Mittwoch, 29. Juni 2011 - Fliegende Tiger
Motiv: Gemeine Keiljungfer (Gomphus vulgatissimus) vom 25. April 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200 @ 200mm | F4,5 | 1/250
Sie sind schwarz-gelb gestreift, schnell und lautlos. 
Wie Tiger.
Nur etwas kleiner. 
Und sie können fliegen: 
Keiljungfern. 
Keiljungfern (Gattung Gomphus) gehören innerhalb der Großlibellen zur Familie der Flussjungfern (Gomphidae). In Deutschland gibt es 4 Arten in der Gattung Gomphus: Die Gemeine Keiljungfer G. vulgatissimus, die Westliche Keiljungfer G. pulchellus, die Asiatische Keiljungfer G. flavipes und die Gelbe Keiljungfer G. simillimus. In Deutschland sind sie relativ selten und stehen wie alle Libellen unter Schutz.
Motiv: Gemeine Keiljungfer (Gomphus vulgatissimus) vom 25. April 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200 @ 200mm | F3,5 | 1/800
Anfang des Jahres fanden wir G. vulgatissimus, gut zu erkennen an den komplett schwarzen Beinen. G. vulgatissimus steht auf der Roten Liste der Bundesrepublik auf der RL2 (stark gefährdet), in Baden-Württemberg ist sie „nur“ gefährdet: Das Vorkommen hat hier hat bundesweit Bedeutung. 
Sie fliegt vor allem von Mai bis Juli. Das Erscheinungsbild ist vergleichsweise kompakt und gedrungen, die Spannweite liegt bei 6-7cm. Sie entwickelt sich in sauberen und sandigen Fließgewässern. Die bevorzugte Nahrung am Fundort waren offenbar Eintagsfliegen, die es dort in Massen gab. Zur Nahrungsaufnahme landeten sie regelmäßig, was einige Fotos ermöglichte.
Motiv: Gemeine Keiljungfer (Gomphus vulgatissimus) vom 22. Mai 2011, älteres Männchen
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200 @ 200mm | F6,3 | 1/100
Von der Keiljungfer begeistert, suchten wir weitere Arten. Gehofft hatten wir alle vier zu finden, was bisher nicht geglückt ist. Aber die Westliche fanden wir. Im Vergleich zu G. vulgatissimus ist sie viel schlanker und zierlicher, das Abdomen ist nicht keulig verdickt. 
Motiv: Westliche Keiljungfer (Gomphus pulchellus) vom 22. Mai 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200 @ 188mm | F6,3 | 1/200
Die Unterscheidung von den anderen drei Arten ist hier nicht ganz so einfach, es kommt vor allem auf die artspezifische Thorax(=Brust)-Zeichnung an. G. pulchellus entwickelt sich als einzige Art der Familie in stehenden Gewässern. Sie fliegt von Mitte Mai bis Mitte August und steht auf der Vorwarnliste, in Baden-Württemberg ist sie gefährdet.
Motiv: Westliche Keiljungfer (Gomphus pulchellus) vom 22. Mai 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200 @ 200mm | F6,3 | 1/160
Schließlich durften wir noch etwas besonderes beobachten: Die Jagd und das Fressen einer Federlibellen-Paarung. Glücklicherweise landete die Libelle mit ihrer Beute sehr nah bei uns und ließ auch Fotos zu. 
Motiv: Westliche Keiljungfer (Gomphus pulchellus) mit Federlibellen-Paarung (Platycnemmis pennipes) vom 13. Mai 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F5 | 1/640
Die Keiljungfer hatte die beiden offenbar am Thorax des Weibchens gepackt und schob diese dann erstmal nach vorne, so dass sie am Abdomen des Weibchens mit Fressen beginnen konnte.
Das Männchen muss wohl mitbekommen haben, dass es lebensgefährlich ist und „zappelte“ / schlug heftig mit den Flügeln und versuchte loszukommen. Das gelang auch in letzter Sekunde und es konnte gerade nochmal davon fliegen – offenbar keine Liebe bis in den Tod….Das Männchen ist nur auf dem ersten Bild zu sehen. 

Motiv: Westliche Keiljungfer (Gomphus pulchellus) mit Federlibellen-Weibchen (Platycnemmis pennipes) vom 13. Mai 2011, das Männchen ist bereits weg
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F6,3 | 1/400
Das Weibchen dagegen wurde gefressen. Beim Klammergriff der Keiljungfer näherten sich die Köpfe immer mehr (Bild 3+4). Vorne sahen wir, wie sich die Mundwerkzeuge öffneten und schlossen, was uns an Hilfeschreie erinnerte.
Man muss sich ein wenig in die Bilder einsehen, um im Gewusel aus Grashalmen die Libellen zu sehen und alles richtig zuzuordnen. 

Motiv: Westliche Keiljungfer (Gomphus pulchellus) mit Federlibellen-Weibchen (Platycnemmis pennipes) vom 13. Mai 2011, Köpfe übereinander
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F3,5 | 1/1600


Motiv: Westliche Keiljungfer (Gomphus pulchellus) mit Federlibellen-Weibchen (Platycnemmis pennipes) vom 13. Mai 2011, Köpfe übereinander, das Abdomen der Federlibelle zwischen den Grashalmen
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F5,6 | 1/1800
Geschrieben am: 29. Juni 2011 von Magdalena in Insekten, Objektiv: Tamron 70-200mm, Objektiv: Tamron 90mm, Wissenswertes. 1 Kommentar.



Sonntag, 19. Juni 2011 - Zwei Unscheinbare
Motiv: Großes Zweiblatt  (Neottia ovata) vom 21. Mai 2011, Einzelblüte
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F4,0 | 1/10
Mit Orchideen werden meist prachtvolle Blüten assoziiert – diese Familie weist aber auch noch ganz andere Pflanzen auf. Der bereits vorgestellten recht „untypischen“, sogar parsitisch lebenden, Vogelnestwurz folgen heute zwei weitere unscheinbare Orchideen:
Das große Zweiblatt (Neottia ovata, früher Listera ovata)
Motiv: Großes Zweiblatt  (Neottia ovata) vom 21. Mai 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F5,0 | 1/8
und der Ohnsporn (Orchis anthropophora). 
Motiv: Ohnsporn  (Orchis anthropophora) vom 14. Mai 2011
Aufnahmedaten: Canon5DII | Tamron 90mm | F5,0 | 1/40
Letzterer hat aufgrund seiner Blütenform auch den Beinamen „Hängender Mensch“. Bei manchen Exemplaren des Ohnsporns ist die Rotfärbung intensiver als bei den hier gezeigten Pflanzen. Ohnsporn ist relativ selten und seine Verbreitung konzentriert sich auf den Westen und Südwesten Deutschlands, dringt aber nach Norden vor. Ich habe nur wenige Pflanzen, die auf offenbar eine Stelle konzentriert waren, gefunden.
Motiv: Ohnsporn  (Orchis anthropophora) vom 18. Mai 2011, 3 Pflanzen
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 145mm | F2,8 | 1/400
Beide Arten wachsen sehr schlank nach oben und tragen viele kleine (unscheinbare) Blüten. 
Motiv: Ohnsporn  (Orchis anthropophora) vom 14. Mai 2011
Aufnahmedaten: Canon5DII | Tamron 90mm | F3,1 | 1/160
Motiv: Großes Zweiblatt  (Neottia ovata) vom 22. Mai 2009, Blütenstand
Aufnahmedaten: Canon40D | Tamron 180mm | F5,6 | 1/80
Das Große Zweiblatt trägt seinen Namen nicht umsonst – es hat nur zwei (große, bis 14cm) eiförmige, gegenständige Blätter. Die Pflanzen blühen Mai bis Juni und sind praktisch in ganz Deutschland vertreten, da sie sehr tolerant ist. 
Außerdem gibt es auch das Kleine Zweiblatt.
Motiv: Großes Zweiblatt  (Neottia ovata) vom 13. Juni 2009, Gesamtpflanze mit den beiden namensgebenden großen Blättern unten
Aufnahmedaten: Canon40D



Mittwoch, 15. Juni 2011 - Let’s play!
Motiv: Felix vom 12. Juni 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 70mm | F3,2 | 1/160
Das Pfingstwochenende gab mir Gelegenheit, etwas für mich relativ neues zu fotografieren: Spielende Katzen. Genau genommen drei Kater.
Motiv: Felix vom 12. Juni 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 145mm | F3,2 | 1/400
Als erstes vorstellen möchte ich Felix: Die schönste, größte und liebste Katze, die ich kenne. Eben ein ganz besonderer.
Motiv: Felix vom 12. Juni 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 96mm | F3,2 | 1/100
Mit einer beachtlichen Schnurrbart- und Augenbrauenlänge bis 12cm! Besonders liebenswert, wenn er sie nach vorne stülpt 😉
Motiv: Felix vom 12. Juni 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 135mm | F3,2 | 1/60
Da er schon ein etwas älterer Herr ist, lässt er es beim Spiel ruhig angehen: Meist (auf dem Rücken) liegend und mit seiner großen Tatze nach einem Zwirn oder Grashalm oder Schatten greifend.
Motiv: Felix vom 12. Juni 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 70mm | F3,2 | 1/160
Motiv: Felix vom 12. Juni 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 89mm | F3,2 | 1/1600
Sein Mitbewohner ist Picasso – der verrückteste Kater den ich kenne.
Motiv: Picasso vom 12. Juni 2011
Aufnahmedaten: Canon5DII | Tamron 70-200mm @ 200mm | F3,5 | 1/800
Da er Fremden gegenüber sehr ängstlich ist, sehe ich ihn meist auch nur davonrennen. Doch meine Anwesenheit kann ihn nicht vom Spielen abhalten – auch wenn er regelmäßig wieder unter der Hecke verschwindet, bevor er einen neuen Angriff auf den Grashalm startet.

Motiv: Picasso vom 12. Juni 2011

Aufnahmedaten: Canon5DII | Tamron 70-200mm @ 200mm | F6,3 | 1/200

Motiv: Picasso vom 12. Juni 2011

Aufnahmedaten: Canon5DII | Tamron 70-200mm @ 200mm | F3,5 | 1/500

Picasso ist extrem schnell in seinen Bewegungen und Reaktionen, so dass es kaum möglich ist, ihm zu folgen. Er ist ein exzellenter Jäger und frisst – im Gegensatz zu vielen anderen Hauskatzen – seine Beute mit Haut und Haaren, bzw. Federn.

Motiv: Picasso vom 12. Juni 2011
Aufnahmedaten: Canon5DII | Tamron 70-200mm @ 200mm | F3,5 | 1/500
Motiv: Picasso vom 12. Juni 2011
Aufnahmedaten: Canon5DII | Tamron 70-200mm @ 200mm | F3,5 | 1/800
Und dann wäre da noch Paulchen. Paulchen gehört eigentlich zu den Nachbarn, ist aber im Laufe der Zeit umgesiedelt zu den anderen beiden. Noch sehr jung, ist er extrem verspielt.
Motiv: Paulchen vom 12. Juni 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 139mm | F3,2 | 1/1250
So kam es dann auch, dass er kurze Zeit das Spiel mit Felix beobachtete und ihn dann nichts mehr halten konnte:
Motiv: Paulchen vom 12. Juni 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 151mm | F3,2 | 1/400
…er schießt aus der Hecke hervor, überrumpelt Felix und übernimmt das Spiel.

Motiv: Paulchen vom 12. Juni 2011

Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 118mm | F3,2 | 1/200
Motiv: Paulchen vom 12. Juni 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 75mm | F3,2 | 1/2000
Dass er der Jüngste und √úbermütigste der drei ist, macht sich auch beim Fotografieren bemerkbar und häufig sprengt er den eigentlich vorgesehenen Bildaufbau.

Motiv: Paulchen vom 12. Juni 2011

Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 75mm | F3,2 | 1/800
Motiv: Paulchen vom 12. Juni 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 91mm | F3,2 | 1/500
Motiv: Paulchen vom 12. Juni 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 100mm | F3,2 | 1/500
Motiv: Felix vom 12. Juni 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 135mm | F3,2 | 1/250
Geschrieben am: 15. Juni 2011 von Magdalena in Haustiere, Objektiv: Tamron 70-200mm. 0 Kommentare.



Samstag, 11. Juni 2011 - Nachtrag: Spitzenfleck-Weibchen
Das Weibchen des Spitzenflecks ist im Artenportrait Spitzenfleck / Libellula fulva nun auch endlich mit einer Draufsicht versehen, auf der man auch sehr schön die namensgebenden dunklen Flecken an den Flügelspitzen sehen kann: 
Motiv: Spitzenfleck (Libellula fulva), Weibchen vom 4. Juni 2011 mit dunklen Flügelspitzen
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 200mm | F4,0 | 1/800
Geschrieben am: 11. Juni 2011 von Magdalena in Insekten, Objektiv: Tamron 70-200mm. 0 Kommentare.



Dienstag, 7. Juni 2011 - Parasiten
Motiv: Blüten der Vogelnestwurz (Neottia nidus-avis), vom 12. Mai 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F9 | 1/15
Auch in der Pflanzenwelt gibt es Parasiten und Schmarotzer. Dabei wird zwischen Voll- und Halbschmarotzern unterschieden: 
Vollschmarotzer sind relativ leicht zu erkennen, denn sie haben kein Chlorophyll (grüner Blattfarbstoff zur Photosynthese) und haben daher eine braune Farbe. Sie sind vollständig auf ihren Wirt angewiesen und „bekommen“ von ihm sämtliche Nährstoffe.
Motiv: Zottiger Klappertopf (Rhinanthus alectorolophus), vom 22. Mai 2009
Aufnahmedaten: Canon40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/3200
Halbschmarotzer haben dagegen Chlorophyll, machen also eigenständig Photosynthese und brauchen „nur“ Wasser von ihrem Wirt. Die Mistel als Aufsitzer auf unterschiedlichen Bäumen ist wohl eines der bekanntesten Beispiele eines Halbschmarotzers. Das Wurzelsystem dieser Pflanzen ist im Verhältnis zur Pflanzengröße sehr gering.
Motiv:Sommerwurz (Orobanche spec.), vom 12. Mai 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 200mm | F3,5 | 1/250
Parasitierende Pflanzen haben sogenannte Haustorien / Senkerwurzeln, mit denen sie das Wirtsgewebe anzapfen.
Motiv: Acker-Wachtelweizen (Melampyrum arvense), vom 11. Juni 2010
Aufnahmedaten: Canon40D | Canon 50mm | F1,6 | 1/1600
Zu den Schmarotzern gehören unter anderem die Sommerwurzgewächse (Orobanchaceae), in die neben der Sommerwurz (Gattung Orobanche) auch Augentrost (Gattung Euphrasia), Klappertopf (Gattung Rhinantus) und Wachtelweizen (Gattung Melampyrum)gehören. Letztere sind Halbschmarotzer und teilweise sehr schön – insbesondere der Acker-Wachtelweizen (Melampyrum arvense) mit seinen magenta-farbenen Hochblättern, der Kamm-Wachtelweizen (Melampyrum) mit gesägten Hochblättern. 
Motiv: Augentrost (Euphrasia spec.), vom 19. September 2010
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F3,5 | 1/250
In der Systematik hat sich in letzter Zeit einiges getan, sodass in manchen Werken einige der genannten Arten auch unter den Rachenblütler (Scrophularicaeae) zu finden sind.
Motiv: Wachtelweizen (Melampyrum spec.), vom 23. Mai 2009
Aufnahmedaten: Canon40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/200
Es gibt sogar eine schmarotzende Orchidee: Die Vogel-Nestwurz (Neottia nidus-avis), ein Vollschmarotzer auf einem saprophytischen Pilz mit unscheinbaren bräunlichen Blüten und kleinen Schuppenblättern.
Motiv: Vogelnestwurz (Neottia nidus-avis), vom 12. Mai 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F4 | 1/250
Motiv: Blüten der Vogelnestwurz (Neottia nidus-avis), vom 12. Mai 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F9 | 1/15



Freitag, 3. Juni 2011 - Helme!
Ein Artenportrait: Helmknabenkraut / Orchis militaris
Motiv: Helmknabenkraut (Orchis militaris), Einzelblüte, vom 6. Mai 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F5 | 1/5
Das Helmknabenkraut (Orchis militaris) konnte ich dieses Jahr ausgiebig fotografieren. 
Es handelt sich um eine stattliche und durch Größe und Farbe auffallende Orchidee, die bis zu 50cm hoch werden kann. Der Blütenstand trägt bis zu 60 dicht gedrängte Blüten und ist vergleichsweise gedrungen und breit ausladend.

Motiv: Helmknabenkraut (Orchis militaris) vom 25. April 2011

Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 200mm | F3,2 | 1/100
Blütenaufbau: Ein Teil der Kelch- und Kronblätter sind zum namensgebenden „Helm“ verwachsen. Innen ist er lila geadert, außen weiß. Die Lippe ist dreiteilig und am Rand rosa gefärbt, zum Inneren führen einige Punkte. 
Motiv: Helmknabenkraut (Orchis militaris), Blütenstand, vom 5. Mai 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F3,2 | 1/100
Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit dem Affenknabenkraut (Orchis simia), doch bei diesem sind die einzelnen Teil der Lippe wesentlich schlanker und auch der Mittellappen verbreitert sich nicht nach vorne sondern ist deutlich eingeschnitten. Hybriden sind möglich.
Motiv: Helmknabenkraut (Orchis militaris) vom 6. Mai 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 139mm | F3,2 | 1/80
Das Helmknabenkraut blüht im Mai und Juni – dieses Jahr aufgrund der Wärme und Trockenheit (v.a. im April) ist alles ein wenig früher.
Wie viele Orchideen hat auch das Helmknabenkraut eine gewisse Variabilität. So habe ich einen Fast-Albino gefunden….
Motiv: Helmknabenkraut (Orchis militaris), „Fast-Albino“ vom 7. Mai 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 70mm | F5 | 1/125
….und zwei Pflanzen mit „Milka-Farben“, breiteren Tupfen und fehlendem rosa Lippenrand.
Motiv: Helmknabenkraut (Orchis militaris), Farbvariante, vom 18. Mai 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F6,3 | 1/50
Motiv: Helmknabenkraut (Orchis militaris), Farbvariante, vom18. Mai 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F4 | 1/25
Orchis militaris wächst auf kalkreichen Magerrasen und Halbtrockenrasen. Sie kommt relativ häufig vor, im Norden ist sie seltener und steht wie alle Orchideen unter Naturschutz.
Literatur: Horst Kretzschmar: Die Orchideen Deutschlands und angrenzender Länder finden und bestimmen. Wiebelsheim 2008. 
Helmut Presser: Orchideen. Hamburg 2002. 
Geschrieben am: 3. Juni 2011 von Magdalena in Artenportrait, Objektiv: Tamron 70-200mm, Objektiv: Tamron 90mm, Pflanzen. 0 Kommentare.



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