Sonntag, 27. November 2011 - Märchenwald-Pilze

Motiv: Pilz vom 23. Oktober 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F3,2 | 1/30

 

Nicht nur im Nebelwald finden sich Pilze, sondern auch bei freier Sicht im Unterholz….

Pilze sind eine der wenigen Motive, die sich auch für defokussierte (nicht versehentlich unscharfe oder gar verwackelte!) Aufnahmen eignen, da sie eine gut wieder zu erkennende Form haben.

 

Motiv: Märchenwaldpilz vom 23. Oktober 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | analog | Offenblende | 1/80

Geschrieben am: 27. November 2011 von Magdalena in Objektiv: analog, Objektiv: Tamron 90mm, Pilze. 0 Kommentare.



Mittwoch, 23. November 2011 - Nebel, Wald und Pilze

Motiv: Colorkey der Natur vom 6. Novbember 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 17-35mm @ 28mm | F11 | 1sek.

 

 

Der Herbst steht auf der Leiter

Der Herbst steht auf der Leiter

und malt die Blätter an,

ein lustiger Waldarbeiter,

ein froher Malersmann.

 

Er kleckst und pinselt fleißig

auf jedes Blattgewächs,

und kommt ein frecher Zeisig,

schwupp, kriegt der auch ’nen Klecks.

 

Die Tanne spricht zum Herbste:

Das ist ja fürchterlich,

die andern Bäume färbste,

was färbste nicht mal mich?

 

Die Blätter flattern munter

und finden sich so schön.

Sie werden immer bunter,

Am Ende fall’n sie runter.

 

(Peter Hacks)

 

Motiv: Buchenlaub vom 6. Novbember 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Canon 50mm | F1,4 | 1/640

 

Warum sich im Herbst die Blätter färben, hatte ich hier schon einmal beschrieben: Herbstfärbung.

Zum Herbst gehört aber auch der Nebel und die Pilze…. bunte Blätter, Pilze und Nebel gabs kürzlich einen Foto-Vormittag lang im Wald!

 

Motiv: Buchenschleimrüblinge im Wald vom 6. November 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 17-35mm @ 17mm | F16 | 1sek.

Geschrieben am: 23. November 2011 von Magdalena in Farben und Formen, Landschaften, Objektiv: Canon 50mm, Objektiv: Tamron 17-35mm, Pilze. 0 Kommentare.



Sonntag, 20. November 2011 - Feuerkugel

Motiv: Feuerkugel vom 5. November 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Analoge 100mm | Offenblende | 1/1600

 

…diese Feuerkugel versank unter Rauchen und Qualmen am abendlichen Winterhimmel…

Geschrieben am: 20. November 2011 von Magdalena in Farben und Formen, Objektiv: analog. 0 Kommentare.



Mittwoch, 16. November 2011 - Herbstbach

Motiv: Herbstbach vom 30. Oktober 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 17-35mm @ 17mm | F16 | 2,5sek.

 

Ein Waldbach in herbstlich bunten Farben war das Ausflugsziel Ende Oktober. Bachaufnahmen lassen sich auch bei „schlechtem“ Wetter sehr gut umsetzen, da man dann (v.a. im Wald) keinerlei Probleme mit dem andauernden Licht-und-Schatten-Spiel im Wasser hat. Lange Belcihtungszeiten führen zu weich fließendem Wasser, ein Stativ ist natürlich Pflicht. Auch ein Polfilter gegen die Spiegelung zur Intensivierung der Farben ist hilfreich.

 

Motiv: Wasserfall vom 30. Oktober 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 17-35mm @ 17mm | F16 | 2sek.

 

Manchmal findet sich ein ansprechender Ausschnitt, zwischen Steinen und Blättern….

 

Motiv: Bachausschnitt vom 30. Oktober 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Canon 50mm | F16 | 4sek.

 

Dieser Wasserfall hat mir besonders gefallen. Der schmale Weg und die Treppen die Wasserfälle hinauf, ermöglichten zwei verschiedene Standpunkte:

 

Motiv: Herbstlicher Wasserfall vom 30. Oktober 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 17-35mm @ 17mm | F16 | 5sek.

 

 

Motiv: Herbstlicher Wasserfall vom 30. Oktober 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 17-35mm @ 17mm | F14 | 6sek.

 

Geschrieben am: 16. November 2011 von Magdalena in Landschaften, Objektiv: Canon 50mm, Objektiv: Tamron 17-35mm. 0 Kommentare.



Sonntag, 13. November 2011 - Urlaubsüberraschung

Mit meinem Südfrankreich-Urlaub verknüpften sich unterschiedliche fotografische Erwartungen und Hoffnungen.

Erwartet hatte ich die vielen Schneckchen, die es massenweise gab.

Erwartet hatte ich auch noch einige Insekten, garantiert die Gottesanbeterin, die es auch gab.

Erwartet hatte ich Eidechsen, die sich jedoch kaum sehen ließen.

Erwartet hatte ich noch einiges mehr.

Gehofft hatte ich auf eine Ameles, die wir fanden.

Gehofft hatte ich auch auf eine Empusa, die wir ebenfalls fanden.

Weder erwartet und erhofft hatte ich das, was ich ganz zu Beginn des Urlaubs fand und im 1. Augenblick für eine Eidechse hielt: Einen GECKO!

 

Motiv: Mauergecko (Tarentola mauritanica), vom 3. Oktober 2011 Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F8,0 | 1/40

 

Die Aufregung war groß, dass er nicht davon läuft und sich in einer Mauerspalte versteckt. Alles unnötig – er war ganz gelassen und wärmte sich in der Morgensonne auf einer kleinen Mauer. Offenbar gefiel es ihm da gut, denn auf unserem Rückweg saß er noch immer im gleichen Grasbüschel…

Wenn ich richtig recherchiert habe, handelt es sich dabei um einen Mauergecko (Tarentola mauritanica), die bis zu 15cm lang werden können – unserer war kleiner. Auf dem Rücken trägt er kleine Stacheln und er hat natürlich die typischen „Geckohände“.

 

Motiv: Mauergecko (Tarentola mauritanica), gut sind die "Finger" zu sehen, vom 3. Oktober 2011 Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F5,0 | 1/100

 

Den Gecko fanden wir auf dem Weg zu einer allgemeinen Touristenattraktion und die mehr als irritierten Blicke der vorbei strömenden Touristen, was denn nun an einem Grasbüschel auf der Mauer so interessant sein könnte, waren sehr amüsant – denn aus der Entfernung konnten sie den Kleinen nicht sehen.

Mit diesem Post soll meine kleine Südfrankreich-Serie vorerst zu Ende sein.

 

Motiv: Mauergecko (Tarentola mauritanica), vom 3. Oktober 2011 Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F5,6 | 1/50

 

Geschrieben am: 13. November 2011 von Magdalena in Amphibien u. Reptilien, Objektiv: Tamron 90mm. 0 Kommentare.



Donnerstag, 10. November 2011 - Die Empusa, ein Schreckgespenst?

Motiv: Haubenfangschrecke (Empusa pennata), vom 9. Oktober 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F3,5 | 1/400

 

Als Empusa wird in der griechischen Mythologie ein Schreckgespenst bezeichnet.

Ganz und gar nicht erschrocken, sondern vielmehr erfreut, hat der Fund einer Empusa pennata in Südfrankreich: Empusa pennata, die Haubenfangschrecke, ist eine äußerst bizarre Fangschrecke, die wie Ameles nicht in Deutschland vorkommt. Diese kleine Brücke führt ins Makrofotgrafen-Wunderland, zu Schnecken, Schreckgespenstern und Haubenfangschrecken:

 

Motiv: Brücke, vom 26. September 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | HDR aus 3 Aufnahmen

 

Motiv: Haubenfangschrecke (Empusa pennata), vom 9. Oktober 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F3,5 | 1/320

 

Im Herbst findet man nur noch Larven – sie sind noch nicht voll geflügelt – was zunächst erstaunen mag: Larven im Herbst? Sollten die Tiere nicht schon längst adult sein? Die Antwort: Nein. Die Haubenfangschrecke überwintert als Larve und ist schon im zeitigen Frühjahr erwachsen. Trotz ihrer Größe von ca. 5cm und ihrem ungewöhnlichen Aussehen, ist sie im Gestrüpp nicht leicht zu finden. Wie unschwer zu erkennen ist, hat sie den deutschen Namen „Haubenfangschrecke“ aufgrund ihrer „Haube“ auf dem Kopf.

 

Motiv: Haubenfangschrecke (Empusa pennata), vom 9. Oktober 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F3,2 | 1/500

 

…vielleicht kommt der gespenstige Namensgeber doch nicht von ungefähr…

 

Motiv: Der Schatten der Empusa, vom 9. Oktober 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F4,0 | 1/8000

Geschrieben am: 10. November 2011 von Magdalena in HDR, Insekten, Objektiv: Tamron 90mm, Wissenswertes. 0 Kommentare.



Sonntag, 6. November 2011 - OCKER!

Motiv: Colorado provencal, vom 6. Oktober 2011
Aufnahmedaten: Canon 5D Mark II | Tamron 17-35mm @ 24mm | F14 | 1/400

 

Bevor ich die Ockersteinbrüche besucht hatte, kannte ich Ocker immer nur als diese etwas seltsame Farbe im Wasserfarben-Malkasten.

„Ocker“ kann aber noch viel mehr sein! Dies zeigt sich eindrucksvoll in den Ockersteinbrüchen. Man steht inmitten von bunter Erde, von kleinen Bergen aus bunter Erde. Ocker reicht hier von weiß über curry mit allen Abstufungen zu orange, braun und schließlich bis hin zu dunkelrot.

 

Motiv: "Sahara" im Colorado provencal, vom 30. September 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 17-35mm @ 35mm | F16 | 1/80

 

Die Farbabstufungen folgen nicht unbedingt dieser Reihenfolge, es gibt beispielsweise auch dunkelrote Einschlüsse in fast weißem Untergrund.

 

Motiv: Ockersteinbruch von Roussillon, vom 27. September 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 17-35mm @ 17mm | F13 | HDR aus 2 Aufnahmen

 

Der bekannteste und für die europäische Ockerproduktion ehemals sehr wichtige Ockerstenbruch ist der in Roussillon. Auf kleinem Raum kann man hier Ocker in all seinen Farben kennenlernen. Roussillon ist touristisch stark aufbereitet und viel besucht. Es gibt drei vorgegebene Rundwege, wobei sich der „große“ (laut Prospekt 50min) auf jeden Fall lohnt. Wie überall in Frankreich kostet der Besuch ein wenig Eintritt.

Die rötliche Farbigkeit des Ockers wird nur durch den blauen Himmel und die grünen Kiefern (und einige andere Pflanzen) durchbrochen, die in den Wänden immer wieder Halt finden und wachsen. Dem Weg durch den Steinbruch entlang wachsen typischerweise auch Steineichen und Heidekraut.

 

Motiv: Ockerberg, vom 30. September 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 17-35mm @ 34mm | F16 | 1/125

 

Motiv:Besenheide zwischen den Ockerbergen, vom 3. Oktober 2011
Aufnahmedaten: Canon 5D Mark II | analoges Objektiv | Offenblende | 1/3200

 

Der Ort Roussillon selbst ist natürlich auch ockerfarben…

 

Motiv: Blick auf Roussillon, vom 27. September 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 17-35mm @ 17mm | F14 | Panorama aus 3 Bildern

 

Außer dem vergleichsweise „kompakten“ Roussillon gibt es noch mindestens eine weitere Möglichkeit, Ocker zu sehen: Der Colorado provencal bei Rustrel. Der Colorado provencal ist wesentlich weitläufiger als Roussillon. Auch hier gibt es 3 Wandermöglichkeiten, wobei die größte Tour laut Prospekt 3 Stunden (5,5km) dauert. Hier hat man immer wieder Aussicht auf die Ockersteinbrüche und wandert stellenweise aber auch ganz ohne Ocker durch den Wald. Der Colorado ist nicht so „ausgebaut“ wie Roussillon und so gehen manche Wege „über Stock und Stein“.

 

Motiv: Colorado provencal, vom 6. Oktober 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 70-200mm @ 200mm | F16 | HDR aus 2 Aufnahmen

 

Motiv: Steineiche am Abhang, vom 6. Oktober 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 17-35mm @ 17mm | F16 | 1/80

 

Motiv: Colorado provencal, vom 6. Oktober 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Canon 50mm | F16 | HDR aus 3 Aufnahmen

 

Der Colorado provencal ist privat und so ändern sich manche Wege immer wieder, gleichzeitig ist es hier mindestens so wichtig wie in Roussillon, die Wege nicht zu verlassen und unerlaubter Weise auf Privatbesitz („priv√©e“) zu marschieren. Die Beschilderung war im Vergleich zu letztem Jahr aber wesentlich verbessert! Der große Weg führt durch die sogenannte „D√©sert Blanc“ (Weiße Wüste) – hier ist die dominante Farbe tatsächlich weiß:

 

Motiv: "Désert Blanc" im Colorado provencal, vom 6. Oktober 2011
Aufnahmedaten: Canon 5D Mark II | Tamron 17-35mm @ 35mm | F11 | 1/200

 

Motiv: Detail der "Désert Blanc" im Colorado provencal, vom 6. Oktober 2011
Aufnahmedaten: Canon 5D Mark II | Canon 50mm | F14 | HDR aus 3 Aufnahmen

 

Motiv: Ockersteinbruch, vom 30. September 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 17-35mm @ 17mm | F16 | HDR aus 2 Aufnahmen

 

 

Es geben sich immer wieder interessante Formen, wenn zwischen oder über dem Ockergestein anderes, nicht abgebautes, nicht so schnell verwitterndes Gestein, liegt. Dann bilden sich kleine Ockertürmchen, auf denen ein Stein balanciert:

 

Motiv: Stein auf Ocker, vom 6. Oktober 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Canon 50mm | F14 | 1/25

 

Es gibt – wenn auch nur wenig – Leben im Ocker: Die oben schon genannten Kiefern, aber auch kleinere Pflanzen. Und auch einige Tiere haben wir gefunden, eine Mantis, viele Ameisenlöwen und einige Heuschrecken.

 

Motiv: Pflanze im Ocker, vom 30. September 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F16 | 1/250

 

Motiv: Heuschrecke im Ocker, vom 10. Oktober 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Canon 50mm | F1,4 | 1/640

 

 

Motiv: Heuschrecke im Ocker, vom 30. September 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F4 | 1/2000

 

Ocker wurde mit Hilfe des Schlämmverfahrens genutzt: Dazu gab es mehrere Wasserbecken, in denen sich der schwerere Sand abgesetzt hat, die Ockerpigmente blieben im Wasser und wurden schließlich getrocknet. Heute wird Ocker in erster Linie künstlich hergestellt.

Alle Rundwege im Colorado provencal führen in die eindrucksvolle „Sahara“, in der sich alle Ockerfarben finden…

 

Motiv: "Sahara" im Colorado provencal, vom 30. September 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 17-35mm @ 17mm | F16 | HDR aus 4 Aufnahmen

 

Motiv: Mond über der "Sahara" im Colorado provencal, vom 10. Oktober 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 17-35mm @ 17mm | F16 | 8sek.

 

 

 




Motiv: Fangschrecke (Ameles spec.), vom 9. Oktober 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F5,0 | 1/60

 

Ein wenig hatte ich ja gehofft, diese Fangschreckenart nun endlich einmal im Süden Frankreichs zu finden – und es hat nun tatsächlich geklappt: Ameles spec. (A. decolor?) sieht auf den ersten Blick wie eine kleine Gottesanbeterin (Mantis religiosa) aus, bleiben aber mit ca. 2-2,7cm wesentlich kleiner. Ihre Augen bzw. Kopf sind im Vergleich markanter, „dreieckiger“ und sie haben „dicke“ Fangarme. Die Weibchen haben nur Stummelflügel während die Männchen voll geflügelt sein können. Dieses Exemplar bewegte sich sehr schnell springend (!). Ameles decolor bleibt farblich im grau-braunen Bereich. Ihre Ausbreitung beschränkt sich auf das Mittelmeergebiet.

 

Motiv: Seitenansicht der Fangschrecke (Ameles spec.), vom 9. Oktober 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F5,0 | 1/80

Geschrieben am: 2. November 2011 von Magdalena in Insekten, Objektiv: Tamron 90mm. 0 Kommentare.



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