Samstag, 19. Mai 2012 - …und was daraus wurde

Motiv: leere Eihülle des Aurorafalters, vom 4. Mai 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm| F5,6 | 1/50

 

Aus dem Aurora-Ei sind winzige Raupen geschlüpft. Sie sind kräftig orange gefärbt und waren offensichtlich auch für die Farbe des Eis verantworlich, denn die leere Eihülle ist weiß.

Eigentlich wollte ich die gesamte Entwicklung dokumentieren, doch die Raupen sind weg. Alle. Vermutlich gefressen…

 

Motiv: Raupe des Aurorafalters, vom 4. Mai 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F8 | 1/30

 

Motiv: Raupe des Aurorafalters, vom 4. Mai 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F8 | 1/25

Geschrieben am: 19. Mai 2012 von Magdalena in Insekten, Objektiv: Tamron 90mm, Wissenswertes. 0 Kommentare.



Mittwoch, 16. Mai 2012 - Ein Aurora-Ei

Motiv: Ei des Aurorafalters, vom 28. April 2012 Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm| F3,5 | 1/320

 

Dieses wirklich winzigekleine orangene Ei habe ich am Wiesenschaumkraut gesucht und gefunden. Es ist das Ei des Aurorafalters. Wenn die Raupen schlüpfen, fressen sie einige Wochen an ihrer Futterpflanze, verpuppen sich und schlüpfen im nächsten Jahr als Aurorafalter. Die Raupen sind Einzelgänger und das Weibchen verteilt die Eier wohlwissend an verschiedenen Pflanzen. Also am besten das Wiesenschaumkraut auch dann nicht abmähen, wenn es abgeblüht ist!

Geschrieben am: 16. Mai 2012 von Magdalena in Insekten, Objektiv: Tamron 90mm, Wissenswertes. 0 Kommentare.



Sonntag, 13. Mai 2012 - Getarnter Tod im Blütenparadies

Motiv: "Weiße Gefahr" (Weibchen der veränderlichen Krabbenspinne / Misumena vatia), vom 29. April 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm| F3,2 | 1/60

 

 

Die Blüten des Kirschlorbeers werden fleißig von Bienen und Käfern besucht. Die dicken Rosenkäfer werden von den Ameisen gepiesakt, da die Rosenkäfer offenbar zu ausladend auf den Blüten sitzen und die Ameisen sich bzw. vermutlich ihre Blattläuse bedroht sehen. Und die Bienen werden von getarnten Krabbenspinnen abgefangen.

 

Motiv: Krabbenspinne mit Honigbiene im Lorbeer, vom 28. April 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm| F2,8 | 1/200

Geschrieben am: 13. Mai 2012 von Magdalena in Objektiv: Tamron 90mm, Spinnen und Spinnennetze. 0 Kommentare.



Sonntag, 6. Mai 2012 -

Motiv: Blattlaus, vom 4. Mai 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm| F11 | 1/5

Geschrieben am: 6. Mai 2012 von Magdalena in Farben und Formen, Insekten, Objektiv: Tamron 90mm. 0 Kommentare.



Motiv: Metellina mengei, Männchen, auf Gelbem Buschwindröschen, vom 1. April 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm| F3,2 | 1/320

 

Dieses Foto zeigte ich schon einmal im Zusammenhang mit den gelben Buschwindröschen. Heute geht es aber um die Spinne: Ein Männchen von Metellina mengei. Eine Woche später fand ich dann leuchtend rot noch das passende Weibchen. M. mengei gehört zu den Streckerspinnen und ist nah verwandt mit Metellina segmentata, der Herbstspinne. Letztlich vertreten die beiden Arten sich jahreszeitlich gegenseitig, sodass man M. mengei, die keinen deutschen Namen hat, eigentlich auch Frühlingsspinne nennen könnte….

 

Motiv: Metellina mengei, Weibchen, vom 27. April 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm| F5 | 1/100

Geschrieben am: 2. Mai 2012 von Magdalena in Objektiv: Tamron 90mm, Spinnen und Spinnennetze. 0 Kommentare.



Sonntag, 29. April 2012 - Die ersten Bewohner

Mauerbiene am Insektenhotel

 

Die wamen Tage lockten die ersten zukünftigen Bewohner zum Insektenhotel. Eine Bestimmung der Hautflügler ist schwierig und anhand von Fotos noch schwieriger, sodass ich mich hier auf eine grobe Einordnung beschränken werde. Diese hier ist sich wohl noch unsicher, ob und welche Wohnung sie denn beziehen möchte:

 

Anflug

 

Mauerbiene in einer Röhre

 

Die Röhren und Bohrungen werden sehr gut von Mauerbienen angenommen, die fleißig Pollen eintragen: Zunächst krabbelt die Biene mit dem Kopf voraus in ihre Röhre und gibt dort vermutlich Nektar ab. Dann kommt sie wieder heraus und krabbel rückwärts hinein und strampelt den Pollen in die Röhre ab, der Nahrungsvorrat für die Brut:

 

Eine Mauerbiene mit Pollen auf dem Weg zu ihrem Nest

 

Mauerbiene schaut aus ihrer Röhre und "strampelt Pollen" ins Innere

 

Kurz vor dem Verschließen mit Lehm konnte man hier schon den Pollen im Inneren sehen:

 

Pollen der Mauerbiene

 

Doch es ist noch spannender! Nicht nur Mauerbienen sind da, es haben sich auch gleich mehrere passende Parasiten eingefunden, Goldwespen. Diese warten, bis die Biene ihr Ei gelegt hat und auf Pollenflug geht, um dann schnell und unbemerkt ihr eigenes Ei abzulegen. Die Goldwespenlarve wird sich dann vom Nahrungsvorrat der Biene und der Bienenlarve ernähren. Die Mauerbienen scheinen die Goldwespen als feindlich zu erkennen, denn ich konnte beobachten, wie eine Biene versuchte, die Goldwespe von ihrer Röhre zu vertreiben.

 

Goldwespe, Parasit

 

Die Mauerbiene bewacht den Eingang zu ihrem Nest, im Hintergrund die parasitierende Goldwespe

 

Die Goldwespe am Eingang zur Röhre, in der die Mauerbiene ihr Nest hat

 

Richtig spannend wurde es dann am Abend: Am gleichen Röhrchen, in dem schon die Mauerbiene und die Goldwespe ihre Brut haben, konnte ich eine Wespe beobachten. Vermutlich handelt es sich um eine Lehmwespe. Sie brachte eifrig Material an und baute am Deckel. Da ich nicht die ganze Zeit am Insektenhotel war, weiß ich nicht, ob es einen Zusammenhang zu den anderen beiden Bewohnern gibt oder ob die Wespe einfach ihren Bau auf den Deckel der Mauerbiene baut?

 

Die Lehmwespe im Anflug mit neuem Material zwischen den Mundwerkzeugen

 

Die Lehmwespe beim Deckelbau

Geschrieben am: 29. April 2012 von Magdalena in Insektenhotel. 0 Kommentare.



Motiv: Einbeere (Paris quadrifolia), vom 14 April 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm| F2,8 | 1/200

 

Die Einbeere (Paris quadrifolia) ist neben dem Aronstab eine der Ausnahmen, die nicht die Kriterien der einkeimblättrigen Pflanzen erfüllt. Beide Arten haben netznervige Blätter und die Blüte der Einbeere ist vierzählig und nicht dreizählig. Dennoch gehört sie zu den Einkeimblättrigen. Ab und zu findet man auch Pflanzen mit 3,5 oder 6 Blättern statt 4.

 

Motiv: Einbeere (Paris quadrifolia), vom 10. April 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm|

 

Motiv: Einbeere (Paris quadrifolia), vom 10. April 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm

 

Die Einbeere ist ein Frühblüher, den man vor allem in Laubwäldern findet. Sie blüht etwa ab April. Die Blüte sieht recht ungewöhnlich aus: Die Blütenhülle ist sehr unauffällig und läuft in grünen schmalen Blättchen aus. Auffällig ist der dicke rötliche Fruchtknoten, um den die Staubblätter stehen.

 

Motiv: Einbeere (Paris quadrifolia), vom 10 April 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm

 

Die Vermehrung läuft owohl über ihre Beeren und Samen als auch über ihr Rhizom, das viele Ausläufer bildet. Die Frucht ist eine dicke blaue Beere.

 

Motiv: Einbeere (Paris quadrifolia), vom 10 April 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm

 

Alle Teile der Pflanze sind giftig.

 

Motiv: Einbeere (Paris quadrifolia), vom 14. April 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/250

 

Literatur: Düll, Ruprecht und Kutzelnigg, Herfried (Hgg): Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands, Wiebelsheim 2005, S. 346f.

Geschrieben am: 22. April 2012 von Magdalena in Artenportrait, Objektiv: Tamron 90mm, Pflanzen. 0 Kommentare.



Mittwoch, 18. April 2012 - klein & wollig

Motiv: Großer Wollschweber (Bombylius major), vom 1. April 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm| F11 | 1/100

 

Wollschweber sind dicht pelzig  behaart, haben einen langen Saugrüssel  und gehören zu den Fliegen. Man findet sie im Frühling vor allem im lichten Wald.

 

Motiv: Großer Wollschweber (Bombylius major), vom 1. April 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm| F6,3 | 1/125

 

Sie entwicklen sich parasitisch in Wildbienenvölkern. Dazu legt das Weibchen ihre Eier vor einem Bienennest ab und die Larven krabbeln ins Nest, in dem sie zunächst das Futter und später die Bienenlarven fressen.

 

Motiv: Großer Wollschweber (Bombylius major), vom 1. April 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm| F6,3 | 1/320

 

Der häufigste Wollschweber ist der Große Wollschweber, Bombylius major.

 

Motiv: Wildbiene vom 1. April 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm| F5,6 | 1/500

 

 

Geschrieben am: 18. April 2012 von Magdalena in Insekten, Objektiv: Tamron 90mm. 0 Kommentare.



Sonntag, 15. April 2012 - Gelbe Buschwindröschen

Motiv: Gelbes Buschwindröschen (Anemone ranunculoides), vom 10. April 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 70-200mm @ 200mm| F3,2 | 1/200

 

In manchen Auwäldern sind neben den massenhaft vorkommenden weißen Buschwindröschen (Anemone nemorosa) auch gelbe zu finden: Anemone ranunculoides. Sie blühen etwas später, ihr Blütenstiel ist kürzer und oftmals trägt eine Pflanze zwei und mehr Blüten.

 

Motiv: Gelbes Buschwindröschen (Anemone ranunculoides) mit Spinne, vom 1. April 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm| F3,2 | 1/320




Motiv: Hohler Lerchensporn (Corydalis cava), weiße Form, vom 24. März 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 70-200mm @ 157mm| F3,2 | 1/80

 

Erfreulicherweise konnte ich dieses Jahr noch einen weiteren Frühblüher fotografieren: Den hohlen Lerchensporn, Corydalis cava. Er gehört in die Familie der Erdrauchgewächse. Seinen Namen hat er aufgrund der im Alter hohlen Knolle. Die Knolle ermöglicht ihm wie vielen anderen Frühblühern ein sehr frühes Austreiben. Ebenfalls wie viele andere Frühblüher verschwindet diese Pflanze, sobald die Bäume ihre Blätter austreiben und es zunehmend dunkler auf dem Waldboden wird.

 

Motiv: Hohler Lerchensporn (Corydalis cava), weiße Form, vom 24. März 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm| F6,3 | 1/25

 

Der Lerchensporn ist ein typischer Auwald- bzw. Laubwaldbewohner. Die Pflanze bildet einen Blütenstand mit bis zu 20 Blüten aus. Diese sind sehr komplex gebaut und innerhalb des Blütenstands auch verdreht bzw. ragen in unterschiedliche Richtungen, was das Fotografieren nicht erleichtert. Es kommen bei dieser Art sowohl weiße als auch purpurne Blüten vor.

 

Motiv: Hohler Lerchensporn (Corydalis cava), purpurne Form, vom 24. März 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm| F3,5 | 1/60

 

Einige Hummeln beißen die Blüten seitlich an, um an den Nektar zu gelangen und vermeiden dadurch den etwas komplizierten Blütenaufbau. Die Blütezeit ist etwa von März bis April.

 

Motiv: Hohler Lerchensporn (Corydalis cava), weiße Form, vom 24. März 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 70-200mm @ 200mm| F6,3 | 1/60

 

Die Samen werden durch Ameisen verbreitet.

 

Motiv: Hohler Lerchensporn (Corydalis cava), weiße Form, vom 24. März 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 70-200mm @ 157mm| F4,0 | 1/125

 

Vor einigen Jahren habe ich den viel zarter gebauten Gefingerten Lerchensporn (Corydalis solida) fotografiert. Die Blüten sind wesentlich zierlicher und haben eine leichte Tendenz ins lila, außerdem gibt es keine weiße Farbvariante.

 

Literatur: Ruprecht Düll / Herfried Kuuzelnigg (Hgg.): Taschenlexikon der Pflanzen Deutschlands, Wiebelsheim 2005, S. 144ff.

Geschrieben am: 11. April 2012 von Magdalena in Artenportrait, Objektiv: Tamron 70-200mm, Objektiv: Tamron 90mm, Pflanzen. 0 Kommentare.



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