Samstag, 28. September 2013 - Platanenblättriger Hahnenfuß

Blütenkringel

 

Den Platanenblättrigen Hahnenfuß lernte ich auf dem Feldberg kennen. Die relativ große und verzweigte Pflanze war nicht leicht zu fotografieren, außerdem erinnern Fotos von Einzelblüten stark an Buschwindröschen oder Wasserhahnenfuß…

Platanenblättriger Hahnenfuß

 

Platanenblättriger Hahnenfuß

 

Platanenblättriger Hahnenfuß

 

Fliege

 

 

Geschrieben am: 28. September 2013 von Magdalena in Feldberg, Pflanzen. 1 Kommentar.



Donnerstag, 26. September 2013 - Der Feldberg ist mit den Alpen „verwandt“

Alpenblick

 

Der Feldberg wird aufgrund des alpenähnlichen Klimas gerne als subalpine Insel bezeichnet. Während der Eiszeit wanderten die Pflanzen und Tiere aus den Alpen in die Rheinebene hinab. Mit dem Ende der Eiszeit, dem schmelzenden Eis und dem in den tieferen Lagen aufkommendem Wald zogen sich krautige Pflanzen wieder auf die Berggipfel zurück. Im Zuge dessen verbreiteten sich einige Alpenarten auch auf dem Feldberg. Dazu gehören Schweizer Löwenzahn, Alpenmilchlattich, Traunsteiners Knabenkraut, Grauer Alpendost und Alpenblattkäfer.

Grauer Alpendost

 

Alpenblattkäfer

 

Alpenmilchlattich

Die Rodung des Feldbergs und die folgende intensive Beweidung ermöglichten die starke Ausbreitung und Erhaltung verschiedener krautiger Pflanzen. Zuvor hatten Arten, die auf sonnige und nährstoffarme Lebensräume angewiesen sind, nur wenige Rückzugsgebiete wie Lawinenbahnen und Moore. Durch die Offenhaltung der Landschaft breiteten sie sich zahlreich über den Feldberg aus.

Geflecktes Knabenkraut (Dactylorhiza maculata)

 

Scheuchzers Glockenblume (Campanula scheuchzeri)

 

Weiße Höswurz (Pseudorchis albida)

 

Die Beweidung wird heute im Rahmen des Naturschutzes fortgeführt. Einerseits ist dies mit großem Aufwand verbunden und schützt in gewisser Weise eine Kulturlandschaft ‚Äì denn natürlicherweise wäre der Feldberg bewaldet. Die Schafe und Kühe fressen die jungen Bäume und unterbinden erfolgreich die erneute Bewaldung. Dieser Aufwand lohnt sich, da es kaum noch vergleichbare ungedüngte Wiesen mit dieser Blütenpracht und Bodenbrütern gibt.

Beweidung am Feldberggipfel

 

Arnika

 

 

Geschrieben am: 26. September 2013 von Magdalena in Feldberg, Landschaften, Pflanzen. 3 Kommentare.



Dienstag, 24. September 2013 - Türkenbundlilie

Türkenbundlilie

Geschrieben am: 24. September 2013 von Magdalena in Feldberg, Pflanzen. 0 Kommentare.



Samstag, 21. September 2013 - 5 Wochen NSG Feldberg

Sonnenaufgang

 

Für fünf Wochen arbeitete ich als Sommerranger im NSG Feldberg. Der Feldberg ist mit 1493m der höchste Berg des Schwarzwalds und der höchste Berg Deutschlands außerhalb der Alpen. Das Schutzgebiet Feldberg umfasst 42 km¬≤, wurde 1937 gegründet und ist somit das älteste in Baden-Württemberg. Jährlich besuchen ca. 1,5 Mio. Touristen den Feldberg, der Großteil kommt für den Wintersport.

Blick vom Herzogenhorn auf den Feldberg

 

Im Sommer wie im Winter ist die Verbindung von Tourismus und Naturschutz eine zentrale Aufgabe. Im Detail kann an dieser Stelle nicht auf alle Konflikte und Lösungen eingegangen werden. Zur Entschärfung des Konflikts wurden wichtige Skigebiete aus dem Bereich des Schutzgebiets herausgenommen, das Wegenetz wurde eingeschränkt, um die Wiesen nicht zu sehr zu durchschneiden und den Tieren ausreichend Rückzugsräume zu geben. Zur Aufklärung über die Existenz und den Sinn der Schutzgebietsregeln sind regelmäßig Ranger unterwegs.

NSG & Wintersport auf engstem Raum

 

Regelmäßig wiederkehrende Fragestellungen waren für mich vor allem: Leinenpflicht für Hunde wegen Bodenbrütern und Wild, keine Blumen pflücken oder gar ausgraben (nicht zu vergessen: „Warum dürfen die Kühe die Pflanzen fressen, der Mensch aber keine Sträuße pflücken?“), Bestimmungsfragen, zahlreiche Orientierungsfragen („wo steht mein Auto?“), wofür braucht man das Stachelsporige Brachsenkraut (seltener und – leider – unscheinbarer Unterwasserfarn im Feldsee, weswegen das Baden nicht erlaubt ist)?

Türkenbundlilie (Lilium martagon)

Der Feldberg war für mich aber auch: Ein riesiges Blumenmeer, seltene Arten, Wetterwechsel, ¬†wilde Wälder und Bäche:

Weidenröschen

 

Waldbach

 

Die Zeit als Sommerranger auf dem Feldberg mit zahlreichen ernsten und komischen Begegnungen lässt sich ganz gut so zusammenfassen: „Die Welt ist schlecht, und der Mensch ist auch schlecht. Trau keinem, geh nicht mit Fremden und so weiter. Das hatten mir meine Eltern erzählt, das hatten mir meine Lehrer erzählt, und das Fernsehen erzählte es auch. Wenn man Nachrichten kuckte: Der Mensch ist schlecht. Wenn man Spiegel TV kuckte: Der Mensch ist schlecht. Und vielleicht stimmte das ja auch, und der Mensch war zu 99 Prozent schlecht. Aber das Seltsame war, dass Tschick und ich auf unserer Reise fast ausschließlich dem einen Prozent begegneten, das nicht schlecht war.“ (Zitat aus Wolfgang Herndorf: Tschick).

Nebelbaum in Bärwurzwiese

 

Naturschutzzentrum Südschwarzwald:¬†http://www.naz-feldberg.de/

 

Geschrieben am: 21. September 2013 von Magdalena in Feldberg, Landschaften, Pflanzen, Wissenswertes. 0 Kommentare.



Dienstag, 10. September 2013 - Blog funktioniert wieder

~Simse~

 

Nachdem am-wegesrand leider für einige Zeit offline war, funktioniert nun wieder alles einwandfrei. In Kürze geht es wieder mit regelmäßigen posts mit einer Serie zum Feldberg weiter!

 

Geschrieben am: 10. September 2013 von Magdalena in Feldberg, Pflanzen. 0 Kommentare.



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