Montag, 28. Dezember 2015 - Jahresrückblick 2015
Goldhähnchen

Goldhähnchen

Traditionell gibt es Ende des Jahres einen kurzen fotografischen Rückblick, der natürlich keinesfalls alles abbilden kann. Gefühlt war die Zeit für Fotografie dieses Jahr wieder knapp, vor allem zum Bloggen. Dennoch war ich beim Blick ins Archiv für diesen Post erstaunt, wie viel ich doch fotografiert habe – und dabei auch noch gute Ergebnisse entstanden. Und die Fotografie beschränkt sich keineswegs nur auf die Urläube (die irgendwie auch noch nicht den Weg auf den Blog fanden), sondern ein Großteil meiner Fotos entsteht nach wie vor „am Wegesrand“ bei Spaziergängen vor der Haustüre.

Epipactis

Epipactis

Im Vergleich zu den anderen Jahren sind meine Fotos (bzw. Motive) deutlich vogellastiger geworden. Blumen, Wirbellose – „Makros“ – dagegen werden weniger; Amphibien und Reptilien sind 2015 unterrepräsentiert.

Bienenfresser

Bienenfresser

 

Selbstverständlich fällt es mir selten ein, Vögel „klassisch“ zu fotografieren, wie es bei diesem Zilpzalp geschah,

Zilpzalp

Zilpzalp

 

sondern schwarzweiß und Vorrang der Formen und der Bildgestaltung vor deutlicher Erkennung der Arten hat sich auch hier gehalten:

Scherenschnittpieper

Scherenschnittpieper

 

Fontänoran

Fontänoran

Eine noch nie gesehen Art war der Wiedehopf, den ich besuchen durfte. Leider habe ich sein sanftes hup-hup-hup noch nicht gehört, aber das kann ja noch folgen!

Wiedehopfzuhause

Wiedehopfzuhause

 

Im Urlaub hat sich der Gänsegeier in Windeseile den Platz des Lieblingsvogels ergattert (neben Goldhähnchen, Rotkehlchen, Bienenfressern, Baumläufern, Hausrotschwanz, Grauspecht und einigen anderen 😉 )

Gänsegeierwand

Gänsegeierwand

 

Die Wand der Schlucht wird jedoch nicht nur von Gänsegeiern, Alpenkrähen, Felsenschwalben und Raben bevölkert:

Wachstum im Fels

Wachstum im Fels

 

Gott sei Dank gibt es in Südfrankreich nicht nur Gänsegeier sondern auch Türen und Briefkästen. Darunter ganz herrliche Exemplare, beispielsweise folgende:

Türgrün

Türgrün

 

Unwetterkasten

Unwetterkasten

 

Auch in Deutschland finden sich fotogene Häuser, z.B. die 13:

Haus Nr. 13

Haus Nr. 13

 

Familienforschung brachte mich in einen bezaubernd verstaubten, halb vergessenen Dachboden:

Dachboden

Dachboden

In einem anderen Urlaub gab es dann nur Seevögel zu beobachten und der Sand lud zur Farben-und-Formen-Fotografie ein, die ich ja doch schon etwas länger betreibe.

Spuren im Sand

Spuren im Sand

 

Abschließend waren wir in den letzten Wochen mehrfach bei den Tannenhähern im Schwarzwald:

Tannenhäher

Tannenhäher

Geschrieben am: 28. Dezember 2015 von Magdalena in Jahresrückblick. 1 Kommentar.



Sonntag, 28. Dezember 2014 - Jahresrückblick 2014

Blütenaussicht

 

Es war viel los dieses Jahr! Wie schon in den letzten Jahren möchte ich in diesem Post zusammenfassen, welche Fotos mir besonders am Herzen liegen, welchen mir neuen Arten ich begegnet bin und was dieses Jahr von mir schwerpunktmäßig fotografietr wurde. Bis April war ich fotografisch etwas untätig, doch dann kam die Obstblüte und ein für die Bienen ertragreicher Frühling.

Bienen

 

Im Frühling waren wir auch bei den Wilden Tulpen und bei den Faltern am Rheindamm…

Kronwickenbläuling

 

…haben nachts Salamander gesucht, manchmal gefunden und fotografiert.

Salamandernacht

 

Nebenbei entstanden Fotos, mit denen man eigentlich nichts machen kann, außer einen Text hineinzuschreiben (dieses Urteil mag zwar richtig sein, stammt nicht von mir!) und die ich dennoch sehr mag, wie meine Ameisen:

aufwärts

 

Im Sommer waren wir bei der Grünen Flussjungfer und bei den Gelbbauchunken,

Schlammbad

 

zu meinem eigenen Erstaunen habe ich bei den Bienenfressern erste Einstiege in die ornithologische Welt gewagt,

Bienenfresser

 

und selbstverständlich waren wir auf dem Feldberg.

Farnvorhang

 

Türkenbund zur blauen Stunde

 

Im Spätsommer bin ich (gegen meine Natur) zum Sonnenaufgang aufgestanden, um¬† Gebänderte Heidelibellen zu fotografieren und wir waren im Karwendel. Dort entstanden einige Landschaftsfotos, ich bin über meine erste Herbst-Drehwurz gestolpert und konnte mich ausführlich mit dem Sumpf-Herzblatt befassen:

Nebelweite

 

Y°°°

 

Außerdem gab es einen spätsommerlichen Regen-Urlaub in Ligurien, von dem ich demnächst weitere Fotos posten werde.

Italienische Straße

 

Der Herbst ist dieses Jahr sehr lange und so hat er auch noch für einen fränkischen Urlaub gereicht. Nicht nur dort habe ich meine alte Liebe für Rost, Türen, Fensterläden wieder belebt und eine neue für Treppen entdeckt,

Vorsicht Stufe

 

sondern mich auch schon in Köln an Treppenhäusern probiert:

im Schneckenhaus

 

Insgesamt habe ich sehr viel in schwarzweiß probiert, die Freuden und Tücken der Doppelbelichtungen ausgetestet, mit selbst auferlegter Brennweitenbeschränkung versucht, kreative Fotos zu machen, und nicht zuletzt gelernt, erst mit dickem Bauch Makrofotografen-Perspektiven einzunehmen, um mich kurz darauf darin zu üben, wie man mit wedelndem, begeistert nach der Kamera greifenden Kind im Tragetuch scharfe Fotos mit gewünschtem Bildausschnitt erstellt…

Frostspanner

(Frostspanner)

Geschrieben am: 28. Dezember 2014 von Magdalena in Jahresrückblick. 0 Kommentare.



Dienstag, 31. Dezember 2013 - Jahresrückblick 2013

Strichzeichnung

 

2013 war ich vergleichsweise viel unterwegs: Rügen, Feldberg, Sächsische Schweiz und von überall brachte ich Fotos mit. Wieder begegnete ich einigen für mich neuen Arten, doch auch ältere Themen wurden weiter verfolgt: An vorderster Stelle das Weinbergprojekt und natürlich war auch Fotografenhund Lucie häufig mit dabei:

Lucie

 

Weinberg nach der Löwenzahnblüte

 

Beim Rückblick auf das Fotojahr 2013 fallen mir einige eher unauffällige Fotos ein, die mit wenigen Farben und Formen auskommen, wie dieser Busch:

Busch

 

Fotografisches Neuland war für mich der Besuch bei den Gämsen – abgesehen von Haustieren hatte ich mich bisher noch nicht mit Wirbeltieren dieser Größe befasst.

Gämse

 

Die Zeit auf Rügen verbrachte ich sowohl mit „klassischen“ Ansichten des Meeres als auch mit sehr vielen Motiven, die nicht aus der Natur stammten:

Ostsee

 

Buchenwald

 

Segelboote

 

Flaschenfarben

 

Im Frühling suchte ich einige Orchideen auf:

Helmknabenkraut-Highkey

 

In mühevollen kleinen Schritten erarbeitete ich einige Details der Pflanzenwelt:

Farndetail

 

Vom Feldberg brachte ich viele Fotos mit und konnte nun auch endlich den Türkenbund und andere mir bisher nur von Fotos bekannte Arten bewundern:

Türkenbund

 

Defokussierter Farn

Nebel-Enzian

 

Tarnung

 

Simse

 

Arnika

 

In der Sächsischen Schweiz gab es neben bizarren Sandsteinfelsen und schönen Schluchten auch dieses Luftschloß:

Luftschloß

 

Zu guter Letzt landete ich wieder in der Heimat:

Gengenbach

Geschrieben am: 31. Dezember 2013 von Magdalena in Jahresrückblick. 2 Kommentare.



Samstag, 29. Dezember 2012 - Rückblick 2012

2012

Elfen & Wasserläufer, Pilze & Frühblüher, Stacks & HDRs, Städte & Burgruinen, Hunde & Katzen, Scherenschnitte & Schwarzweiß-Aufnahmen, Spinnen & Käfer, solitäre & koloniebildende Hautflügler, Schnee & Eis, Weinberg & Farne¬† und 1 Blattlaus: Der Jahresrückblick ist eigentlich viel zu klein angesichts der vielen mir wichtigen Fotos, die ich 2012 aufgenommen habe. Im Gegensatz zu 2011 (Orchideen und Libellen) gab es keine wirklichen Schwerpunkte meiner Motive, sondern ich beschäftigte mich intensiv mit den Kleinigkeiten vor der Haustüre. Außerdem dokumentierte ich Arten und Verhaltensweisen am Insektenhotel – auch dies ist ein Projekt, das 2013 weiter verfolgt werden wird. Mit dem Insektenhotel stieg insgesamt mein Interesse an Hautflüglern und ich lernte viel über diese interessante Insektengruppe.

Blaustern

 

Wie jedes Jahr begleitete ich fotografisch die Amphibienwanderung. Die Spiegelung einer Sandsteinwand ermöglichte mir Fotos mit sehr schönen „Wasserfarben“:

Erdkröte (Bufo bufo)

 

Es folgten im Mai ein Urlaub in Dresden und in der Sächsischen Schweiz:

Dresden: Elbpanorama

 

Sächsische Schweiz: Lilienstein im Sonnenuntergang

 

Unter Naturfotografen manchmal umstritten und nicht von allen geliebt ist die Schwarz-weiß-Fotografie. Sicherlich eignet sich diese Darstellung nicht für jedes Naturfoto, doch bei einigen Motiven fand ich sie durchaus angebracht und habe dieses Jahr mehrfach bewusst und gern in schwarz-weiß fotografiert – so z.B. diesen Farn…

Farn-Silhouette

 

….oder diese Eisstrukturen:

Eis: Tannenbaum im Schneegestöber

 

Nicht schwarz-weiß, aber dennoch mit wenig Farben auskommend ist diese kleine Blattlaus auf der Schwertlilie – in seinem Minimalismus einer meiner persönlichen Favoriten des Jahres:

°Y

 

Neben meinen beiden Serien „Elfen“ und „Wasserläufer“ baute ich auch die Spinnenserie aus. Von heimischen Spinnen machte ich viele kreative und dokumentarische Aufnahmen. Stellvertretend zeige ich den „Seiltänzer“, ein Männchen der Streckerspinne.

"Seiltänzer" (Streckerspinne)

 

Eine neue Technik habe ich gelernt und mehrfach anweden können: DFF (deep focus fusion), die sich nicht für extreme Abbildungsmaßstäbe, sondern auch für andere (meist Farben-und-Formen-)Fotos eignet, bei denen einen durchgängige Schärfe für die Bildwirkung entscheidend ist:

Lamellen (DFF Parasol)

 

Ein nach wie vor wichtiger Bestandteil meiner Fotografie ist die Haustierfotografie:

Luciekopf im Gegenlicht

 

Dresden war nicht die einzige 2012 von mir fotografierte Stadt – ich war auch in Würzburg, Nürnberg und Bamberg:

Bamberg

 

Dort ergab sich auch die Möglichkeit für eine weitere meiner Favoritenaufnahmen: Ein von Nebel und Sonne durchzogener Wald:

Nebelwald

 

Natürlich machte ich auch wieder Gegenlichtaufnahmen, wie diesen Farnmärchenwald, dessen Lichtstrahlen mit dem Polfilter in die richtige Position gebracht wurden:

Märchenwaldfarne

 

Viele meiner diesjährigen Fotos entstanden im Weinberg. Ein Lebensraum, der vielfältiger ist, als er mit seinen monotonen Rebzeilen im ersten Moment erscheinen mag und zu dem es bald weitere Informationen auf dem Blog geben wird.

Schnee & Herbstfärbung im Weinberg

 

Die Jahreszeiten begegneten sich nicht nur im herbstlich gefärbten und verschneiten Weinberg, sondern auch dieser Hahnenfuß wurde überraschend zur „Eisblume“:

"Eisblume"

Geschrieben am: 29. Dezember 2012 von Magdalena in Jahresrückblick. 2 Kommentare.



Mittwoch, 28. Dezember 2011 - Rückblick 2011

2011

 

Auch dieses Jahr möchte ich gerne wieder eine kurze Zusammenfassung des Fotojahres 2011 geben: Ein Jahr voller Ausflüge, neuer und schöner Begegnungen mit anderen Naturfotografen, für mich neuen Arten und „alten Bekannten“ und mit Blogumzug. Bei der Bildauswahl musste ich feststellen, dass ich vieles doch noch nicht hier gepostet hatte – gerade im Frühling war ich sehr viel unterwegs und da ging dann doch einiges unter. Vielleicht hole ich das nun im Winter auf.

Eine der angesprochenen Unternehmungen war die Fahrt zu den Leberblümchen – ein Traum in lila. Schlichte Frühblüher, die ich aber wahnsinnig gern habe und die es in der unmittelbaren Umgebung praktisch nicht gibt – es fehlt der Kalk.

 

Ein Traum in Lila: Lerberblümchen

 

Ganz im Gegensatz die Buschwindröschen, die jedes Jahr in Unmengen bei uns zu finden sind. Ich habe hier keine Unmengen dargestellt, sondern diese eine zwischen dem Buchenholz hat es mir angetan. Pflanzen finde eben überall eine Lebensmöglichkeit. Obwohl (oder gerade weil?) es ganz ohne besonderes Licht und Flares und Unschärfespiel auskommt, gefällt es mir sehr gut und ist es eigentlich mein erste Anemonenbild, das mir wirklich im Gedächtnis geblieben ist.

 

Dazwischen

 

Auch jedes Jahr eine neue Herausforderung für mich sind die kleinen Frühlingshungerblümchen. Und hier nun auch „endlich“ ein Foto mit Gegenlicht!

 

Frühlingshungerblümchen

 

Nicht nur die Leberblümchen waren eine Premiere, in diesem Jahr habe ich sehr sehr viele Arten kennengelernt, unter anderem einige Orchideen, die ich teilweise im Frühling gezeigt habe. Besonders gefreut hat mich ein Ausflug nach Bayern, wo wir punktgenau zur Schachblumenblüte waren. Außerdem gab es dort viele Schlüsselblümchen und auch Orchideen zu bewundern. Dieses Schachbrettblumenfoto ist und bleibt mein Favorit:

 

Schachblume

 

Auch im zoologischen Bereich lernte ich neue Arten kennen, ganz vorne die Libellen. Neu waren für mich: Spitzenfleck, Gemeine Keiljungfer, Westliche Keiljungfer, Granatauge, Falkenlibelle, Gefleckte Smaragdlibelle, Blutrote Heidelibelle, Schwarze Heidelibelle, Kleine Binsenjungfer, Gemeine Binsenjungfer, Herbst-Mosaikjungfer sowie viele bereits bekannte. Stellvertretend zeige ich hier die Gemeine Keiljungfer, über die es auch ein Artenportrait gab:

 

Gemeine Keiljungfer (Gomphus vulgatissimus)

 

Neben vielen anderen Sandbwohnern war die Dünenspringspinne ein echtes Highlight! Danke nochmals für das Treffen und Suchen der Spinne!

 

Dünenspringspinne

 

Ein weiteres Spinnenfoto ist das Folgende: Die Art vielleicht nicht so „besonders“, aber das Foto zählt zu meinen persönlich besten des Jahres 2011:

 

Gefährliche Blüte

 

Letztes Jahr waren es die Gelbbauchunken, dieses Jahr die lang ersehnte Begegnung mit einem Laubfrosch!

 

Laubfrosch

 

Beim folgenden Bild ist es wie bei der Krabbenspinne: Die Art „nur“ ein Wasserfrosch, das Foto selbst bedeutet mir dennoch viel: Der Goldfrosch.

 

Der Goldfrosch

 

Sehr schön waren auch die Tage in Südfrankreich, mit Landschaften…

 

Südfranzösische Landschaft

 

Ocker

 

Ocker

 

…dem unerwarteten Gecko….

 

Mauergecko

 

…der erhofften Empusa

 

Der Schatten der Empusa

 

….und der Schneckenlaterne.

 

Schneckenlaterne

 

Und auch dieses Bild gehört abschließend zum Jahr 2011:

 

Ohen Worte.

 

Geschrieben am: 28. Dezember 2011 von Magdalena in Jahresrückblick. 0 Kommentare.



Dienstag, 28. Dezember 2010 - Rückblick: Das war 2010
Heute soll es einen kleinen Rückblick auf das Fotojahr 2010 geben. Dabei sollen sowohl „rein fotografische“ Highlights gezeigt werden, als auch Bilder, bei denen für mich in erster Linie die Begegnung mit dem Motiv zählt.
¬†Jedes Jahr aufs Neue fotografiere ich ausgiebig die unscheinbaren Frühlingshungerblümchen. Die kleinen Pflanzen ziehen mich immer wieder an und so suche ich sie regelmäßig auf. Von den diesjährigen Bildern gefällt mir dieses kleine geschwungene Exemplar im Abendlicht besonders gut.
Schon früh im Jahr hatte ich eine (immer wieder) besondere Begegnung: Die Amphibienwanderung und -paarung.
Zum Einen habe ich dieses Jahr das erste Mal Erdkröten sehen und beobachten können, zum Anderen sind dabei auch viele schöne Bilder entstanden. Stellvertretend zeige ich an dieser Stelle mein persönliches Lieblingsbild, die Krötenträume.
Von dieser Pflanze habe ich sehr lange einen Standort in meiner Nähe gesucht und sie dieses Jahr zum ersten Mal in Natur gesehen. Glücklicherweise stand sie auch tatsächlich zum Zeitpunkt unseres Besuches in voller Blüte. Die Küchenschelle ist bei vielen Naturfotografen (auch bei denen, die sich sonst wenig um Blümchen kümmern) ähnlich beliebt wie Orchideen.
In einem in diesem Jahr neu entdeckten NSG fand ich zwischen den schon bekannten Hungerblümchen noch andere, kleine Blümchen. Dabei handelte es sich um Saxifraga, für die ich anfangs meine Hungerblümchen hielt. Dieses unter Naturschutz stehende Exemplar fotografierte ich im letzten Abendlicht.
Viel beschäftigte mich dieses Jahr auch der Salomonssiegel. Die noch ungeöffneten Blütenknospen geben ein grünes Farben-und-Formen-Bild.
Die Gelbbauchunke wollte ich schon lange einmal sehen. Mit der Hilfe einer Freundin hat es dieses Jahr endlich geklappt. In ihrem sumpfig-lehmig-nassen Lebensraum sind Aufnahmen sehr schwer, für mich zählte hier in erster Linie das Erlebnis, diese kleinen Amphibien einmal beobachten zu können.
Sehr eindrucksvoll war die Botanik-Exkursion in die Alpen. Aus fotografischer Sicht „unmögliche Bedingungen“, da nie ausreichend oder überhaupt Zeit fürs Fotografieren war. Dennoch war die Exkursion sehr schön und vor allem lehrreich. Viele Alpenpflanzen konnte ich zum ersten Mal sehen. Besonders beeindruckend wirkte auf mich die Anpassungsfähigkeit an das Leben im Fels, wozu auch noch ein Blogeintrag folgen soll. Exemplarisch für diese Woche sei hier das Fettkraut gezeigt.
Viele Stunden und viel Begeisterung nahm im Sommer die Fotografie im Wasser ein. Einen deutlichen Schwerpunkt bildete der reichlich blühende Wasserhahnenfuß. Die Fotografie macht einerseits viel Spaß, ist andererseits aber auch sehr schwer. Die Kamera sollte trotz tiefer Perspektive (und auch sonst) nicht nass werden und fast noch schlimmer: das Motiv bewegt sich dauernd durch das Fließgewässer. Auch bei diesen Bildern war für mich die Lichtstimmung entscheidend, was die nächsten Probleme zeigt: Entweder war die Sonne zu grell oder schon untergegangen. Dennoch sind viele Fotos gut geworden und ich erinnere mich gerne an diese etwas andere Fotografie, die ich sicherlich nächstes Jahr im Sommer wieder aufgreifen werde. Neben dem Wasserhahnenfuß habe ich später im Jahr auch noch den Wasserschlauch im Wasser fotografiert.
Da ich sowieso schon im Wasser saß, habe ich auch gleich noch die tierischen Bewohner fotografiert. Hier eines der vielen Männchen der Gebänderten Prachtlibelle, die den Wasserhahnenfuß gerne als Ansitz nahmen.
Verschieden Licht- und Schattenspielereien führten im Sommer zu Ergebnissen wie dem Scheinwerferklee oder dem Spinnenlampion. Letzterer sei hier nochmals gewürdigt.
Ein Highlight in jeder Hinsicht waren die Bienenwölfe im Sommer. Sowohl biologisch als auch fotografisch war und bin ich absolut fasziniert von ihnen. Es handelt sich um eine seltene solitäre Wespe, die Gänge in Sand gräbt und dort als Futter für ihre Nachkommen Bienen einträgt und die Gänge später wieder verschließt. Zu diesen Tieren soll noch ein Artenportrait folgen. Diese hier aus der Höhle guckende gefällt mir ganz besonders.
Dieses Jahr habe ich außerdem analoge Objektive „wieder entdeckt“. Mit einem Adapter sind sie auch an digitalen Kameras funktionstüchtig. Sie haben zwar nicht die Qualität moderner Objektive, aber mit ihren ihren sogenannten „Objektivfehlern“ entstehen manchmal sehr schöne Spielereien – vor allem im Gegenlicht.
Schon zu Beginn von 2010 habe ich mich mit der Landschaftsfotografie und der HDR-Technik ein wenig auseinander gesetzt. In einem Urlaub in der Provence konnte ich dies vertiefen. In sehr schöner Erinnerung habe ich vor allem die Ockersteinbrüche behalten.
Die Gottesanbeterinnen im Weinberg hinter dem Haus besuche ich regelmäßig und verfolge ihre Entwicklung. Dieses Jahr war kein gutes Jahr. Vermutlich durch die langen Regenperioden im Frühjahr und Sommer wurden nicht alle Tiere adult und viele erst sehr spät. Selbst im August habe ich noch kleine Larven gesehen. Eines Abends war das Licht passend für eine Serie Schattenrisse.
Natürlich habe ich auch das ganze Jahr über die Hunde fotografisch begleitet.
Geschrieben am: 28. Dezember 2010 von Magdalena in Jahresrückblick. 0 Kommentare.



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