Mittwoch, 28. Dezember 2011 - Rückblick 2011

2011

 

Auch dieses Jahr möchte ich gerne wieder eine kurze Zusammenfassung des Fotojahres 2011 geben: Ein Jahr voller Ausflüge, neuer und schöner Begegnungen mit anderen Naturfotografen, für mich neuen Arten und „alten Bekannten“ und mit Blogumzug. Bei der Bildauswahl musste ich feststellen, dass ich vieles doch noch nicht hier gepostet hatte – gerade im Frühling war ich sehr viel unterwegs und da ging dann doch einiges unter. Vielleicht hole ich das nun im Winter auf.

Eine der angesprochenen Unternehmungen war die Fahrt zu den Leberblümchen – ein Traum in lila. Schlichte Frühblüher, die ich aber wahnsinnig gern habe und die es in der unmittelbaren Umgebung praktisch nicht gibt – es fehlt der Kalk.

 

Ein Traum in Lila: Lerberblümchen

 

Ganz im Gegensatz die Buschwindröschen, die jedes Jahr in Unmengen bei uns zu finden sind. Ich habe hier keine Unmengen dargestellt, sondern diese eine zwischen dem Buchenholz hat es mir angetan. Pflanzen finde eben überall eine Lebensmöglichkeit. Obwohl (oder gerade weil?) es ganz ohne besonderes Licht und Flares und Unschärfespiel auskommt, gefällt es mir sehr gut und ist es eigentlich mein erste Anemonenbild, das mir wirklich im Gedächtnis geblieben ist.

 

Dazwischen

 

Auch jedes Jahr eine neue Herausforderung für mich sind die kleinen Frühlingshungerblümchen. Und hier nun auch „endlich“ ein Foto mit Gegenlicht!

 

Frühlingshungerblümchen

 

Nicht nur die Leberblümchen waren eine Premiere, in diesem Jahr habe ich sehr sehr viele Arten kennengelernt, unter anderem einige Orchideen, die ich teilweise im Frühling gezeigt habe. Besonders gefreut hat mich ein Ausflug nach Bayern, wo wir punktgenau zur Schachblumenblüte waren. Außerdem gab es dort viele Schlüsselblümchen und auch Orchideen zu bewundern. Dieses Schachbrettblumenfoto ist und bleibt mein Favorit:

 

Schachblume

 

Auch im zoologischen Bereich lernte ich neue Arten kennen, ganz vorne die Libellen. Neu waren für mich: Spitzenfleck, Gemeine Keiljungfer, Westliche Keiljungfer, Granatauge, Falkenlibelle, Gefleckte Smaragdlibelle, Blutrote Heidelibelle, Schwarze Heidelibelle, Kleine Binsenjungfer, Gemeine Binsenjungfer, Herbst-Mosaikjungfer sowie viele bereits bekannte. Stellvertretend zeige ich hier die Gemeine Keiljungfer, über die es auch ein Artenportrait gab:

 

Gemeine Keiljungfer (Gomphus vulgatissimus)

 

Neben vielen anderen Sandbwohnern war die Dünenspringspinne ein echtes Highlight! Danke nochmals für das Treffen und Suchen der Spinne!

 

Dünenspringspinne

 

Ein weiteres Spinnenfoto ist das Folgende: Die Art vielleicht nicht so „besonders“, aber das Foto zählt zu meinen persönlich besten des Jahres 2011:

 

Gefährliche Blüte

 

Letztes Jahr waren es die Gelbbauchunken, dieses Jahr die lang ersehnte Begegnung mit einem Laubfrosch!

 

Laubfrosch

 

Beim folgenden Bild ist es wie bei der Krabbenspinne: Die Art „nur“ ein Wasserfrosch, das Foto selbst bedeutet mir dennoch viel: Der Goldfrosch.

 

Der Goldfrosch

 

Sehr schön waren auch die Tage in Südfrankreich, mit Landschaften…

 

Südfranzösische Landschaft

 

Ocker

 

Ocker

 

…dem unerwarteten Gecko….

 

Mauergecko

 

…der erhofften Empusa

 

Der Schatten der Empusa

 

….und der Schneckenlaterne.

 

Schneckenlaterne

 

Und auch dieses Bild gehört abschließend zum Jahr 2011:

 

Ohen Worte.

 

Geschrieben am: 28. Dezember 2011 von Magdalena in Jahresrückblick. 0 Kommentare.



Mittwoch, 21. Dezember 2011 - Wichtige Ergänzungen zum Insektenhotel

Ein erfahrener Insektenhotelbauer gab mir noch folgende Hinweise:

„1. Ein großer Fehler, der immer wieder gemacht wird (auch von mir zu Beginn), und der leider auch in vielen Anleitungen und Abbildungen im Internet zu sehen ist: Holzblöcke am besten NIE mit der Maserung (also ins Hirnholz/Stirnholz) bohren, also nicht dort, wo die Jahresringe zu sehen sind. Diese Löcher werden von Holzbesiedlern zwar auch besiedelt, aber viel wenige bevorzugt, als Holz, das MIT der Maserung gebohrt wurde (also da, wo vorher die Rinde war). Diese Löcher entsprechen auch den natürlich vorhandenen, wie sie von holzbewohnenden Käfern angelegt werden, und anschließend von Wildbienen etc. als „Nachmieter“ besiedelt werden.

Der Nachteil bei Holzblöcken, die ins Strinholz bebohrt wurden, ist nämlich, dass das Holz so sehr schnell rissig wird, und die Löcher aufspringen. Solche Löcher werden dann weniger besiedelt. Das größere Problem ist jedoch, dass das Holz „arbeitet“, und bei dieser Bohrrichtung dann in den Gängen dann Fasern und Risse entstehen, an denen sich entweder die adulten Tiere die Flügel beim Besiedeln verletzen können, oder die Brut gar nicht schlüpfen kann. Wie gesagt, am besten versuchen, natürliche Käferfraßgänge zu imitieren. Bester Lochdurchmesser, der von den meisten Arten besiedelt wird, ist übrigens von 3-8 mm. Löcher von nur 1-2 mm Durchmesser werden sehr gerne von Blattlaus-jagenden Wespen (v.a. Passaloecus spp.) besiedelt. Diese sind sehr eifrige Blattlausjäger im Naturgarten (jedes Weibchen füllt einen Nistgang mit bis zu 70 Blattläusen, und legt in seinem Leben bis zu 10 Nester an!), und produzieren auch mehrere Generationen im Jahr. Ich habe mittlerweile solche kleinen Nisthölzer mit Passaloecus ganzjährig im Gewächshaus, und die Wespen jagen dort auch eifrig Blattläuse ;).

2. Die Schneckenhäuser werden so in deiner Nisthilfe wohl nicht besiedelt (außer im Frühjahr von den zwei opportunistischen Mauerbienen Osmia bicornis und O. cornuta, die wirklich jede verfügbare Äffnung zumauern). Die sechs heimischen Wildbienen-Arten, die in Schneckenhäusern nisten, suchen nach einzeln liegenden Schneckenhäusern auf dem Boden, die sie auch drehen können müssen. Die Art, die die Schneckenhäuser nicht dreht/bewegt, und daher auch in deiner Nisthilfe nisten könnte (Osmia aurulenta) benötigt größere Schneckenhäuser (z.B. Weinbergschnecken). Auch die Zapfen haben wohl mehr Zierwert.
Was dagegen sehr gut besiedelt wird, sind alte, leere Eichengallen. Eine ganze Reihe von Hymenopteren hat sich darauf spezialisiert.

3. Die Ziegelsteine mit den viereckigen Löchern können zwar einigen Insekten als Winterquartier dienen, werden aber i.d.R. nicht besiedelt. Die nistenden Wildbienenweibchen und Solitärwespen suchen nach runden Löchern passender Größe.“

 

Angesichts dieser „neuen“ Informationen (Danke!) werde ich wohl bei mir vor dem Frühling nochmals ein wenig umbauen…

Außerdem finden sich viele weitere Informationen auch unter www.wildbienen.info

Geschrieben am: 21. Dezember 2011 von Magdalena in Insektenhotel. 1 Kommentar.



Samstag, 17. Dezember 2011 - Ein Insektenhotel bauen

Ein älteres, inspirierendes Insektenhotel

 

Bitte auch beachten: Wichtige Ergänzungen

 

Ein Insektenhotel bietet unterschiedlichen Insekten (in erster Linie Solitärbienen und -wespen, Hummeln) eine √úberwinterungs- bzw. Nistmöglichkeit. Oft wird es auch als Bienenhotel bezeichnet, es finden sich aber auch andere Bewohner. In Größe, Form und Ausstattung gibt es letztlich keine festen Vorgaben, unterschiedliches hat sich aber bewährt: Standard sind Äste / Baumscheiben mit unterschiedlich dick gebohrten Löchern und hohle Stängel – z.B. Bambus – in die die einzelnen Bienen / Wepsen / Hummeln krabbeln, sie für sich optimieren und ein Ei mit Nahrung ablegen.

Im Folgenden möchte ich gerne eine kurze Doku über den Bau meines Insektenhotels geben: Ich habe es im Herbst nach unterschiedlichen Vorlagen und Inspirationen gebaut und aufgehängt, besiedelt ist es daher noch nicht. Ich hoffe aber, dass sich im kommenden Frühling und Sommer die Bewohner einfinden werden! Vielleicht ist dieser Beitrag ja eine Anregung, die als oft „motivlos“ angesehene Winterzeit für solche Tätigkeiten zu nutzen!

Bei den Maßen habe ich mich an einem käuflichen Insektenhotel orientiert, das ist etwa 10cm tief. Zunächst habe ich es wie ein Regal gebaut und eine Aufhängung angebracht und natürlich unbehandeltes Holz verwendet. Es gibt aber auch sehr viel größere und auch ganz kleine, die man beispielsweise auf bzw. am Balkon installieren kann.

 

Der Rohbau des Insektenhotels

 

Die Aufhängung im Detail

 

Das noch leere Insektenhotel hat seinen Platz gefunden

 

Dann wurde es nach und nach gefüllt mit:

-      Ziegelsteine

-¬†¬†¬†¬†¬† Äste und ein Stück Holz, in die ich mit unterschiedlichem Durchmesser Löcher gebohrt habe

-¬†¬†¬†¬†¬† Bambus in unterschiedlicher Dicke und Länge

-¬†¬†¬†¬†¬† Mit angefeuchteter, lehmartiger Erde habe ich einmal einen Zwischenraum von Holz zum nächsten ‚ÄûRegalbrett‚Äú aufgefüllt und einmal die Bambusstücke mit Lehm verbunden.

-¬†¬†¬†¬†¬† Unterschiedliche Zapfen und Schneckenhäuschen, beide sind mit Hasendraht vor dem Herausfallen geschützt

-¬†¬†¬†¬†¬† Rindenstücke

-¬†¬†¬†¬†¬† Im Großen und Ganzen habe ich versucht, alles relativ dicht zu packen, damit auch nichts herausfällt. Zwischenräume finden sich für Wirbellose immer noch genug und ich glaube, zwischen den Rindenstücken hat sich auch schon der ein oder andere einquartiert, um zu überwintern.

 

Das Insektenhotel wird langsam gefüllt

 

Insgesamt war mir wichtig, unterschiedliche Möglichkeiten zu bieten und auch deshalb sind nicht alle Zweige gleich lang usw. Da darf bei mir durchaus was überstehen. Die Anregung zu Schneckenhäuschen und Zapfen habe ich irgendwo mal gesehen und fand es hübsch – und es gibt wohl tatsächlich Hautflügler, die in Schneckenhäuschen ihre Eier legen. Außerdem haben sich schon Spinnen und andere Kleintiere angesiedelt.

Ob die Hautflügler etwas von dem Lehm verwerten werden, werde ich sehen. Gerade in größeren Insektenhotels sieht man oft, dass hohle Zweige / Bambus, Äste und manchmal auch Ziegel durch Lehm verbunden werden. Ich vermute, dass die Tiefe des Lehms den grabenden Arten nicht ausreicht.

Ein Fach ist noch leer: hier soll noch ein passgenauer Holzblock mit Löchern hinein. Wenn ich mir vergleichbare Insektenhotels angesehen habe, dann waren die gebohrten Hölzer immer wesentlich stärker besucht als die ‚ÄûRöhrchen‚Äú.

Aufgehängt wurde es sonnig und regengeschützt an unserem Schuppen und vielleicht wird es im Laufe der Jahre vom Weinstock weiter umrankt und integriert.

 

Das fertige Insektenhotel am Schuppen

 

Nahansicht des fast fertigen Insektenhotels

 

Alternativen zum Selbstbau:

Wem das zu viel handwerkliche Arbeit ist, kann sich entweder im Internet auf die Suche machen (da gibt es Insektennisthilfen in allen Formen, Größen und Preisen und auch leere Insektenhotels, die man selbst füllen kann) oder kann auch auf einfachere Art Nisthilfen anbieten. Beispielsweise eine dicke Baumscheibe mit unterschiedlichem Bohrdurchmesser einbohren und aufhängen. Als Tipp im Nabu-Heft habe ich gelesen (und sogleich umgesetzt), dass Wildbienen auch gerne in Bündel von Bärenklau nisten: Einfach jetzt im Herbst / Winter den abgestorbenen Bärenklau sammeln, in ca 30cm lange Stücke schneiden, zu einem Bündel zusammen binden und aufhängen. Wenn man die ganze Pflanze verwertet, hat man die unterschiedlichsten Durchmesser dabei für unterschiedlich große Wildbienen.

Eine Ansiedlung kann auch auf dem Balkon erfolgen (selbst mitten in Paris auf dem Dach der Oper werden erfolgreich Bienen gehalten!) Mit einem Insektenhotel schafft man eine Lebensraum- und Nistmöglichkeit für Tiere, die uns im Allgemeinen nicht gefährlich werden (stechen nicht, wenn man sie nicht in Bedrängnis bringt), die oft faszinierend in ihrer Lebensweise sind (vgl. auch die Bilder von z.B. Horst Beutler) und die auch ganz praktischen Nutzen im Kampf gegen Gartenschädlinge haben.

Wichtig ist denke ich auch, dass in der Nähe Nahrungsquellen für die Tiere zu finden sind und dass die Nistmöglichkeiten möglichst sonnig sind, denn diese Tiere brauchen und suchen die Sonne.

 

Weitere Informationen u.a. hier:

Eine ganze Reihe Bilder von unterschiedlichsten Bienen- / Insektenhotels: http://www.bienenhotel.de/html/beispiele.html

Bauanleitung für ein größeres Insektenhotel http://www.werkzeug-und-heimwerken.de/bauanleitung-insektenhotel

Bauanleitung für ein Hummelhaus: http://www.hymenoptera.de/downloads/Nistkasten.pdf

 

 

Zusammenfassung des Insektenhotelbaus

Geschrieben am: 17. Dezember 2011 von Magdalena in Insekten, Insektenhotel. 0 Kommentare.



Mittwoch, 14. Dezember 2011 - …fast noch herbstlich…

Motiv: Schloss vom 25. Novbember 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Canon 50mm | F1,8 | 1/640

 

…war ein kleiner Rundgang Ende November. Das späte Sonnenlicht tauchte die Umgebung in die Farben des „goldene Herbstes“ und wärmte gleichzeitig ein wenig.

Selbst die gefürchtete Kanadische Goldrute (Solidago canandensis) wirkt in diesem Licht versöhnlich. Gefürchtet, weil sie sich als invasiver Neophyt (=eingeschleppte Pflanzenart,Goldrute etwa 1644) schnell ausbreitet, unzählige Samen (19.000! pro Pflanze!) und erfolgreich unterirdische Ausläufer, aus dem andauernd neue Sprosse emporwachsen, bildet. So werden in kürzester Zeit Flächen besiedelt und sind dann voll bedeckt mit Goldrute. Gefährlich ist dies insbesondere in Magerwiesen, auf denen beispielsweise auch Orchideen und andere seltene Pflanzen stehen. Weiteres Problem: Versucht man die Pflanze zu entfernen, kann aus jedem Wurzelstückchen wieder eine neue Pflanze austreiben… Natürliche Feinde hat sie hier keine. Immerhin dient sie im Sommer als Bienenweide, das ist aber auch das einzige positive, das mir einfällt.

 

Motiv: Kanadische Goldrute (Solidago canadensis) vom 25. Novbember 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Canon 50mm | F1,8 | 1/1250

 

Und dann blieb auch noch ein kurzes Abendrot für den Heimweg:

 

Motiv: Weinberg vom 25. Novbember 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Canon 50mm | F11 | 1/100

 

Motiv: Abendrot vom 25. Novbember 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Canon 50mm | F11 | 1/250

Geschrieben am: 14. Dezember 2011 von Magdalena in Landschaften, Objektiv: Canon 50mm, Pflanzen, Weinberg, Wissenswertes. 0 Kommentare.



Samstag, 10. Dezember 2011 - Gefährliche Schatten….

Motiv: Larve der Gottesanbeterin (Mantis religiosa) im Sonnenuntergang vom 5. September 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F3,5 | 1/1250

 

…lauern nachts überall, wie man weiß.

Tief verbogen im Gras vor einem dramatischen Sonnenuntergang wartet der Jäger regungslos auf die nichtsahnende Beute, die sich wohl gedankenlos neben einem sicheren Insekten-Tod niederließ…

 

Motiv: Larve der Gottesanbeterin (Mantis religiosa) im Sonnenuntergang vom 5. September 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F3,2 | 1/1600

 

….und es sich dann schnell nochmal anders überlegt hat….

Geschrieben am: 10. Dezember 2011 von Magdalena in Insekten, Objektiv: Tamron 90mm, Weinberg. 0 Kommentare.



Samstag, 3. Dezember 2011 - Kleine Kugeln im Laub

 

Motiv: Wanzeneier vom 16. November 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F16 | 1,3sek.0

 

Beim Gang durch das Herbstlaub fiel mir ein Buchenblatt mit einer Ansammlung kleinerer, weißer „Kugeln“ ins Auge. Jede Kugel hat einen Durchmesser von etwa 1mm!

Ich hatte gleich eine Idee, was das sein könnte…. auf jeden Fall irgendeine Form von Eiern! Auf dem Foto sah ich dann groß am Bildschirm auch, dass die Tiere bereits geschlüpft waren. Ich ließ meinen Anfangsverdacht nochmals gegenprüfen und tatsächlich: Es handelt sich um Wanzeneier!

Die genauere Eingrenzung ist schwierig, da es viele auf Bäumen lebende Wanzen gibt. Mit einiger Sicherheit lassen sie sich aber auf die Gruppe der Pentatoma, der Baumwanzen eingrenzen. Wie ich gelernt habe, könnten es Stinkwanzen sein. Beeren- und Fruchtwanzen sind es nicht, da diese bräunliche Eier haben.

Interessantes gibt es auch zum Schlupfverhalten der Baumwanzen: Die Mundwerkzeug der Wanzen sind nicht beißend und so können sie sich auf diesem Weg nicht aus dem Ei befreien. Also haben die Eier einerseits eine Sollbruchstelle, andererseits gibt es einen sogenannten Eisprenger aus Chitin (sieht wie ein kleines schwarzes Dreieck aus), der an genau dieser Sollbruchstelle ansetzt und den man bei den oberen beiden Eiern noch erahnen kann. Da der Eisprenger nach dem „Dosen öffnen“ nicht mehr benötigt wird, wird er noch mit der ersten Häutung während des Schlüpfens abgestreift. Die geschlüpfte Junglarve pumpt sich mit Luft voll und erhärtet dann an der Luft. Durch die aufgenommene Luft hat sie bis zur nächsten Häutung Platz zum Wachsen. Nach dem Schlüpfen bleiben die Wanzenlarven noch gemeinsam auf den Eiern.

 

Motiv: Wanzeneier vom 16. November 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F16 | 0,4sek.0

 

Literatur: Sauer, Friedrich: Wanzen und Zikaden nach Farbfotos erkannt, Karlsfeld 1996.

Geschrieben am: 3. Dezember 2011 von Magdalena in Farben und Formen, Insekten, Objektiv: Tamron 90mm, Wissenswertes. 0 Kommentare.



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