Mittwoch, 29. August 2012 - Kleine Springer

Motiv: Zebraspringspinne (Salticus scenicus), vom 21. August 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F4,0| 1/200

 

Zwei kleine Springspinnen konnte ich in den letzten Tagen dokumentieren.

Die Zebraspringspinne (Salticus scenicus) hat ihren Namen aufgrund ihrer Zeichnung. In Deutschland gibt es drei Arten in dieser Gattung, die alle mit einer Größe von ca. 5-7mm recht klein sind. Die Zeichnung auf dem Hinterleib ist ein wichtiges Bestimmungsmerkmal. Die Zebraspringspinne findet man ziemlich standorttreu an Fassaden und Mauern. Das von mir fotografierte Exemplar hat eine eher untypische braune Grundfarbe.

 

Motiv: Zebraspringspinne (Salticus scenicus), vom 21. August 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F6,3| 1/50

 

Motiv: Zebraspringspinne (Salticus scenicus), vom 21. August 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F6,3| 1/30

 

Die zweite Spinne Evarcha arucata ist auch nicht sehr viel größer und auch diese Gattung ist mit drei Arten in Deutschland vertreten. Die frontalen weißen Haarlinien sind ein wichtiges Bestimmungsmerkmal:

 

Motiv: Evarcha arcuata, subadultes Männchen, vom 21. August 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F6,3| 1/30

Geschrieben am: 29. August 2012 von Magdalena in Objektiv: Tamron 90mm, Spinnen und Spinnennetze, Weinberg, Wissenswertes. 0 Kommentare.



Samstag, 25. August 2012 - …ein sonniges Plätzchen

Motiv: Große Heidelibelle (Sympetrum striolatum), vom 23. August 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F4,0| 1/400

Geschrieben am: 25. August 2012 von Magdalena in Insekten, Objektiv: Tamron 90mm. 0 Kommentare.



Mittwoch, 22. August 2012 - Kleinlibellen am Baggersee

Motiv: Kleines Granatauge (Erythromma viridulum), vom 5. August 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F4,0| 1/800

 

Zwischen Kleiner Königslibelle, Großem Blaupfeil und Feuerlibelle fanden sich am Baggersee auch alle mögliche Kleinlibellen. Zu meiner Freude auch das Kleine Granatauge. Granataugen erkennt man leicht an den namensgebenden roten Augen. Grantaugen gehören zur Familie der Schlanklibellen (Coenagrionidae). Die Gattung der Granataugen (Erythromma) umfasst in Deutschland drei Arten: Das Große Granatauge (E. najas), das Kleine Granatauge (E. viridulum) und die Pokaljungfer (E. lindenii, ohne rote Augen). Granataugen findet man an größeren Seen mit Schwimmblattvegetation, auf denen sie sich niederlassen.

 

Motiv: Kleines Granatauge (Erythromma viridulum), vom 5. August 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F7,1 | 1/250

 

Unterscheidung Kleines Granatauge und Großes Granatauge:

Beim Kleinen Granatauge sind die Hinterleibssegmente 2 und 8 in der seitlichen Ansicht blau (nicht schwarz) und auf der Oberseite des 10. Segmentes findet sich eine schwarze X-förmige Zeichnung (Großes Granatauge: 10. Segment rein blau). Das Kleine Granatauge fliegt bis September, das Große nur bis etwa August. Während das Kleine Granatauge derzeit nicht gefährdet erscheint, ist das Große auf der Vorwanliste.

 

Vergleich Großes und Kleines Granatauge

 

Außerdem fanden sich Becher- und Pokaljungfer, die sich unter anderem im coenagrion-Streifen auf der Brust unterscheiden:

 

Vergleich Becher- und Pokaljungfer

 

Einzelansicht der Becherjungfer (Enallagma cyathigerum), die von den Lichtreflexionen auf dem Wasser von unten „beleuchtet“ wird.

 

Motiv: Becherjungfer (Enallagma cyathigerum), vom 5. August 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/320

 

Die Pokaljungfer¬†(Erythromma lindenii) gehört wie oben beschrieben auch in die Gattung der Granataugen, hat aber nicht die typischen roten Augen. Auch diese Art braucht eine Schwimmblattzone. Die Draufsicht zeigt die lanzettenförmige Zeichnung auf dem Hinterleib.

 

Motiv: Pokaljungfer (Erythromma lindenii), vom 5. August 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 70-200mm @ 200mm | F2,8 | 1/1250

 

Motiv: Pokaljungfer (Erythromma lindenii), vom 5. August 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/800

 

Und auch das gehört zum Leben der (Klein)libellen: Eine tote, im Wasser liegende Pokaljungfer wird von den Wasserläufern ausgesaugt. Die unterschiedliche Größe und die unterschiedlich weit entwickelten Flügeln weisen auf verschieden Entwicklungsstadien hin:

 

Motiv: Pokaljungfer (Erythromma lindenii) und Wasserläufer, vom 5. August 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F5,6 | 1/60

Geschrieben am: 22. August 2012 von Magdalena in Insekten, Objektiv: Tamron 70-200mm, Objektiv: Tamron 90mm, Wissenswertes. 0 Kommentare.



Samstag, 18. August 2012 - „Feuermelder“

 Ein Artenportrait

 

Motiv: Männchen der Feuerlibelle (Crocothemis erythraea), vom 5. August 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F7,1 | 1/100

 

Die Feuerlibelle Crocothemis erythraea ist mit ihrer knallroten Färbung eine unserer auffälligsten Libellenarten.

 

Motiv: Männchen der Feuerlibelle (Crocothemis erythraea), vom 5. August 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F7,1 | 1/500

 

Sie werden etwa 4-4,5cm groß. Die Männchen haben die namensgebende feuerrote Färbung, während die Weibchen eher orange/gelbbraun sind. Beide Geschlechter haben an den Hinterflügeln einen großen, an den Vorderflügeln einen kleinen orangeroten Basisfleck.

 

Motiv: Weibchen der Feuerlibelle (Crocothemis erythraea), vom 22. Mai 2011
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 70-200mm @ 200mm | F5,6 | 1/125

 

Im Gegensatz zu beispielsweise Heidelibellen, die zeitgleich fliegen, ist die ganze Libelle leuchtend rot, auch die Nase:

 

Motiv: Männchen der Feuerlibelle (Crocothemis erythraea), vom 5. August 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 70-200mm @ 200mm | F7,1 | 1/80

 

Feuerlibellen findet man von Juni bis August an Altwassern und flachen, sich schnell aufwärmenden Gewässern. Zur Jagd und zur √úbernachtung suchen sie ungemähte Wiesen und Hochstaudenfluren auf.

Die Feuerlibelle ist eigentlich ein typischer Vertreter der Mittelmeer-Libellen und scheint sich aufgrund der Klimaerwärmung zunehmend auszubreiten. Bereits 2011 war die Feuerlibelle Libelle des Jahres, um auf diesen Umstand und auf diese Art als Paradebeispiel für einen Gewinner der Klimaerwärmung hinzuweisen. Der BUND nahm dies zum Anlass die „Aktion Feuermelder einzuführen, die auch dieses Jahr wieder stattfindet: Dabei werden alle Sichtungen der markanten Libelle gesammelt, um die aktuelle Verbreitung dieser sich zunehmend ausbreitenden Art zu erfassen.

 

Die von mir an einem kleinen Baggersee beobachteten Feuerlibellen waren mit der Kleinen Königslibelle (Anax parthenope), dem Großen Blaupfeil (Orthetrum cancellatum), der Becherjungfer (Enallagma cyathigerum), der Pokaljungfer (Erythromma lindenii) und dem Kleinen Granatauge (Erythromma viridulum) vergesellschaft. Letztlich gingen sich die Libellenarten aus dem Weg, doch zwischen den Männchen der Feuerlibelle und des Großen Blaupfeils gab es immer wieder Revierstreitigkeiten und auch „Kämpfe“ um den beliebtesten Ansitz:

 

Motiv: Männchen der Feuerlibelle und des Großen Blaupfeils, vom 5. August 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 70-200mm @ 200mm | F4 | 1/1000

Geschrieben am: 18. August 2012 von Magdalena in Artenportrait, Insekten, Objektiv: Tamron 70-200mm, Objektiv: Tamron 90mm. 0 Kommentare.



Mittwoch, 15. August 2012 - Wasserschlauch

Motiv: Blüte vom Wasserschlauch (Utricularia australis) vom 5. August 2012 Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 70-200mm @ 200mm | F2,8 | 1/800

 

Bereits in den letzten beiden Jahren fotografierte ich diese faszinierende, frei im Baggersee schwimmende, fleischfressende Pflanze: Den Wasserschlauch, Utricularia australis. Ein Artenportrait gibt es hier.

Dieses Jahr waren es leider wenige Blüten und diese schwammen auch weit draußen, was die Fotografie erschwerte. So entstanden alle Aufnahmen bei einer Wassertiefe bis zum Hals, Stativ und 200mm. Die Fotografie im Wasser ist nie ganz ungefährlich, aber gerade wenn es tiefer wird, empfehle ich, zuerst das Stativ stabil und sicher aufzubauen und dann in einem 2. Gang die Kamera zu holen. Der unebene Untergrund, die Algen, die Reaktion auf Fische usw. führen schnell zu einem versehentlichen Ausrutschen, Abtauchen usw. Die Fotografie im Wasser wird also nicht nur dadurch erschwert, sondern jede noch so kleine Bewegung bringt Wellen mit sich, die das Motiv bewegen oder im schlimmsten Fall auf die weite Wasserfläche nach draußen treiben. Ist das Motiv so weit draußen, hat man auch kaum Möglichkeiten, die Perspektive durch einen Standortwechsel zu verbessern – man muss kreativ mit den vorgegebenen Bedingungen umgehen.

 

Motiv: Blüte vom Wasserschlauch (Utricularia australis) vom 5. August 2012 Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 70-200mm @ 200mm | F4,5 | 1/250

 

Motiv: Blüte vom Wasserschlauch (Utricularia australis) vom 18. August 2011 Aufnahmedaten: Canon 50D | 100mm | Offenblende | 1/3200

Geschrieben am: 15. August 2012 von Magdalena in Objektiv: analog, Objektiv: Tamron 70-200mm, Pflanzen. 0 Kommentare.



Samstag, 11. August 2012 - Weißer Blütentod

Motiv: Weibchen der veränderlichen Krabbenspinne / Misumena vatia, vom 30. Juli 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm| F4 | 1/160

 

Die Krabbenspinne in der Hortensie war erfolgreich. Die großen Blüten der Hortensie sind nur Scheinblüten, die Insekten zwar anlocken, aber in der Regel weder Nektar noch Pollen liefern – das gibt es an den vielen kleinen Blüten. Das Weibchen der Veränderlichen Krabbenspinne (Misumena vatia) ist weiß auf weiß in dieser großen Scheinblüte kaum zu sehen und hatte wie die Spinnen im Vorjahr großen Erfolg bei der Insektenjagd (obwohl die kleinen Blüten noch geschlossen sind, wird diese Scheinblüte auf der Suche nach Nektar offenbar immer wieder angeflogen).

 

Motiv: Weibchen der veränderlichen Krabbenspinne / Misumena vatia, vom 30. Juli 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm| F11 | 1/13

 

Motiv: Weibchen der veränderlichen Krabbenspinne / Misumena vatia, vom 30. Juli 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm| F5,6 | 1/50

 

Motiv: Weibchen der veränderlichen Krabbenspinne / Misumena vatia, vom 30. Juli 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm| F4 | 1/160

Geschrieben am: 11. August 2012 von Magdalena in Objektiv: Tamron 90mm, Spinnen und Spinnennetze. 0 Kommentare.



Mittwoch, 8. August 2012 - Todesherz

Motiv: Der weiße Tod (Weibchen der veränderlichen Krabbenspinne / Misumena vatia), vom 30. Juli 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm| F3,2 | 1/160

 

Der weiße Insektentod.

Geschrieben am: 8. August 2012 von Magdalena in Objektiv: Tamron 90mm, Schwarzweiß, Spinnen und Spinnennetze. 0 Kommentare.



Motiv: Faulbaumbläulingweibchen, vom 11. Juli 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F8 | 1/100

 

Der Faulbaumbläuling (Celestrina argiolus) ist relativ leicht zu bestimmen: Meist haben die weiblichen Bläulinge braune Flügel, doch das Weibchen des Faulbaumbläulings hat blaue Flügel und einen dunkelblauen äußeren Rand. Er ist einer der ersten Bläulinge im Jahr – ich konnte die 2. Generation bei der Eiablage an Blutweiderich fotografieren.

Motiv: Faulbaumbläulingweibchen bei der Eiablage, vom 11. Juli 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F5,6 | 1/125

 

Die Eier werden einzeln abgelegt, die Raupen fressen dann Knospen, Blüten, unreife Früchte. Neben Blutweiderich kommen für C. agriolus noch viele andere Arten als Futterpflanze in Frage. Der Faulbaumbläuling ist nicht gefährdet.

 

Motiv: Faulbaumbläuling-Ei an Blutweiderich, vom 11. Juli 2012
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F4,5 | 1/80

Geschrieben am: 4. August 2012 von Magdalena in Insekten, Objektiv: Tamron 90mm, Wissenswertes. 0 Kommentare.



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