergleichsweise hoher krautiger Frühblüher. Den Namen “Schaumkraut” hat es angeblich daher, dass die Blütenstände aus der Entfernung an kleine Schaumhäufchen in der Wiese erinnern. Als Futterpflanzen ist es für die Raupen des Aurora-Falters wichtig. Das Wiesenschaumkraut findet sich an vielen Standorten, so auch im Weinberg. Neben den dort tpyischen Frühblühern wie Ehrenpreis, rote Taubnessel, Gundermann und Löwenzahn gehört das Schaumkraut zu einem der vielen dort blühenden Kreuzblütler-Vertreter.

Motiv: Wiesenschaumkraut im Weinberg, vom 24. April 2013
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 17-35mm @ 28mm | F4,0| 1/40

 

Schaumkraut, Löwenzahn und Mondlicht im Weinberg:

Motiv: Frühblüher im Weinberg, vom 22. April 2013
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 17-35mm @ 17mm | F13 | HDR

 

Der Weinberg als stark kultivierter und menschengemachter Standort steht immer in Bezug zu Menschen bzw. zur Stadt:

Motiv: Wiesenschaumkraut im Weinberg, vom 23. April 2013
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 17-13mm @ 19mm | F16 | 1,3sec.

 

Das Schaumkraut ist wie auch viele andere Frühblüher bereits am verblühen:

Motiv: Frühlings-Ende? (C. pratense), vom 24. April 2013
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/8000




Weinberg im Herbst

 

Kaum eine Landschaft ist so vom Menschen und seinen Eingriffen geprägt und enthält dabei noch so viel Natur und Artenvielfalt wie ein Weinberg. Die sehr sonnige Lage ist für viele Tiere und Pflanzen von Bedeutung. Ein Weinberg kann an Schrebergärten, Streuobstwiesen, Wald und Wiesen angrenzen. Gleichzeitig finden sich zwischen den Rebzeilen Wiesenstücke, und immer wieder aufgrund der zu kleinen Fläche nicht bewirtschaftete Wiesenflächen und Böschungen, die Tieren eine Rückzugsmöglichkeit geben. Auch die Trockenmauern, die in erster Linie die Terrassen stützen, sind ein wichtiger Bestandteil des Weinbergs: Sie bieten Versteckmöglichkeiten und speichern die Sonnenwärme.

 

Weinbergsbewohner in der Trockenmauer: Lasiommata megera, Mauerfuchs

 

Bewohner im Weinberg: Erophila verna, Frühlingshungerblümchen

 

Es ist erstaunlich, wie viele Arten sich in dieser Kulturlandschaft des Menschen finden: In den Hängen graben Solitärbienen und -wespen…

Weinbergsbewohner: Panurgus spec., Zottelbiene

 

…in den Wiesen finden sich unterschiedliche Heuschrecken und – bei uns – seit über 10 Jahren die Gottesanbeterin…

Weinbergsbewohner: Meconema meridionale, Südliche Eichenschrecke

Weinbergsbewohner: Mantis religiosa, Gottesanbeterin

Weinbergsbewohner: Mantis religiosa, Gottesanbeterin

 

…an den Mauern sonnen sich Mauerfuchs, Bläulinge und Reptilien…

Weinbergsbewohner in der Trockenmauer: Podarcis muralis, Mauereidechse

Weinbergsbewohner: Anguis fragilis, Blindschleiche

 

zwischen den Steinen wachsen Moose und Flechten; in der Dämmerung rennen Feldhasen die Zeilen entlang; die verschiedensten Spinnen spannen ihre Netze oder jagen entlang der Trockenmauern…

Weinbergsbewohner in der Trockenmauer: Salticus scenicus, Zebraspringspinne

 

…im Herbst sprießen Pilze und in dieser Jahreszeit verwandelt sich der Weinberg für kurze Zeit in einen wunderschönen gelb-roten Farbenmix.

Weinbergsbewohner: Pilz

 

Die geraden Rebzeilen und stengen Strukturen sind nur auf den ersten Blick monoton, steril und leblos. In Wirklichkeit sind Weinberge ein gutes Beispiel für das Zusammenleben von Menschen, Tieren und Pflanzen in einer Kulturlandschaft.

Symmetrien im herbstlichen Weinberg

 

Tiere und Pflanzen, die im Weinberg dauerhaft leben möchten, müssen gut angepasst sein, denn sie werden mit regelmäßig durch den Menschen (sowohl natürlich die Winzer als auch die vielen Spaziergänger mit und ohne Hunden, Jogger, Biker usw.) gestört. Während Tiere flüchten und/oder sich verstecken können, müssen Pflanzen an ihrem Standort bleiben und Strategien entwickeln, trotz Trittbelastung, Düngung, regelmäßigem Mähen und vielen anderen Eingriffen, um sich an diesem Standort zu halten und zu vermehren.

menschlicher Einfluss im Weinberg: Traktor

Entstehung einer neuen Terrasse

 

Neue Kategorie “Weinberg”

Von Naturfotografen wird ein so menschengeprägtes Umfeld wie der Weinberg oft gemieden, doch auch hier finden sich viele Motive. Seit meiner Kindheit gehört der Weinberg hinter dem Haus zu den von mir meist gegangenen Spazierwegen und regelmäßig entdecke ich irgendwelche neue Arten. Auch die verschiedenen Terrassen, die Anordnung der Rebzeilen und die ganz eigenen, „unnatürlichen“ Symmetrien im Weinberg haben einen fotografischen Reiz. Dabei geht es nicht – wie so oft in der Naturfotografie und da auch völlig berechtigt – darum, den menschlichen Einfluss auszublenden, sondern auch Bauwerke wie kleine Hütten, Kapellen, Bänke oder Städte gezielt miteinzubinden. Der Weinberg ist für mich einer der hauptsächlichen Orte meiner Naturfotografie und daher gibt es ab heute die neue Kategorie „Weinberg“, die alle Beiträge sammelt, deren Fotos im Weinberg entstanden. Mittlerweile hat sich die Natur und Fotografie im Weinberg zu einem kleinen Projekt entwickelt, das nun auch mit dieser Kategorie deutlicher auf dem Blog erscheinen soll.

Weinbergszeilen im Winter

 

 

 

Geschrieben am: 4. Mai 2013 von Magdalena in Weinberg, Wissenswertes. 1 Kommentar.



Mittwoch, 1. Mai 2013 - Waldsauerklee

Motiv: Waldsauerklee (Oxalis acetosella), vom 25. April 2013
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F3,5 | 1/160

 

Der Waldsauerklee (Oxalis acetosella) ist ein typischer Wald-Frühblüher. Vor zwei Jahren gab es hier schonmal ein paar Informationen, das wichtigste nochmal: Diese Pflanzen kommen mit extrem wenig Licht aus, was auf dem dunklen Waldboden von Vorteil ist. Im Gegenteil, sie sind bei zu viel Licht sehr empfindlich und klappen dann ihre Blätter zusammen, um nicht so sehr der Sonne ausgesetzt zu sein. Botanisch gesehenist “Klee” die Gattung Trifolium mit dem bekannten Vertreter Wiesenklee, also ein Schmetterlingsblütler. Der Sauerklee hat damit nichts zu tun, er trägt seinen Namen wohl aufgrund der sehr ähnlichen Blattform.

Nicht nur der Klee wächst nun im Wald, sondern auch die Veilchen blühen und die Farne entrollen ihre Wedel:

Motiv: Waldsauerklee (Oxalis acetosella), vom 25. April 2013
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F3,5 | 1/80

 

Motiv: Waldsauerklee (Oxalis acetosella), vom 25. April 2013
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/250

 

Hier habe ich nicht in den Farbtopf gegriffen! Die eigentlich weißen und mehr oder weniger stark rosa geaderten Blüten können manchmal auch komplett rosa gefärbt sein. Möglicherweise werden Anthocyane als Kälteschutz eingelagert.

Motiv: Waldsauerklee (Oxalis acetosella), vom 25. April 2013
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/200

Geschrieben am: 1. Mai 2013 von Magdalena in Objektiv: Tamron 90mm, Pflanzen. 0 Kommentare.



Samstag, 27. April 2013 - über & unter dem Wasser

Motiv: Wasserläufer und Kaulquappen, vom 19. April 2013
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F11 | 1sec.

 

Mit den ersten warmen Tagen wuselt das Leben im Teich sowohl über als auch unter Wasser. Die ersten Kaulquappen (Grasfrosch, Rana temporaria) sind geschlüpft  und die Wasserläufer laufen über ihnen. Viele Wasserläufer finden sich schon seit Tagen auf dem Laich ein. Nach meinen Beobachtungen stechen sie aber nicht die Eier oder Larven an, sondern fangen weiterhin ins Wasser gefallene Insekten bzw. scheint auch die Eihülle für sie irgendwie nahrhaft zu sein, ohne, dass die jungen Frösche davon Schaden nehmen. Die Fotografie dieser beiden Arten ist relativ schwierig: Das Wasser ist stellenweise trüb, Spiegelungen stören, die Kaulquappen zappeln und die Wasserläufer hüpfen sowieso wie sie möchten. An den jungen Kaulquappen sind gut die äußeren Kiemenbüschel zu erkennen, die bald von einer Haut überwachsen werden.

Motiv: Wasserläufer und Kaulquappen, vom 19. April 2013
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F5 | 1/6

 

Motiv: Wasserläufer und Kaulquappen, vom 19. April 2013
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F8 | 1/2

 

Nach dem Schlüpfen verbleiben sie zunächst noch in der Gallerthülle des Laichs und ernähren sich weiter davon. Dann sammeln sie sich entlang der alten Laichballen, bis sie schließlich immer weiter in das Gewässer schwimmen, dort Algen und ähnliches abraspeln und mit zunehmendem Alter auch auf die Jagd (saugschnappen) gehen. Bei den blauweißen Punkten im Laich handelt es sich um unbefruchtete Eier.

Motiv: Wasserläufer und Kaulquappen, vom 19. April 2013
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F9 | 1/4

 

Geschrieben am: 27. April 2013 von Magdalena in Amphibien u. Reptilien, Insekten, Objektiv: Tamron 90mm. 0 Kommentare.



Mittwoch, 24. April 2013 - Magnolienlaterne

 

Motiv: Magnolien-Laterne, vom 20. April 2013
Aufnahmedaten: Canon50D | analoge 100mm | HDR

 

“Das ist mal ein schönes Bild” war der Familienkommentar zur nächtlichen erleuchteten Magnolie, die ihren schweren Duft in die aufkommende Dunkelheit verströmte.

Es lohnt sich, das Foto ohne hellen Hintergrund bzw. in einem dunklen Zimmer anzuschauen.

Geschrieben am: 24. April 2013 von Magdalena in HDR, Objektiv: analog, Pflanzen, Stadt / Zivilisation. 0 Kommentare.



Sonntag, 21. April 2013 - Auf Feuerwasser unterwegs

Motiv: Wasserläufer, vom 18. April 2013
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F4,5 | 1/125

 

Seitdem es warm ist, sind die Wasserläufer wieder auf dem Teich zu sehen. Die Sonnenstrahlen verhelfen der Spiegelung des Ufers zu lebendigen Farben. Die leicht wellenförmigen Strukturen werden von den fast ganz unter Wasser liegenden Laichballen gebildet.

Motiv: Wasserläufer, vom 18. April 2013
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F4 | 1/160

 

Motiv: Wasserläufer, vom 18. April 2013
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F4,5 | 1/200

 

Motiv: Wasserläufer, vom 16. April 2013
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F3,5 | 1/60

 

Dieser Wasserläufer hält eine kleine Fliege, die auf das Wasser gefallen ist, zwischen seinen Vorderbeinen und frisst sie. Der kleine orangene Punkt ist aller Wahrscheinlichkeit nach eine Milbe. Es ist meine erste Milbenbeobachtung an Wasserläufern – an (Klein)libellen, Hummeln und Spinne sehe ich wesentlich häufiger welche.

Motiv: Wasserläufer mit Milbe, vom 18. April 2013
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F4 | 1/160

 

Motiv: Wasserläufer, vom 18. April 2013
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F4 | 1/125

 

Motiv: Wasserläufer, vom 18. April 2013
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F4 | 1/320

 

Geschrieben am: 21. April 2013 von Magdalena in Insekten, Objektiv: Tamron 90mm. 0 Kommentare.



Montag, 15. April 2013 - Frühling im Anflug

Motiv: Wollschweber, vom 15. April 2013
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F3,2 | 1/640

Geschrieben am: 15. April 2013 von Magdalena in Insekten, Objektiv: Tamron 90mm. 0 Kommentare.



Samstag, 6. April 2013 - gut versteckt…

Motiv: Oothek im Scharnier, vom 5. April 2013
Aufnahmedaten: Canon50D | Canon 50mm | F11 | HDR

 

Gut versteckt, aber nicht unentdeckt und v.a. nicht ungefährlich ist der Platz dieses Eipakets/Oothek einer Gottesanbeterin (Mantis religiosa).

Seit Jahren finde ich in der Wärmeinsel Weinberg Gottesanbeterinnen und immer wieder finde ich auch Nester. Oft sind sie wettergeschützt an Pfählen, in Nischen zwischen Felsen oder an Mauervorsprüngen. Dieses hing in der Angel der Fensterläden einer kleinen Hütte im Weinberg. Die Oothek ist weitgehend unbeschadet, wahrscheinlich übersteht sie ein Öffnen der Fensterläden.

Motiv: Oothek im Scharnier, vom 5. April 2013
Aufnahmedaten: Canon50D | Canon 50mm | F11 | HDR

 

Die kleine Oothek ist kaum zu sehen im Scharnier rechts unten:

Motiv: Oothek im Scharnier unten rechts, vom 5. April 2013
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 17-35mm @ 17mm | F11 | HDR

 

Motiv: Hütte im Weinberg, vom 16. Januar 2013
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 17-35mm @ 17mm | F11 | HDR

 




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