Sonntag, 1. Juni 2014 - Evarcha arcuata

Augen-Blicke (Evarca arcuata, Weibchen)

 

…und nun auch noch in Farbe. Die Fotografie von Springspinnen ist immer wieder toll – wer kann sich schon den wunderschönen Scheinwerferaugen und den abstehenden Haaren entziehen? Und Springspinnen sind so unglaublich aufmerksam und ich habe immer das Gefühl, dass sie ihre Umgebung ganz genau beobachten und auf sie reagieren. Außerdem erscheint es, als würden sie geradezu „lässig“ aus dem Stand das mehrfache ihrer Körpergröße springen können. Die oft geringe Größe und der Bewegungsdrang macht es dann auch dem Fotografen nicht immer leicht, doch die Freude bei der Beobachtung überwiegt eindeutig!

 

Evarca arcuata, Weibchen

Geschrieben am: 1. Juni 2014 von Magdalena in Objektiv: Tamron 180mm, Spinnen und Spinnennetze. 0 Kommentare.



Sonntag, 13. April 2014 - „Auf der Mauer, auf der Lauer….

….sitzt ’ne kleine Wanze“

Rote Mordwanze (Rhynocoris annulatus)

 

Sooo klein ist sie aber gar nicht, handelt es sich doch um eine stattliche Rote Mordwanze (Rhynocoris annulatus).

Geschrieben am: 13. April 2014 von Magdalena in Insekten, Objektiv: Tamron 180mm. 0 Kommentare.



Ein Artenportrait

Motiv: Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens), Weibchen bei der Eiablage vom 11. Juli 2010
Aufnahmedaten: Canon 400D | Tamron 180mm | F5 | 1/320

 

An (kleinen) Bächen sind Prachtlibellen zu finden, die mit einer Spannweite von 6-7cm und einer Körperlänge von 5cm Deutschlands größten Kleinlibellen darstellen. Ein weiteres Unterschiedungsmerkmal zu anderen Kleinlibellen sind die gefärbten Flügel. Prachtlibellen fliegen etwa ab Mai bis in den August hinein.In Deutschland gibt es in erster Linie die gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens) und die blauflügelige Prachtlibelle (C. virgo). Bei beiden Arten haben die Männchen auffallend blaumetallische Körper.C. virgo unterscheidet sich unter anderem dadurch, dass die Flügel des Männchens vollständig dunkelblau sind, während sie es bei C. splendens nur teilweise sind. Außerdem sind die letzten Hinterleibssegmente bei den C. virgo-Männchen rot und bei den C. splendens weiß gefärbt.Die Weibchen der blauflügeligen Prachtlibelle sind kurpfer-/bronzefarben gefärbt, während die der gebänderten eher grünlich gefärbt sind.

Motiv: Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens), Weibchen bei der Eiablage vom 11. Juli 2010
Aufnahmedaten: Canon 400D | Tamron 180mm | F5 | 1/320

 

In dieser Serie sieht man, wie das Männchen sich putzt, indem es den Hinterleib an den Flügeln scheuert. Dieses Verhalten kann man immer wieder bei Kleinlibellen beobachten.

Motiv: Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens), Männchen, beim Putzen vom 27. Juli 2011

 

¬†Revierkämpfe, Paarungsverhalten und Eiablage:

Nach meinen Beobachtungen gibt es am Wasser wesentlich mehr Männchen als Weibchen. Taucht mal eines auf, dann fliegen mehrere Männchen hinterher.Ist kein Weibchen in Sicht, liefern sich die Männchen ununterbrochen Revierkämpfe. Dabei behält wohl im Allgemeinen ein Männchen einen Tag lang das von ihm besetzte Revier.

Motiv: Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens), Männchen bei Revierkämpfen, vom 4. Juli 2010
Aufnahmedaten: Canon 400D | Tamron 70-200mm @ 200mm | F4,5 | 1/250

Unter anderem kämpfen sie auch um den ‚Äúschönsten‚Äù, den höchsten und optimalsten Ansitz zur √úberwachung des Reviers.
Prachtlibellen leben an sauberen Fließgewässern. Während C. splendens auch an größeren, langsam fließenden Gewässern (z.B. Gräben) anzutreffen ist, findet man C. virgo praktisch nur an kleinen und schnell fließenden Gewässern. Insgesamt häufiger zu treffen ist die gebänderte Prachtlibelle.

Motiv: Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens), Männchen, vom 11. Juli 2010
Aufnahmedaten: Canon 400D | Tamron 180mm | F3,5 | 1/640

 

Die Weibchen trifft man eigentlich nur zur Eiablage am Gewässer an.Vor der Paarung gibt es einen Balzflug des Männchens. Dabei zeigt es seine weiße Abdomenspitze. Zeigt das Weibchen keine abwehrenden Reaktionen, kommt es zur Paarung. Während der Zeit der Paarung kann ein anderes Männchen zumindest kurzzeitig das Revier neu besetzen.Ist die Paarung vollendet, legt das Weibchen die Eier an einem vom Männchen gezeigten Platz ab. Im Unterschied zu vielen anderen Kleinlibellen legt das Weibchen die Eier alleine ab (oft bleibt das Paar noch während der Eiablage verbunden). Im Allgemeinen bewacht aber das Männchen im Flug das Weibchen bei der Eiablage.Die Eier werden in Pflanzen an der Wasseoberfläche gestochen, teilweise taucht das Weibchen bei der Eiablage auch aufgrund der Strömung und Wasserbewegung unter. Sie müssen dann ausreichend Kraft haben, um auch mit nassen Flügeln wieder starten zu können.

Motiv: Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens), Weibchen bei der Eiablage, vom 11. Juli 2010
Aufnahmedaten: Canon 400D | Tamron 180mm | F4,5 | 1/320

Motiv: Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens), Männchen bewacht das Weibchen bei der Eiablage, vom 11. Juli 2010
Aufnahmedaten: Canon 400D | Tamron 70-200mm @ 200mm | F3,5 | 1/1000

Dennoch gelingt es ‚Äúdreisten‚Äù Männchen immer wieder, sich mit den schon ablegenden Weibchen neu zu verpaaren. Vorher werden noch schnell die Spermien des Vorgängermännchens ausgeräumt ‚Äì man möchte ja seine eigenen Gene weitergeben!Nach meinen Beobachtungen zeigten sich die Weibchen waren meist wenig kooperativ, mitten in der Eiablage gestört zu werden, hatten aber auch keine Wahl.Der Prozess dauert nur wenige Minuten (wenn überhaupt), dann fliegt das ‚Äúneue‚Äù Paarungsrad davon ‚Äì damit nicht ein weiteres Männchen stört.

 

Motiv: Gebänderte Prachtlibelle (Cnalopteryx splendes), Männchen verpaart sich neu mit einem Weibchen während der Eiablage, vom 4. Juli 2010
Aufnahmedaten: Canon 400D | Tamron 70-200mm @ 200mm | F3,5 | 1/400

 

Das "neue" Paarungsrad bildet sich, vom 4. Juli 2010
Aufnahmedaten: Canon 400D | Tamron 70-200mm @ 200mm | F3,5 | 1/1250

 

Motiv: Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens), das "neue" Paarungsrad fliegt davon, im Vordergrund patroullierendes Männchen, vom 4. Juli 2010
Aufnahmedaten: Canon 400D | Tamron 70-200mm @ 200mm | F3,5 | 1/1250

Sowohl C. virgo als auch C. splendens stehen unter Schutz. Allerdings ist die blauflügelige Prachtlibelle wesentlich seltener (durch Verschmutzung der Gewässer) und steht daher bereits auf der RL3.

Motiv: Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens), Männchen im Anflug auf Wasserhahnenfuß, vom 4. Juli 2010
Aufnahmedaten: Canon 400D | Tamron 70-200mm @ 200mm | F4,5 | 1/800


Literatur:

Bellmann, Heiko: Der neue Kosmos-Insektenführer, Stuttgart 1999, S. 42.

Sternberg, Buchwald (Hrsgb): Die Libellen Baden-Württembergs, Band 1, Stuttgart 1999, S, 187ff.

Weitere Informationen auch auf Libellenwissen.

Geschrieben am: 6. September 2011 von Magdalena in Artenportrait, Insekten, Objektiv: Tamron 180mm, Objektiv: Tamron 70-200mm. 1 Kommentar.



Sonntag, 19. Juni 2011 - Zwei Unscheinbare
Motiv: Großes Zweiblatt  (Neottia ovata) vom 21. Mai 2011, Einzelblüte
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F4,0 | 1/10
Mit Orchideen werden meist prachtvolle Blüten assoziiert – diese Familie weist aber auch noch ganz andere Pflanzen auf. Der bereits vorgestellten recht „untypischen“, sogar parsitisch lebenden, Vogelnestwurz folgen heute zwei weitere unscheinbare Orchideen:
Das große Zweiblatt (Neottia ovata, früher Listera ovata)
Motiv: Großes Zweiblatt  (Neottia ovata) vom 21. Mai 2011
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 90mm | F5,0 | 1/8
und der Ohnsporn (Orchis anthropophora). 
Motiv: Ohnsporn  (Orchis anthropophora) vom 14. Mai 2011
Aufnahmedaten: Canon5DII | Tamron 90mm | F5,0 | 1/40
Letzterer hat aufgrund seiner Blütenform auch den Beinamen „Hängender Mensch“. Bei manchen Exemplaren des Ohnsporns ist die Rotfärbung intensiver als bei den hier gezeigten Pflanzen. Ohnsporn ist relativ selten und seine Verbreitung konzentriert sich auf den Westen und Südwesten Deutschlands, dringt aber nach Norden vor. Ich habe nur wenige Pflanzen, die auf offenbar eine Stelle konzentriert waren, gefunden.
Motiv: Ohnsporn  (Orchis anthropophora) vom 18. Mai 2011, 3 Pflanzen
Aufnahmedaten: Canon50D | Tamron 70-200mm @ 145mm | F2,8 | 1/400
Beide Arten wachsen sehr schlank nach oben und tragen viele kleine (unscheinbare) Blüten. 
Motiv: Ohnsporn  (Orchis anthropophora) vom 14. Mai 2011
Aufnahmedaten: Canon5DII | Tamron 90mm | F3,1 | 1/160
Motiv: Großes Zweiblatt  (Neottia ovata) vom 22. Mai 2009, Blütenstand
Aufnahmedaten: Canon40D | Tamron 180mm | F5,6 | 1/80
Das Große Zweiblatt trägt seinen Namen nicht umsonst – es hat nur zwei (große, bis 14cm) eiförmige, gegenständige Blätter. Die Pflanzen blühen Mai bis Juni und sind praktisch in ganz Deutschland vertreten, da sie sehr tolerant ist. 
Außerdem gibt es auch das Kleine Zweiblatt.
Motiv: Großes Zweiblatt  (Neottia ovata) vom 13. Juni 2009, Gesamtpflanze mit den beiden namensgebenden großen Blättern unten
Aufnahmedaten: Canon40D



Ein Artenportrait

Motiv: Gemeine Weidenjungfer (Lestes viridis), Männchen, vom 12. September 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F4 | 1/60
Allgemeines: 
Teichjungfern (Lestidae) tauchen im Vergleich zu anderen Libellen erst vergleichsweise spät an den Gewässern auf. So fliegt die Gemeine Weidenjungfer (Lestes viridis) erst ab Juli – dafür aber bis in den Oktober. In Deutschland leben 7 Teichjungfernarten. Charaktierstisch für die ganze Familie sind metallisch oder kupferfarbige Partien des Körpers. 
Merkmale:
Die Gemeine Weidenjungfer hat eine Spannweite von etwa 5-5,5cm und ist etwa 4,5cm lang. Damit ist sie die Größte der Lestidae. Diese Art hat keinerlei Bereifung und die dunklen Körperteile sind kupferfarben/metallisch.

kupferfarbene Zeichnung des Thorax‘

Eindeutiges Unterscheidungsmerkmal zu den anderen Arten ist das einfarbig hellbraune Flügelmal.

 Einfarbig braunes Flügelmal

Die Hinterleibsenden des Männchens sind zangenförmig und kann damit bei der Paarung das Weibchen am Hinterkopf packen. Die unteren („inneren“) Hinterleibsanhänge sind im Unterschied zu anderen Lestidae kurz, spitz und gerade.

Hinterleibsanhänge des Männchen

Lebensweise:
Die Gemeine Weidenjungfer ist sehr häufig und auch an künstlich angelegten Gewässern anzutreffen. 
Im Unterschied zu den meisten anderen Libellen legt diese Art ihre Eier nicht an Wasserpflanzen ab, sondern an Ästen, die über die Wasseroberfläche ragen (bevorzugt Weiden). Die Libellen bohren ihre Eier unter die Rinde, die Äste scheinen davon keinen Schaden zu nehmen. Dort überwintern die Eier und im Frühjahr lassen sich die Larven ins Wasser fallen. Hierbei handelt es sich zunächst nur um eine sogenannte Prolarve, die weder Beine noch Mundwerkzeuge hat. Die Prolarve häutet sich an der Wasseroberfläche ein erstes Mal, um dann als Larve mit Beinen usw. ins Wasser abzutauchen. 
Bereits einige Monate später schlüpft die Libelle.

Motiv: Tandem der Gemeinen Weidenjungfer (Lestes viridis) vom 21. August2008
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 180mm | F5,6 | 1/250
Diese Art ist zwar in Deutschland nicht gefährdet, aber wie alle anderen Libellen nach der Bundesartenschutzverordnung geschützt.

Motiv: Gemeine Weidenjungfer (Lestes viridis), Männchen, vom 12. September 2010
Aufnahmedaten: Canon 50D | Tamron 90mm | F4 | 1/80



Literatur:
Bellmann, Heiko: Der neue Kosmos-Insektenführer, Stuttgart 1999, S. 44
Sternberg, Buchwald (Hrsgb): Die Libellen Baden-Württembergs, Band 1, Stuttgart 1999, S, 379ff.  .

Geschrieben am: 23. Januar 2011 von Magdalena in Artenportrait, Insekten, Objektiv: Tamron 180mm, Objektiv: Tamron 90mm. 0 Kommentare.



Montag, 18. Oktober 2010 - Herbstfärbung
Motiv: Bunte Buchenblätter vom 1. November 2008
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/200
Bald setzt in den Wäldern wieder die Herbstfärbung ein.
Beerchen und Pilze, die ersten bunten Blätter, kündigen den Herbst schon an.
Motiv: Rotes Blatt vom 5. November 2009
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/80
Grund genug, mal einen Blick ins Archiv und in die letztjährigen Herbstblätterbilder zu werfen!
Motiv: Goldenes Buchenblatt vom 24. Oktober 2009
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 180mm | F3,5 | 1/250
Warum werden eigentlich im Herbst die Blätter bunt?
In einem Blatt sind verschiedene Farbstoffe enthalten. Beispielsweise viele Carotionoide (gelbe und rote Farbstoffe) und Chlorophyll. Das grüne Chlorophyll überlagert das Jahr über die anderen Farbstoffe. Da es für den Baum lebensnotwendig und energieaufwändig in seiner Herstellung ist, wird es im Herbst von den Blättern herausgeholt und im Stamm gelagert, damit es durch den Blattabwurf nicht verloren geht. 
Motiv: Bunte Buchenblätter vom 24. Oktober 2009
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 180mm | F3,5 | 1/4000
Der Baum wirft seine Blätter auch deshalb ab, weil im Winter das viele Wasser in den Zellen gefrieren würde und dann die Blätter dadurch absterben würden. Vor dem Blattabwurf bildet sich ein Trenngewebe zwischen Ast und Blatt, so dass keine „Wunde“ entsteht. 
Motiv: Detail eines Blattes vom 1. November 2009
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 90mm | F16 | 0,4sec
Außerdem verlieren Pflanzen über ihre Blätter Wasser. Da im Boden das Wasser gefroren ist, kann im Winter nur schwer neues Wasser aufgenommen werden und die Pflanze wäre der Gefahr des „Verdurstens“ ausgesetzt, wenn die Blätter noch am Baum wären und das Wasser abgäben. Im Gegensatz zu Laubblättern haben Nadelblätter einen besseren Verdunstungsschutz, z.B. durch die dicke Wachsschicht.
Motiv: Bunte Buchenblätter vom 29. Oktober 2009
Aufnahmedaten: Canon 40D | Tamron 90mm | F2,8 | 1/80
Geschrieben am: 18. Oktober 2010 von Magdalena in Farben und Formen, Objektiv: Tamron 180mm, Objektiv: Tamron 90mm, Pflanzen, Wissenswertes. 0 Kommentare.



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