Dienstag, 30. September 2014 - Karwendel-Melancholie

 

Binsen-Rose

 

Obwohl uns ganz und gar nicht melancholisch war, ergaben sich doch einige Melancholie-Fotos, oder auch „Verlassenheitsbilder“, wie sie hier gerne genannt werden. Das oft etwas trübe und diesige Wetter war hierfür sogar förderlich und ermöglichte außerdem eine fast ganztägige Fotografie.

 

Wasserpflanzenzeichnung

 

Felsenwolken

 

Fieberklee im Regen

 

Falterbrücke

Geschrieben am: 30. September 2014 von Magdalena in Farben und Formen, Insekten, Pflanzen, Schwarzweiß. 0 Kommentare.



Samstag, 27. September 2014 - Wildnis Isar

Obere Isar

 

Wie kommt man zu einem Kurzurlaub an der Isar? Wir wollten spätsommerlichen naturfotografischen Kurzurlaub in erreichbarer Nähe, nicht zu anstrengend, irgendwie Blick auf die schönen Alpen und ein paar Moore und Seen wären auch schön. So unsere unkonkrete Vorstellung und die Erwägung, ins Chiemgau zu fahren. Joachim empfahl uns dann das Karwendel („am Chiemsee würde mir schnell langweilig, da gibt’s halt nix“) und v.a. die obere Isar mit den Kiesbänken. Zu einem seiner Isar-Fotos schrieb er: „Wer eine noch weitgehend naturbelassene Flusslandschaft inklusive Kanada-Feeling in Mitteleuropa sucht, ist an der oberen Isar in der Nähe von Garmisch sehr gut aufgehoben.“ Daraufhin dachte ich mir in etwa: „Jaja, Kanada-Feeling hier in Deutschland, schon klar. Und was soll ich mit den vielerorts gelobten Kiesbänken?!“

Es ist nur so – er hat Recht!

Schon das √úberfahren der Isar auf dem Weg zu unserer Ferienwohnung machte Lust, dort herumzustiefeln und vor Ort stellten wir fest: So muss ein Fluss aussehen! Ein breites Bett, immer wieder Kiesbänke, Inselchen voller Leben, Treibgut, kleine Wasserabzweigungen, die auch wieder zurückfinden, Pfützen, größere und kleinere Ströme. Auch die türkis-grün-blaue Farbe des kalkhaltigen Wassers ist nicht zu verachten.

Obere Isar

 

Und auch die Kiesbänke waren gar nicht so unspektakulär. Von April bis August sind sie gesperrt, weil der Flussregenpfeifer auf ihnen ideale Brutbedingungen findet und ungestört bleiben soll, jetzt im Herbst aber kann man nach Lust und Laune auf ihnen herumspazieren und allerhand finden. Zum Beispiel schwer zu entdeckende Kiesbankgrashüpfer (Chorthippus pullus) mit roten Hinterschenkeln oder den Zwergstrauch Silberwurz (Dryas octopetala) oder das Alpenleinkraut (Linaria alpina).

Kiesbankgrashüpfer (Chorthippus pullus) (Foto: L. Thiess)

 

Weiße Silberwurz (Dryas octopetala)

 

Alpen-Leinkraut (Linaria alpina)

 

Leider war uns das Wetter nicht ganz so wohlgesonnen und so sahen (und fotografierten) wir die Isar nur im trübsten Licht, mit tief hängenden Wolken, die leider die schönen Berge zu einem guten Teil verdeckten. Es gibt mehrere Zu- und Abflüsse der Isar, die nicht so breit und ruhig fließen, sondern als kleiner Waldbach einen Wasserfall herunterfallen. Durch die Tiefe des Wassers wirkt die blaugrüne Farbe nochmals intensiver.

Isarfall

 

3 Ahornblätter

 

Am Isarfall

Geschrieben am: 27. September 2014 von Magdalena in Insekten, Landschaften, Pflanzen. 0 Kommentare.



Mittwoch, 24. September 2014 - „Verbotener Weg“ !

Verbotener Weg

Geschrieben am: 24. September 2014 von Magdalena in Stadt / Zivilisation. 0 Kommentare.



Samstag, 20. September 2014 - Märchenbäume

buchenblätterbuche

 

Rheinische Märchenbäume mit Blättern, Licht und viel Raum.

Lichtbuche

 

Himmelsahorn

Geschrieben am: 20. September 2014 von Magdalena in Farben und Formen, Landschaften, Pflanzen. 0 Kommentare.



Mittwoch, 17. September 2014 - Der alte Burghof

Burghof

 

Mitten im Siebengebirge liegt der alte Burghof, mehr oder weniger sich selbst überlassen. Jammerschade ist der Zerfall an dem Gebäude zu beobachten, das einst aufwendig verziert wurde und viele schöne Details aufweist. Gleichzeitig geht von diesem beginnenden Zerfall, dem abbröckelnden Putz doch auch irgendwie ein gewisser Charme aus, der nicht unfotogen ist und manches mal mehr Wirkung erzielt als ein nigelnagelneues-todschickes-steriles Ding.

 

Fenstersims

 

Schattenspiel

 

Blumensäulchen

 

Schöne Laterne

Geschrieben am: 17. September 2014 von Magdalena in Schwarzweiß, Stadt / Zivilisation. 0 Kommentare.



Samstag, 13. September 2014 - im Parkhaus

Wendel

 

…an den unattraktivsten Orten, an denen man eigentlich nur schnell vorbei geht und sich nicht lange aufhalten möchte, können die erstaunlichsten und durchaus attraktive Fotos entstehen…

Blick nach oben

 

Spiralen

Geschrieben am: 13. September 2014 von Magdalena in Farben und Formen, Stadt / Zivilisation. 2 Kommentare.



Samstag, 6. September 2014 - Bienenfresser

zu dritt

 

Wer meinen Blog und meine Fotos schon länger verfolgt, der weiß: Ich fotografiere alles mögliche, nicht nur Natur – aber eigentlich keine Säuger und Vögel. Außerdem würde ich nie und nimmer in ein Tarnzelt einsteigen – stundenlang unbeweglich und schweigend fix an einer Stelle sitzen, nur eine kleine Luke, die Luft staut sich, man schläft fast ein, es ist brütend warm, es besteht immer die Gefahr, „umsonst“ da zu warten und man könnte in der Zeit so viel anderes machen! Vom gemütlichen Kaffee trinken bis hin zu einer Wanderung voll kleiner Entdeckungen und vieler Fotos von auf den ersten Blick vielleicht uninteressanten Dingen. Außerdem fehlt mir die Brennweite für Tarnzelt-Fotografie. Und überhaupt.

Keine zehn Pferde bekommen mich in ein Tarnzelt!

Tarnzelt

 

Wohl aber so bezaubernd bunte, glucksend rufende und erstaunlich zutrauliche Vögel wie Bienenfresser. Anfang Juli waren wir eher zufällig am Standort, nur um sie zu beobachten. Die Bedingungen erwiesen sich als geradezu ideal: eine kleine Kolonie mit nicht sehr scheuen Vögeln, die sich langfristig nicht an einem plötzlich dastehenden Zelt stören; es gibt Abendlicht; Ansitze sind auch schon da, nämlich letztjährige und abgestorbene Robinienäste ermöglichen eine gute Freistellung und sind teilweise fotogen gekrümmt, man muss eigentlich gar nichts machen außer warten (und das zum Glück nicht lange, denn im Tarnzelt war es unsagbar heiß, aber auch die Bienenfresser hechelten, wenn sie gerade kein Insekt im Schnabel hielten. Ich sah mich zumindest mit einem Teil meiner Vorurteile bestätigt, aber das Erlebnis, die Vögel so dicht vor der Kamera einfliegen zu sehen, war toll und entschädigte für manches).¬† Und so saß ich dann mit geliehenen 300mm und geliehenem Konverter – Danke! – im Zelt.

inmitten der Robinie

 

Bienenfresser sind faszinierende und exotisch anmutende Vögeln, mit denen man eigentlich gar nicht so nahe am Schwarzwald rechnet und die über den heimischen Weinbergen und Fichtenwäldern fast deplaziert wirken…

Flug über der Rheinebene

 

vor dem Nussbaum

 

Ganz entgegen ihrem Namen waren die erbeuteten Insekten, die wir sahen, in der Regel größer: Verschieden Schmetterlinge (Admiral, Pfauenauge, diverse Nachtfalter), Großlibellen (Große und Kleine Königslibelle, Mosaikjungfer, Quelljungfer (!)), Hornissen, Hummeln und Schlupfwespen. Möglicherweise fressen sie die kleineren gefangenen Insekten auch direkt im Flug. Teilweise blieben die Vögel lange auf einem der Äste sitzen, bevor sie entweder in die Brutröhre zum Füttern flogen oder selbst das Insekt gefressen haben.

Bienenfresser

 

Bienenfresser

 

Schön ist auch die friedliche Geselligkeit dieser Art, sodass man teilweise bis zu fünf Vögel nebeneinander sitzend beobachten konnte.

Durchflug

 

Schwierig sind Flugfotos, da die Flugbahn schwer abzuschätzen ist und dafür die Brennweite vielleicht tatsächlich noch ein Stück zu kurz war. Machbarer sind da schon Anflugfotos (Serienbildmodus und Speicherkarte statt analogem Film sei dank, ist es kein Problem, so lange zu fotografieren, wie die Vögel fliegen und bis ein akzeptables Foto dabei ist). Mittlerweile sammeln sie sich bereits für ihren Zug nach Süden…

Anflug

 

Viele weitere schöne Bienenfresser-Fotos mit mehr Vogel-Fotografie-Erfahrung gibt es auf dem Blog von Lukas.

Im Abendlicht

Geschrieben am: 6. September 2014 von Magdalena in Andere Tiere. 1 Kommentar.



Mittwoch, 3. September 2014 - Kaffeepause

Kaffeepause

Geschrieben am: 3. September 2014 von Magdalena in Schwarzweiß, Stadt / Zivilisation. 0 Kommentare.



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