Dienstag, 29. Juli 2014 - ein bisschen Schwarzwald

"Vorsicht Elektrozaun"

 

…auf mehreren „Omma-Touren“ (eher weniger anstrengende Spaziergänge mit viel Vergnügen und ausreichend (mehr als eigentlich notwendig) Päuschen, eigentlich immer mit Kaffee & Kuchen, die Fotografie – bzw. das Ergebnis – steht nicht unbedingt im Mittelpunkt) im südlichen und mittleren Schwarzwald entstanden in den letzten Tagen einige Fotos. √úberall sind Sauerklee, dicke Moospolster, Wachtelweizen und Weidenröschen, Weidezäune, Schwarzwaldhäuschen (gut für Päuschen, Kaffee und Kuchen 😉 ) Weberknechte (und andere Tiere) zu sehen (manche bzw. viele der anderen Tiere auch nicht. Das Auerhuhn zeigte seine Anwesenheit im schönen Heidelbeerenwald nur durch eine Feder, das Rotwild durch seine Spur im Schlamm).

Dach

 

Weidenröschen

 

Wachtelweizen

 

Moosblüten*

* (bevor sich nun die Botaniker unter den Lesern über den Titel „Moosblüten“ aufregen: Nein, Moos blüht nicht. Moose gehören mit Farnen zu den niederen Pflanzen und vermehren sich über Sporen, Sporophyten, Gameten und Gametophyten – letztlich ist das auch bei den Blütenpflanzen so, nur nicht so gut zu sehen und kompliziert in einer Blüte verpackt. Die Blüten gehören einem Labkraut. Aber der Titel bot sich so schön an.)

 

Sauerklee

 

Weberknecht

Geschrieben am: 29. Juli 2014 von Magdalena in Farben und Formen, Pflanzen, Spinnen und Spinnennetze, Stadt / Zivilisation. 0 Kommentare.



Freitag, 25. Juli 2014 - Sommerliches Leuchten in der Bergwiese

Bergwiesenleuchten

Geschrieben am: 25. Juli 2014 von Magdalena in Feldberg, Pflanzen. 0 Kommentare.



Dienstag, 8. Juli 2014 - Gelbbauchunke – Lurch des Jahres 2014

Gelbbauchunke (Bombina variegata) - "Krokodil"

 

Die Gelbbauchunke (Bombina variegata) ist im Vergleich mit Fröschen und Erdkröten mit einer Körperlänge von 3,5-5,5cm ein eher kleiner Lurch mit wunderschönen herzförmigen Pupillen. Ihre Oberseite ist schlicht graubraun gefärbt und mit schwarzen Hornstacheln besetzt. Die Unterseite ist dagegen leuchtend gelb mit schwarzen Flecken gefärbt. Das Gelb (entsprechend das Rot der Rotbauchunke) ist wie beispielsweise auch beim Salamander eine Warnfarbe. Die Unken verfolgen die Taktik „erst tarnen, dann warnen“ – mit ihrer unauffälligen Oberseite sind die Tiere hervorragend in den lehmigen Gewässern getarnt, aus denen oft (erinnert mich immer an ein Krokodil) nur die Nasenlöcher und Augen herausschauen. Kommt ihnen ein Feind dann doch zu nahe und ist eine Flucht nicht mehr möglich oder erscheint nicht mehr sinnvoll, gehen sie in die sogenannte Kahnstellung: Die Unke bildet ein Hohlkreuz und zeigt dabei die giftig leuchtende Unterseite.

 

Schlammbad: Verwirbelungen beim Schwimmen

 

Sowohl Rot- als auch Gelbbauchunken sind stark gefährdet. Da die Gelbbauchunke ihren Verbreitungsschwerpunkt in Mittel- und Süddeutschland hat und auch in den Mittelgebirgen zu finden ist, trägt sie den deutschen Zweitnamen „Bergunke“ – die Rotbauchunke entsprechend ihrer nordöstlichen Verbreitung „Tieflandunke“, was wissenschaftlich nicht ganz korrekt ist. Denn die Gelbbauchunke findet sich innerhalb ihrer Verbreitung in Süddeutschland auch in den „tiefländischen“ Bereichen.

 

Gelbbauchunke (Bombina variegata) im Lebensraum

 

Gelbbauchunke zwischen Gräsern versteckt

 

Gelbbauchunken haben einen sehr schönen, leisen Ruf, der ohne Schallblasen entsteht, sondern inspiratorisch, wenn die Luft beim Einatmen durch den Kehlkopf in die Lungen strömt. Im Gegensatz dazu haben Rotbauchunken innere kehlständige Schallblasen. Trotz dieser unterschiedlichen Lauterzeugung klingen die Rufe („Unkengeläut“) erstaunlich ähnlich und sind vor allem im „Chor“ sehr schön und leicht traurig, klagend anmutend.

 

Lebensraum Steinbruch

 

Gelbbauchunken zählen zu den deutlich tagaktiven Amphibien und sind auch an Land äußerst flink – sie können sowohl gut krabbeln als auch hüpfen. Diese Fähigkeit ist für sie sehr wichtig, da sie bevorzugt Temporärgewässer besiedeln und damit auf mehrere Wanderungen im Jahr angewiesen sind: immer dann, wenn ihre Pfütze / Graben / Fahrspur (daher sind auch Steinbrüche oder Truppenübungsplätze typische Habitate) austrocknen, verlassen sie den Standort und suchen sich eine neue Pfütze. Vielleicht liegt es auch daran, dass sie keine feste Laichzeit wie z.B. Erdkröten oder Grasfrösche haben, sondern bis in den Sommer hinein immer wieder laichen können. Die Kaulquappen erreichen dabei eine erstaunliche Größe von 16mm, was angesichts der Größe einer adulten Unke doch recht viel ist.

 

Jede Pfütze wird angenommen, auch im Bagger

Geschrieben am: 8. Juli 2014 von Magdalena in Amphibien u. Reptilien, Artenportrait, Stadt / Zivilisation, Wissenswertes. 2 Kommentare.



Sonntag, 6. Juli 2014 - Avignon-Laterne

Avignon-Laterne

Geschrieben am: 6. Juli 2014 von Magdalena in Schwarzweiß, Stadt / Zivilisation. 0 Kommentare.



Freitag, 4. Juli 2014 - Ginkgo

Ginkgo

 

Gingo biloba

Dieses Baumes Blatt der von Osten
Meinem Garten anvertraut
Gibt geheimen Sinn zu kosten
Wie’s den Wissenden erbaut.

Ist es Ein lebendig Wesen,
Das sich in sich selbst getrennt?
Sind es Zwei die sich erlesen
Dass man sie als Eines kennt?

Solche Fragen zu erwidern
Fand ich wohl den rechten Sinn;
Fühlst du nicht an meinen Liedern
Dass ich Eins und doppelt bin ?

 

(Goethe, West-östlicher Divan)

Geschrieben am: 4. Juli 2014 von Magdalena in Farben und Formen, Objektiv: Tamron 90mm, Pflanzen. 0 Kommentare.



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