Mittwoch, 16. November 2016 - Wärmende Spätsommersonne

Geschrieben am: 16. November 2016 von Magdalena in Farben und Formen, Spinnen und Spinnennetze. 0 Kommentare.



Samstag, 14. März 2015 - Leben in der Trockenmauer

Mauer mit Gecko

 

Nicht weit von unserem Wohnort entfernt (genauer: nach einem Aufstieg von ca. 800 Stufen), fanden sich einige große Stücke Trockenmauer. Das wie ich finde schöne daran: Die stehen da einfach und sind nicht primär angelegt, um für verschiedene Tiere und Pflanzen einen Lebensraum zu schaffen, sondern sind eben eine Mauer. Sie stützen den Berg und ziehen sich durch das Dorf, ganz selbstverständlich. Und ebenso selbstverständlich sind sie nicht verputzt, der Anblick von Geckos und Eidechsen, Spinnen und Käfern gehört ganz normal zum Alltag dazu.

Käfer

 

Springspinne

 

Springspinne

 

Ist ein Stückchen Mauer dann doch mal ganz glatt und unwirtlich, dann finden die Tiere dort andere Wohnmöglichkeiten:

Ausguck

 

Meine bisher einzige Begegnung mit einem frei lebenden Gecko war in Südfrankreich. Dort noch ein Highlight, wurden die Geckos hier fast alltäglich. Während eines Spaziergangs etwa ein Dutzend Geckos zu sehen, war gar nicht schwer. Und wahrscheinlich liefen wir an vielen vorbei, ohne sie entdeckt zu haben. In den dicken Spalten zwischen den Mauern zogen sich die großen und dicken Exemplare zurück – ein Vielfaches in der Größe „meines“ provencalischen Geckos.

Mauergecko

 

Mauergecko

 

Man sollte ja meinen, dass Reptilien in ihrem Panzer vor Eindringlingen gut geschützt sind, doch auch sie werden von Milben befallen. Rot leuchtend fallen sie sofort auf:

Mauergecko mit Milben

 

In der Nachbarschaft der Geckos leben Mauereidechsen, in Italien eben die italienische Variante:

Eidechse

 

Zu jeder Trockenmauer gehören außerdem Schnecken und die von den Gärten oberhalb herabhängenden Pflanzen:

Schneckenhaus

 

herabhängend

 

Ihre Lebensweise inmitten des Ortes (und vermutlich auch ihre gute Tarnung, oft genug wurden andere Spaziergänger erst durch unsere Fotografie auf die Tiere aufmerksam) führt zu einer gewissen stoischen und Annäherungen gegenüber toleranten Haltung und die Geckos lassen sich seelenruhig mit dem Makro fotografieren:

Mauergecko

 

Mauergecko

 

Im Abendlicht bekommt die Mauer warme Farben und die Augen der Geckos beginnen zu leuchten:

in der Mauerspalte

Geschrieben am: 14. März 2015 von Magdalena in Amphibien u. Reptilien, Insekten, Italien, Pflanzen, Spinnen und Spinnennetze. 1 Kommentar.



Samstag, 29. November 2014 - Frostspanner

Zwei Tarntiere

 

Auf unseren Spaziergängen durch den Wald halten wir auch immer wieder Ausschau nach „Tarntieren“. Und wir wurden fündig. Im oberen Bild haben sich gleich zwei Wirbellose versteckt:

Weberknecht

 

und:

Flugunfähiges Frostspannerweibchen

 

Zunächst links oben ein Weberknecht – vielleicht besser getarnt, aber irgendwie auch bekannt. Und dann rechts unten etwas auffallender ein, ja, was denn? Ein komisches dickliches Tier. Das Weibchen eines Frostspanners (Operophtera),¬† wahrscheinlich¬†Agriopis aurantiaria /Orangegelber Frostspanner haben eine hoch interessante Biologie. Zuallererst fällt der ausgeprägte Sexualdimorphismus auf, dass also Weibchen und Männchen sehr unterschiedlich aussehen: Das Weibchen ist flugunfähig und dick, das Männchen entspricht dagegen schon eher der allgemeinen Vorstellung eines Falters:

Frostspannermännchen

 

Da das Weibchen flugunfähig ist, kann es ja die Eier nicht im ganzen Wald verteilen. Und damit nicht an Ort und Stelle lauter neue flugunfähige Weibchen und flugfähige Männchen schlüpfen, die dann ein Leben lang den immer gleichen Baum kahl fressern, müssen sich eben die Raupen fortbewegen. Frisch geschlüpft spinnen sie einen dünnen Faden und lassen sich vom Wind mitnehmen, ähnlich Spinnen. Mit Glück bleiben sie dann an einer Futterpflanze haften. Die Eier werden in Rindenritzen abgelegt. Die Raupen schlüpfen im Frühjahr, fliegen durch die Lande und fressen dann junge Blätter ihrer Wirtsbäume. Daher gilt der Frostspanner auch als Forstschädling, da er die Bäume (Ahorn, Buche, Hainbuche und andere Laubbäume) regelrecht kahlfressen kann. Zur Bekämpfung werden Leimringe ausgebracht, an denen die Weibchen kleben bleiben und dort ihre Eier ablegen und welche dann wieder entfernt werden. Die Verpuppung erfolgt im Boden und die adulten Tiere, die übrigens keine Mundwerkzeuge und somit nur eine sehr kurze Lebensdauer als Falter haben, erscheinen oft erst nach dem ersten Frost. Das erklärt, warum wir im November so viele von ihnen fanden.

Frostspannermännchen

Geschrieben am: 29. November 2014 von Magdalena in Artenportrait, Insekten, Spinnen und Spinnennetze, Wissenswertes. 0 Kommentare.



Samstag, 30. August 2014 - Blütenhimmel

Leben gibt es über….

Auf der Möhrenplattform

 

…und unter der Möhre

Blütenhimmel

 

Fangbereit

Geschrieben am: 30. August 2014 von Magdalena in Insekten, Pflanzen, Spinnen und Spinnennetze. 1 Kommentar.



Mittwoch, 20. August 2014 - Insektenjäger auf und im Wasser

Gerandete Jagdspinne

 

Die Gerandete Jagdspinne (Dolomedes fimbriatus) ist mit bis zu 22mm Körperlänge relativ groß und beeindruckend. Sie lebt v.a. in feuchten Gebieten und – wie ich finde sehr faszinierend – an, auf und in (!) Gewässern. Aufgrund ihrer starken Behaarung kann sie auf dem Wasser jagen, sie ist aber auch in der Lage zu tauchen, um zu jagen oder sich bei Gefahr zu verstecken. Bekannt sind hier die Fotos von Spinnen mit kleinen Fischen als Beute.

Der harmloser aussehende Wasserschlauch (Utricularia) macht ebenfalls unter Wasser Jagd auf Kleinstinsekten, die sich in die Saugfallen verirren. Die Fallen schnappen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1/10.000sek zu und ist damit die schnellste Bewegung im Pflanzenreich.

Wasserschlauchblüten

Geschrieben am: 20. August 2014 von Magdalena in Pflanzen, Spinnen und Spinnennetze, Wissenswertes. 0 Kommentare.



Dienstag, 29. Juli 2014 - ein bisschen Schwarzwald

"Vorsicht Elektrozaun"

 

…auf mehreren „Omma-Touren“ (eher weniger anstrengende Spaziergänge mit viel Vergnügen und ausreichend (mehr als eigentlich notwendig) Päuschen, eigentlich immer mit Kaffee & Kuchen, die Fotografie – bzw. das Ergebnis – steht nicht unbedingt im Mittelpunkt) im südlichen und mittleren Schwarzwald entstanden in den letzten Tagen einige Fotos. √úberall sind Sauerklee, dicke Moospolster, Wachtelweizen und Weidenröschen, Weidezäune, Schwarzwaldhäuschen (gut für Päuschen, Kaffee und Kuchen 😉 ) Weberknechte (und andere Tiere) zu sehen (manche bzw. viele der anderen Tiere auch nicht. Das Auerhuhn zeigte seine Anwesenheit im schönen Heidelbeerenwald nur durch eine Feder, das Rotwild durch seine Spur im Schlamm).

Dach

 

Weidenröschen

 

Wachtelweizen

 

Moosblüten*

* (bevor sich nun die Botaniker unter den Lesern über den Titel „Moosblüten“ aufregen: Nein, Moos blüht nicht. Moose gehören mit Farnen zu den niederen Pflanzen und vermehren sich über Sporen, Sporophyten, Gameten und Gametophyten – letztlich ist das auch bei den Blütenpflanzen so, nur nicht so gut zu sehen und kompliziert in einer Blüte verpackt. Die Blüten gehören einem Labkraut. Aber der Titel bot sich so schön an.)

 

Sauerklee

 

Weberknecht

Geschrieben am: 29. Juli 2014 von Magdalena in Farben und Formen, Pflanzen, Spinnen und Spinnennetze, Stadt / Zivilisation. 0 Kommentare.



Mittwoch, 25. Juni 2014 - Scheinwerfer!

Scheinwerfer! (Marpissa mucosa, Weibchen)

Geschrieben am: 25. Juni 2014 von Magdalena in Spinnen und Spinnennetze. 0 Kommentare.



Sonntag, 1. Juni 2014 - Evarcha arcuata

Augen-Blicke (Evarca arcuata, Weibchen)

 

…und nun auch noch in Farbe. Die Fotografie von Springspinnen ist immer wieder toll – wer kann sich schon den wunderschönen Scheinwerferaugen und den abstehenden Haaren entziehen? Und Springspinnen sind so unglaublich aufmerksam und ich habe immer das Gefühl, dass sie ihre Umgebung ganz genau beobachten und auf sie reagieren. Außerdem erscheint es, als würden sie geradezu „lässig“ aus dem Stand das mehrfache ihrer Körpergröße springen können. Die oft geringe Größe und der Bewegungsdrang macht es dann auch dem Fotografen nicht immer leicht, doch die Freude bei der Beobachtung überwiegt eindeutig!

 

Evarca arcuata, Weibchen

Geschrieben am: 1. Juni 2014 von Magdalena in Objektiv: Tamron 180mm, Spinnen und Spinnennetze. 0 Kommentare.



Mittwoch, 28. Mai 2014 - Springen?

Springen? (Evarcha arcuata, Weibchen)

Geschrieben am: 28. Mai 2014 von Magdalena in Schwarzweiß, Spinnen und Spinnennetze. 0 Kommentare.



Mittwoch, 30. April 2014 - Blütenschatten

Blütenschatten (Veränderliche Krabbenspinne - Misumena vatia)

Geschrieben am: 30. April 2014 von Magdalena in Spinnen und Spinnennetze. 0 Kommentare.



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