Sonntag, 2. April 2017 - Gänseschwärme am Niederrhein

…und noch mehr winterliche Archivbestände zum Thema Vogelüberwinterung. Am Niederrhein finden sich jeden Winter zahllose Gänse, in erster Linie Bless- und Nonnengänse ein. Wir beobachteten außerdem Seeadler, Kormoran, Lachmöwen, Rostgänse, erwartbare Enten und einen Schwarm Kiebitze.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geschrieben am: 2. April 2017 von Magdalena in Landschaften, Vögel. 0 Kommentare.



Sonntag, 8. Januar 2017 - Frost

Anfang Dezember wurde es sehr kalt. Der fehlende Schnee wurde durch reichliche frostige Überzuckerung wieder wettgemacht. Eigentlich war es fast egal, wohin man fuhr: Es war überall schön. Nur die Sonne sollte noch nicht zu lange auf die entsprechenden Stellen geschienen und die fragile Pracht davongeschmolzen haben. Letzte Blumen sind genauso vereist wie knorzige Bäume. Gegen Abend verdichtete sich der Nebel, was eine ganz eigene Stimmung zwischen heller Reflexion des Reifs und Licht schluckendem Nebel ergab und auch die Fotografie einiger schöner Bäume erlaubt, bei denen sonst im Hintergrund immer zivilisatorische Elemente zu sehen sind.

 

 

 

 

 

 

 

 

Geschrieben am: 8. Januar 2017 von Magdalena in Andere Tiere, Farben und Formen, Landschaften. 1 Kommentar.



Montag, 2. Januar 2017 - Bodensee

Anfang Dezember unternahmen wir einen schönen Ausflug an den Bodensee. Es war recht frisch, aber was gibt es Schöneres, als mehr oder minder einsam in der mehr oder minder gefrorerenen Matsche zu liegen und zu fotografieren (mit Ausblick auf danach heißen Kaffee)? Das Wasser war stellenweise leicht gefroren, was die Wasserrallen aus dem Schilf lockte. Wesentlich fotogener als die komischen Rallen sind die Säger, die unabhängig von den Ententrupps herumschwimmen und einen beeindruckenden Säge-Schnabel mit sich führen.

Abseits der Enten und ohne Eis gibt es Anfang Dezember nur wenig Fotogenes. Ein bisschen Schilf und ein bisschen Auenvegetation in der kalten Dezembersonne. Die Sonne hat mittags ein hartes Licht und sinkt dann schnell und plötzlich, entsprechend früh schlafen die Enten.

 

Geschrieben am: 2. Januar 2017 von Magdalena in Landschaften, Vögel. 0 Kommentare.



Mittwoch, 28. Dezember 2016 - Obstbäume

In den zunehmend blattlosen Bäumen lassen sich Vögel wie Baumstrukturen finden.

 

 

Geschrieben am: 28. Dezember 2016 von Magdalena in Farben und Formen, Landschaften, Pflanzen, Vögel. 0 Kommentare.



Freitag, 25. November 2016 - Fotowochende auf dem Feldberg

Ende Oktober waren wir mit einem Teil der GDT-Regionalgruppe zum Fotografieren auf dem Feldberg – einen ausführlichen Bericht gibt es auf der Seite der RG13. Die Herbstfärbung setzte gerade so an. Den Bannwald Napf, der von abgestorbenen Fichten geprägt ist, kannte ich bisher nur aus dem Frühsommer, wenn das lichte Grün der jungen Pflanzen und die Blüten von Alpenmilchlattich und Alpenmilchdost in etwas merkwürdigem Kontrast zu den oft entrindeten Stämmen steht. Nicht minder schön und faszinierend war der hoch lebendige Totholzwald jetzt im Herbst in den warmen Farben des Sonnenuntergangs.

 

 

 

 

 

 

Geschrieben am: 25. November 2016 von Magdalena in Farben und Formen, Feldberg, Landschaften. 0 Kommentare.



Sonntag, 20. November 2016 - Schwarzwald-Ausflüge

 

Im September unternahmen wir mehrere Ausflüge in den Nordschwarzwald zu verschiedenen Moorseen. Die Seen ergeben fotografiert immer nur Postkartenansichten, aber die Wälder drumherum sind sehr knorzelig und hutzelig. Teilweise als Bannwald ausgeschrieben, verfallen und überwuchern sie ganz eigenständig und ohne Eingriff. Auffallend war der dieses Jahr reiche Ansatz an Vogelbeeren-Beeren, den die Tierwelt für sich zu nutzen weiß.

 

 

 

 

 

….langjährige Blogleser wissen: Ich kann weder an Treppen noch an Rost unfotografiert vorbei – und auch im Schwarzwald oben gibt es Treppen!

 

Geschrieben am: 20. November 2016 von Magdalena in Farben und Formen, Landschaften, Pflanzen. 0 Kommentare.



Sonntag, 2. Oktober 2016 - La Camargue

Wie langweilig ich die Camargue in Erinnerung hatte! Landschaftflich absolut uninteressant, da flach. Irgendwann kommt das Meer, dessen Ufer im Vergleich zum Wattenmeer oder den Kreidefelsen auf Rügen nichtssagend und austauschbar ist. Die Pferde sind überhaupt nicht wild, sondern entweder nur auf Postkarten oder dienen dem Ponyreiten gelangweilter Touristen, die sonst keine Ideen haben.

 

Und wie schwer ich irrte! Das Meer ist immer noch weitgehend austauschbar, aber an seinen Ufern stehen zahlreiche Vögel. Wie hübsch die Kuh- und Seidenreiher sind und was für ein Jammer, dass zu Hause bestenfalls Grau- und Silberreiher herumstaksen. Lachmöwen kann ich zwar auch am Rhein sehen, im schönen Sonnenaufgangsrot sind sie aber trotzdem willkommene Fotomotive. Den für die Camargue typischen Flamingo finde ich in seiner Form ja eher merkwürdig, hat man mehrere von ihnen im Bildausschnitt, bewegt sich mindestens einer unvorteilhaft und alles in allem sind es eben keine Kuhreiher 🙂 Landschaftlich ist die Camargue natürlich flach, aber keineswegs langweilig. Ich wusste gar nicht, wo ich am liebsten und am schnellsten anhalten wollte (Lukas fuhr rational denkend – und wohl auch sinnvollerweise – einfach weiter). Die Straßen und Ufer sind gesäumt von dickblättrigen, salztoleranten Pflanzen, in erster Linie wohl Queller, Salzmelde, Salz-Alant und Strandflieder. Dazwischen klammern sich windschief die Tamarisken. Als wäre das nicht schön genug, sitzen geradezu unverschämt viele Libellen darin und ganz entzückende kleine Vögelchen – der Cistensänger ist mir in lebhafter Erinnerung. Sein Gesang ist noch einfallsloser als der des Zilpzalps (der macht ja wenigstens zilp-zalp-zilp-zilp-zalp, während der Cistensänger ressourcensparend zip von sich gibt), aber er wirkt so sympathisch, wenn er plötzlich ganz still und gar nicht scheu auf den Spitzen der Vegetation auftaucht. In Folge meiner Cistensänger-Freude fotografierte ich sie, wann es nur ging – und in ornithologischer Unwissenheit habe ich dabei ganz unbeabsichtigt einen Orpheusspötter portraitiert.

Jetzt im Sommer verwandelten sich die nicht-bewachsenen Uferstellen in der Trockenheit zu rauen Erdschollen, auf denen sich kontrastierend das weiße Salz absetzte. Alles in allem bin ich mehr als versöhnt mit der Camargue und nehme meine früheren Anschuldigungen zurück – nur die Ponyreiten-Pferde bleiben mir suspekt, zumal, wenn sie im schönsten Licht durch den zu fotografierenden Vogelschwarm trampeln und kurz danach die Stechmücken erscheinen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

web_2016_08_12IMG_5590

Geschrieben am: 2. Oktober 2016 von Magdalena in Farben und Formen, Insekten, Landschaften, Pflanzen, Vögel. 0 Kommentare.



Montag, 19. September 2016 - Neuanfang

Geschrieben am: 19. September 2016 von Magdalena in Farben und Formen, Landschaften, Pflanzen. 0 Kommentare.



Dienstag, 6. September 2016 - La Crau

Der Reiseführer schreibt: „Schön ist es hier gewiss nicht, aber es wird deutlich, dass selbst ein solches Traumland wie die Provence seine Schattenseiten hat.“

La Crau ist eine viele Quadratkilometer große Ebene. Das ist freundlich ausgedrückt. Die Crau sind: Steine, Sonne, Wind. Und: Vögel, die aussehen wie Steine.

 

 

Die Crau ist das blühende Leben! Es ist irgendwie verrückt, auf den ersten Blick sieht sie tatsächlich „nicht schön“ und sehr lebensunfreundlich aus. Sie wird aber von einer Vielzahl großinsektenfressender Vögel bewohnt. Die Großinsekten leben entsprechend der Nahrungskette von kleinen Insekten. Es wimmelt vor Insekten, man kann kaum einen Schritt vor den anderen machen, und es stieben Unmengen kleiner Wirbellose davon. So in etwa muss es nach dem Einfall der Wanderheuschrecken aussehen – alles kahl, viele Insekten. Die Basis jeder Nahrungskette bilden die Pflanzen. Sie sind die einzigen Lebewesen, die sozusagen aus „nichts“, also ohne Aufnahme anderer Lebewesen, nur aus Licht, Erde und Wasser neue Biomasse produzieren können. Und das ist das seltsame – denn natürlich gibt es drei verknorzte Bäume und einige äußerst stachelige Asteraceae und den Bärtigen Hafer. Sie machen aus der „Steinwüste Crau“ die „Steppe Crau“, die immer noch wie eine Steinwüste wirkt. Es ist für mich nur schwer vorstellbar, dass dies reicht, um diese Menge an Insekten und Vögel zu ernähren, da immer nur etwa 10% der aufgenommenen Biomasse an die nächste Stufe weitergegeben wird (den Rest benötigt man für Wärme, Stoffwechsel, Wachstum, Haarausfall usw). Im Übrigen sieht die Vegetation so aus, als würde sie bereits trocken und verstaubt aus der Erde kommen und niemals grün werden oder gewesen sein. Gewiss, es gibt direkt neben der Crau den berüchtigten Libellenbach und die Felder in der Umgebung werden bewässert und sind grün. Aber die Insekten fliegen doch nicht alle dorthin, essen ein bisschen Pflanze und verteilen sich dann wieder gleichmäßig in der Steinwüste, damit die steinartigen Vögel etwas zu fressen haben, ohne ihre Tarnung aufzugeben? Oder doch?

Wie auch immer es sein mag, ich stimme dem Reiseführer nicht zu. Die Crau ist ein wunderbarer Lebensraum mit einer Schönheit, die vielleicht nicht auf den ersten Blick zu Tage tritt. Des Weiteren erschließt sich mir auch der kausale Zusammenhang zwischen einem Traumland und der Schattenseite nicht, aber das ist eigentlich auch egal. Denn „Schattenseite“ ist auch keine passende Metapher für eine vollsonnige Steppe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geschrieben am: 6. September 2016 von Magdalena in Farben und Formen, Insekten, Landschaften, Pflanzen, Vögel. 0 Kommentare.



Freitag, 26. August 2016 - Les Alpilles

 

Die Alpillen sind ein kleines Kalksteingebirge mit geringen Erhebungen bis 500m Höhe. Die kurvigen Sträßchen und die immer wieder in der Landschaft hervorblitzenden Felsbrocken und Steinuntergründe machen die Alpillen für mich zu einem der schönsten Ecken der Provence. Glücklicherweise waren wir mittendrin. Wie von einem Gärtner mühsam erarbeitet, finden sich im Kalkstein der Alpillen auf natürliche Weise durch Verkarstung größere und kleinere Löcher, die sofort besiedelt werden. Groß kann das Nährstoffangebot da nicht sein, aber Pflanzen sind hart im Nehmen. Die wenigen Wanderwege werden von abgeblühten Cistrosen, Stechwinden, Disteln, Flaum- und Kermeseichen, Kiefern und anderen – meist stupfeligen und niederen – mediterranen Pflanzen begleitet. Dazwischen springen Heuschrecken, fliegen Schmetterlinge und Libellen, warten Spinnen und Fangschrecken auf Beute. Über den Gipfeln lassen sich Blaumerle, Falken, Felsenschwalbe, Dohlen beobachten. Aufgrund der Waldbrandgefahr waren an den Parkplätzen pompiers (Feuerwehr) aufgestellt, die an besonders gefährlichen Tagen auch den Zutritt in den Wald – zurecht – verwehrten. Weitgehend ungestört spazieren konnte man am Canal des Alpes, ein Bewässerungskanal, der die „wilde“ Alpillen vom kultivierten Land trennt.

 

 

web_2016_08_05IMG_3678

 

 

 

web_2016_08_03IMG_3503

 

 

 

 

web_2016_08_05IMG_3697

 

 

web_2016_08_03IMG_3491

 

 

web_2016_08_03IMG_3507

 

web_2016_08_05IMG_3693

Geschrieben am: 26. August 2016 von Magdalena in Farben und Formen, Landschaften, Pflanzen. 0 Kommentare.



« vorherige Seite -