Freitag, 28. Oktober 2011 - Das Land der Schnecken

Motiv: Schnecke im Sonnenuntergang, vom 3. Oktober 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/400

 

Vielleicht nicht die spektakulärsten, aber doch mit die häufigsten Tiere in Südfrankreich waren die Häuschenschnecken.

Sie sind einfach überall. Auf Halmen, auf Olivenbäumen, an Wänden und Mauern, auf Laternen, auf Sicherungskästen, auf Straßenschildern, …

 

Motiv: Schneckenlaterne, vom 8. Oktober 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 17-35mm @ 17mm | F16 | 1/40

 

Oft türmen sie sich auch aufeinander…

 

Motiv: Aufgetürmte Schnecken, vom 1. Oktober 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F5,6 | 1/640

 

Motiv: Schnecken, vom 9. Oktober 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Canon 50mm | F1,8 | 1/800

 

…manche sitzen aber auch isoliert und gut getarnt.

 

Motiv: Schneckenlandkarte, vom 11. Oktober 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Canon 50mm | F10 | 1/25

 

Es gibt ganz andere Arten als in Deutschland: größere Schneckenhäuschen und andere Formen und sie sind überall:¬† Irgendwie scheinen die Schnecken die gleichen Halme oder Laternen oder Bäume zu bevorzugen, denn auf den einen sitzen sie massenweise, über- und untereinander und 3m weiter sitzt kaum ein Schneckchen.

 

Motiv: Schnecke, vom 4. Oktober 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F16 | HDR aus 3 Aufnahmen |

 

Irgendwie erstaunlich, dass bei der dort herrschenden Hitze und Trockenheit so viele Schnecken anzutreffen sind. Andererseits sieht man keine Schnecke außerhalb ihres Hauses – vielleicht halten sie eine Art Sommerruhe, zurückgezogen in das schützende Häuschen. Und vielleicht erklettern sie auch deshalb Halme und Laternen, um von der rückstrahlenden Bodenwärme geschützter zu sein? Nach einer Regennacht sind sie jedenfalls alle verschwunden.

 

Motiv: Zersplittert: Ende eines Schneckenhäuschens, vom 11. Oktober 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Canon 50mm | F16 | 140




Sonntag, 23. Oktober 2011 - Eindrücke aus der Provence

Straße in Apt

 

 

Der Spätsommer in der Provence hat seine eigenen Reize: der Lavendel blüht zwar nicht mehr, aber es gibt dort mehr als nur Lavendel: Die Oliven und der Wein werden geerntet, die Temperaturen sind einerseits noch sommerlich warm, andererseits kann der Mistral schon empfindlich kalt werden.

Neben den schönen Städten faszinieren die Ockersteinbrüche, die mit ihren Farben, Formationen und ihren Pflanzen und Tieren einen eigenen Post bekommen sollen, ebenso wie die in der Provence gefundenen und fotografierten Tiere.

 

Aussicht auf Ockerberge

 

 

Der Pont du Gard ist eine der bedeutensten Sehenswürdigkeiten Südfrankreichs. Er ist Teil einer insgesamt 50km langen Wasserleitung von Uz√®s nach N√Æmes, die von den Römern im 1. Jh. n.Chr. gebaut wurde und enthält keinerlei Mörtel! Das Aquädukt ist etwa 49hoch, auf der obersten Ebene war die Wasserleitung.

 

Der Pont du Gard

 

 

Der Pont du Gard

 

 

Nicht weit entfern sind die Cascades du Sautadet: Wasserfälle der C√®ze, die dieses Jahr jedoch sehr wenig Wasser hatte.

 

Cascades du Sautadet (2010)

 

 

Cascades du Sautadet

 

 

Cascades du Sautadet

 

 

Zwischen den Felsen finden sich auch einige Tiere, zu den unscheinbarsten Bewohnern zählen sicherlich die Ameisenlöwen, die in Kolonien ihre kleinen Trichter im Sand gegraben haben. Auch Pflanzen zeigen immer wieder, dass sie mit einem Minimum leben können und so finden sich viele Fels- und Mauerspalten, in denen sie sich festklammern – manchmal sogar Feigenbäume.

 

Ameisenlöwe

 

 

Pflanze im Stein

 

 

Natürlich darf auch der Besuch einiger Städte nicht fehlen. Berühmt ist die Ansicht des kleinen Bergstädtchen Gordes….

 

Gordes

 

 

…aber auch in anderen Städten finden sich schöne Details und „typische“ Ansichten:

 

Straße

 

 

Straße

 

 

Türe

 

 

Sicherheit?

 

 

Kircheneingang

 

 

Restaurant

 

 

Auch Avignon haben wir ausgiebig besucht und fotografiert.

 

Avignon

 

 

Stadtmauer von Avignon

 

 

Kathedrale Notre-Dame des Doms

 

 

Le Pont d'Avignon

 

 

 

 

Außerdem besuchten wir Burgruinen und wanderten, wobei die Felsenwanderung wegen zu starken Windes abgebrochen werden musste.

 

Burgruine

 

 

Steilwand

 

 

Felsen im Sturm

 

 

Aussicht, im Hintergrund Mont Ventoux

 

Auf dem Mont Ventoux liegt kein Schnee, sondern Kalk.

Geschrieben am: 23. Oktober 2011 von Magdalena in Landschaften, Objektiv: Tamron 17-35mm, Schwarzweiß. 0 Kommentare.



Dienstag, 11. Oktober 2011 - Der Feind der Spinnen

In manchen Haushalten ist vielleicht (leider!) der Staubsauger der Feind der Spinnen, doch es gibt auch natürliche Feinde – einen ganz besonderen möchte ich hier vorstellen: Die Wegwespen. Wegwespen sind Solitärwespen, d.h. sie sind nicht staatenbildend und daher auch nicht in einem Nest mit Königin organisiert.

 

Motiv: Wegwespenweibchen mit erbeuteter Spinne, vom 14. August 2011 Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F5,0 | 1/1000

 

Stattdessen graben sie ähnlich dem Bienenwolf lange Gänge in den Sand, an deren Ende Eier abgelegt werden. Damit die schlüpfende Larve überleben kann, wird auch für Nahrung gesorgt – im Fall der Wegwespen: Spinnen. Diese werden überwältigt und ihr Nervensystem durch einen Stich gelähmt, dann werden sie abtransportiert. Erstaunlich ist, wie groß die Beute einer Wegwespe sein kann, denn Wegwespen selbst sind sehr zierlich. Manchmal werden zum leichteren Transport die Spinnenbeine entfernt. Die Bestimmung der Wegwespen ist meist nur spezialisten möglich. Und auch das Fotografieren gestaltet sich schwierig, sind sie doch extrem flink und wuseln dauernd hin und her – ohne für den Fotografen erkennbare Muster.

Geschrieben am: 11. Oktober 2011 von Magdalena in Insekten, Spinnen und Spinnennetze, Wissenswertes. 0 Kommentare.



Motiv: Dünen-Springspinne (Ylenus arenarius), Männchen, vom 31. August 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F7,1 | 1/125

 

Die Dünen-Springspinne (Yllenus arenarius) war mein Truppenübungsplatz-Highlight. Ich hatte sehr gehofft, sie fotografieren zu können und es hat auch geklappt. Das Finden dieser sandfarbenen ca. 5-6mm großen Spinne ist nicht so einfach und sie hat von mir den Namen „Springender Sand“ bekommen: Man findet sie letztlich nur, wenn man langsam läuft und darauf achtet, wann der Sand wegspringt. Und dann muss man suchen. Das Suchen kann gleich hier schonmal geübt werden, mit der Schwierigkeit, dass nichts wegspringt und der Garantie, dass hier eine zu finden ist:

Motiv: Dünen-Springspinne (Ylenus arenarius) in Tarnung, vom 31. August 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F11 | 1/100

Für alle, die sie nicht gefunden haben eine kleine Hilfe: Sie sitzt links unten neben dem dunklen Fleck. Bei voller Bildgröße etwa 3-4cm vom unteren und 6-7cm vom linken Bildrand entfernt.

Diese kleine hat mir besonders gut gefallen. Im Sucher habe ich eigentlich nur „4 Augen im Sand“ gesehen, denn nur die Augen haben sich deutlich abgehoben.

Motiv: Dünen-Springspinne (Ylenus arenarius), vom 31. August 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F5 | 1/200

 

Adulte Männchen sind durch ihre dunkle Zebra-Streifen-Färbung etwas besser auszumachen.

Motiv: Dünen-Springspinne (Ylenus arenarius), Männchen, vom 31. August 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F9 | 1/200

 

Motiv: Dünen-Springspinne (Ylenus arenarius), Männchen, vom 31. August 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F6,3 | 1/400

 

 

Zum Abschluss der Sandbewonher-Serie nochmals einen Einblick in die Größenverhältnisse von Bewohner zu Lebensraum, zu Sand und Gras, das wie Wald wirkt.

Motiv: Dünen-Springspinne (Ylenus arenarius), Männchen, vom 31. August 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F5 | 1/250

 

 

Ähnlich dem Sandohrwum lebt die Dünen-Springspinne nur auf Dünen und ist in Deutschland vom Aussterben bedroht!

 

Literatur: Bellmann, Heiko: Kosmos Atlas Spinnentiere, Stuttgart 2006.

 

 

Geschrieben am: 5. Oktober 2011 von Magdalena in Objektiv: Tamron 90mm, Spinnen und Spinnennetze, Wissenswertes. 0 Kommentare.



Samstag, 1. Oktober 2011 - Sandbewohner Nr. 3 – Der Bienenwolf

Der Bienenwolf (Philanthus triangulus) ist eine Grabwespe, die man vergleichsweise häufig antrifft und einen sehr interessanten Lebenszyklus hat: Die Weibchen graben einen bis zu 1m tiefen Tunnel in Sand – sowohl in Steilwände horizontal als auch schräg nach unten in den Boden. Am Ende des Tunnels legen sie mehrere Brutkammern an. Als Nahrung für die Larven tragen sie Honigbienen ein, die sie beim Blütenbesuch überwältigen und stechen. Meist ist die Honigbiene durch den blitzschnellen Angriff nicht in der Lage, sich zu verteidigen und ihr Stachel rutscht am glatten Panzer des Bienenswolfs ab. Spätere Männchen bekommen 1-3 Bienen, spätere Weibchen 3-6 Bienen. Das Ei wird auf die zuletzt eingetragene Biene gelegt. Die adulten Bienenwölfe ernähren sich übrigens von Nektar. Auch hier zeigt sich wieder das Problem der uneindeutigen deutschen Namen: Ein Buntkäfer, Trichodes apiarius, hat ebenfalls den Namen „Bienenwolf“, dessen Larve sich in Bienenstöcken entwickelt und dort Larven und Puppen frisst.

Motiv: Bienenwolf (Philanthus triangulum), vom 31. August 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F5,6 | 1/500

 

 

Motiv: Bienenwolf (Philanthus triangulum), vom 31. August 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F5,6 | 1/250

 

 

Literatur: Bellmann, Heiko: Bienen Wepsen Ameisen. Hautflügler Mitteleuropas, Stuttgart 2005.

Geschrieben am: 1. Oktober 2011 von Magdalena in Insekten, Objektiv: Tamron 90mm, Wissenswertes. 0 Kommentare.



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