Donnerstag, 6. April 2017 - Entenschwärme am Rhein

 

Das Staubecken bei Plobsheim ist deutlich näher als Bodensee oder gar Niederrhein und ebenfalls ein Überwinterungsort für Wasservögel, wenn auch nicht ganz so stark frequentiert. Die Schwärme sind im Vergleich deutlich kleiner und weniger beeindruckend, es fahren Boote, Schiffe und Surfer umher (die die Vögel aufscheuchen) und doch wird immer wieder eine Seltenheit entdeckt – und sei es erst zu Hause in großer Ansicht der Fotos.

 

 

 

Geschrieben am: 6. April 2017 von Magdalena in Vögel. 0 Kommentare.



Sonntag, 2. April 2017 - Gänseschwärme am Niederrhein

…und noch mehr winterliche Archivbestände zum Thema Vogelüberwinterung. Am Niederrhein finden sich jeden Winter zahllose Gänse, in erster Linie Bless- und Nonnengänse ein. Wir beobachteten außerdem Seeadler, Kormoran, Lachmöwen, Rostgänse, erwartbare Enten und einen Schwarm Kiebitze.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geschrieben am: 2. April 2017 von Magdalena in Landschaften, Vögel. 0 Kommentare.



Donnerstag, 30. März 2017 - Finkenschwärme 2

Die Finkenschwärme, die wir im November schon auf abgeernteten Sonnenblumenfeldern beobachteten, fanden wir bei Schnee und Eis auf einem vergleichbaren Feld wieder. Die Schwärme schienen sogar noch größer. Es war immer wieder verblüffend, wie die vielen hundert Finken in dem Feld einfach verschwanden und regelrecht unsichtbar waren, bis sie wieder alle aufflogen. An diesem Feld zeigten sich nur selten einzelne Vögel auf den Pflanzen – sei es, weil mehr Greifvögel unterwegs waren oder weil vielleicht die hohen Sonnenblumen schon abgeerntet waren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Geschrieben am: 30. März 2017 von Magdalena in Vögel. 1 Kommentar.



Sonntag, 26. März 2017 - Winter am Bodensee

…ich habe noch mehr Winterliches aus diesem Jahr im Archiv. Der Bodensee ist ein wichtiges Überwinterungsgebiet für viele Wasservögel. Am liebsten sind wir dann dort, wenn alle anderen zu Hause bleiben: wenn es schneit, nieselt, die Sicht trüb ist, das Wasser mit dem Himmel zu verschmelzen scheint, die Vögel ruhig auf dem Wasser sind und ungestört gedämpft ihre Geräusche machen – und vor allem: wenn keine anderen Ornithologen, Fotografen, Spaziergänger und sonstige Leute auftauchen, auf dem Steg wackeln und kluge Fragen stellen. Wenn eine Gruppe von sieben Ornithologen und Fotografen mit über sieben Stativen in diesem Wetter allerdings am Ufer stehen, hat das als Folge, dass man mit dem Smartphone aus dem Fenster heraus fotografiert wird…

 

unvollständige Tagesliste: Wasserralle, Bless- und Teichhuhn, Löffel-, Tafel-, Stock-, Reiher-, Berg-, Krick-, Spieß-, Samt- und Eisente, Rostgans, Höckerschwan, Großer Brachvogel, Bekassine, Eisvogel, Kormoran, Zwerg- und Gänsesäger,  Hauben-, Zwerg- und Schwarzhalstaucher, Lach-, Mittelmeer- und Sturmmöwe, Schwarzspecht, Sperber

 

 

 

 

 

 

 

Wir hatten sogar das Glück, einige Bartmeisen beobachten zu dürfen. Ganz wunderbare und sehr empfindliche Tiere.

 

 

Geschrieben am: 26. März 2017 von Magdalena in Vögel. Kommentare deaktiviert für Winter am Bodensee.



Sonntag, 12. März 2017 - Teichhuhn

Geschrieben am: 12. März 2017 von Magdalena in Vögel. 0 Kommentare.



Sonntag, 12. Februar 2017 - Mauerläufer

 

Der Mauerläufer ist ein eigenartiger und zugleich sehr sympathischer Vogel, den ich vergangene Woche beobachten konnte und den ich bisher eigentlich nur aus Erzählungen aus dem ornithologischen Freundeskreis kannte.  Bevorzugt (und wehmütig) sprachen die Ornis im Konjunktiv: Wie schön es sein müsste, diesen Vogel zu sehen. Dass es irgendwann klappen würde und müsste und sollte. Dass es so unvorstellbar wunderbar wäre, ihn gemeinsam – vielleicht dieses Mal? – zu sehen. Dass es bestimmt wieder nicht klappen würde.

 

 

Dazu muss man Folgendes wissen: Der Mauerläufer bewohnt die Felsklippen der Alpen und sucht in Steinritzen nach kleinen Insekten. Kein Mensch käme auf die Idee, in diese Ritzen zu gucken und noch weniger zu glauben, darin nahrhaftes Leben zu finden. Nun, der Mauerläufer hat diese seine Nische perfektioniert mit einem langen, gebogenen zum Stochern geeigneten Schnabel und offenbar mit guten Augen. Gleichzeitig hat er eine enorme Unruhe, die es ihm ermöglicht in kürzester Zeit in alle Ritzen zu schauen und in unberechenbaren Abständen die gleiche Ritze nochmal zu kontrollieren.

 

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Im Winter werden die Insekten weniger und – schlimmer – es liegt Schnee und Eis darauf. Dann macht sich der Mauerläufer auf und davon, gerne in den Süden, um die Trockenmauern abzuklappen, aber auch in den Norden in die Steinbrüche im Schwarzwald. Ich weiß nicht, wie viele Stunden Lukas seit Jahren damit verbracht hat, sämtliche Steinbrüche der näheren und entfernteren Umgebung nach diesem Vogel abzusuchen. Im Vergleich zu einer großen Steinbruchmauer ist der Mauerläufer sehr klein. Und obwohl er an den Flügeln wunderbar rote Federn hat, sieht man nichts davon, wenn er ganz still (selten, aber es passiert) sitzt. Es kann auch sein, dass ein Mauerläufer an einer Wand ist, man hoffnungsvoll dorthin fährt, einige Stunden in der Kälte sucht und ohne Fund zurückfährt und zwei Stunden später ein anderer Ornithologe den Mauerläufer doch noch sieht.

Zu fünfeinhalbt machten wir uns dann zu einer vielversprechenden Wand, Felsen und Burgruine am Hohentwiel auf. Beim Aufstieg kam uns ein Ornithologe entgegen, der bereits zwei Stunden suchte und ihn nicht sah – die Hoffnung sank – und der aber auch wusste: in zwei Stunden ist der Vogel vielleicht sichtbar – die Hoffnung wuchs. Wie riesig das Gelände war! Immerhin, gleich zu Beginn sahen wir Wanderfalken, die dort bald brüten werden.

Wir suchten nebeneinander stehend die Wände ab, wir verteilten uns, wir sammelten uns, wir froren, wir überlegten einzupacken – als plötzlich Jans Ruf „Da ist er“ kam. Bloß wo? Er war schon wieder weg. Im Nachhinein muss ich ja sagen, dass es wohl das Geschickteste ist, warm eingepackt an einer Stelle stehen zu bleiben und einfach zu warten. Der Mauerläufer ist so unfassbar hibbelig und ruhelos, dass man ihm sowieso nicht folgen kann. Wenn er denn da ist, wird er in seiner Unruhe auch irgendwann im beobachteten Bereich auftauchen. Diese Ruhe zu warten hatten wir nicht, also ging es bergauf, bergab, treppauf, treppab, hin und her, dem Vogel nach. Dennoch ist er erstaunlich gut getarnt und unauffällig.

 

 

Und: Es lohnt sich! Wie schön er ist, was für eine Freude, wenn das Rot der Flügel aufblitzt. Welcher langschnäbelige Vogel kann denn schon wie eine kleine süße Schwanzmeise schauen, wenn man ihn von vorne betrachtet? Wie viel Spaß es macht, ihn herumhüpfen, flattern, stochern und verschwinden zu sehen. In welcher Geschwindigkeit er die Spalten durchleuchtet und dass er bei dieser Bewegung überhaupt über die Runden mit ein paar angefrorenen Insekten kommt!?! Passenderweise betitelt ihn der Kosmos-Vogelführer als „Unverkennbar, der Wiedehopf der Felsen!“.

 

 

Während die Herren auf immer noch eine Sichtung warteten, widmete ich mich selbstverständlich noch den Farben und Formen des Winterwalds und den alten Fenstern der Ruine.

 

 

 

 

 

Geschrieben am: 12. Februar 2017 von Magdalena in Farben und Formen, Schwarzweiß, Stadt / Zivilisation, Vögel. 0 Kommentare.



Donnerstag, 26. Januar 2017 - Federfarben

 

 

 

 

Geschrieben am: 26. Januar 2017 von Magdalena in Farben und Formen, Vögel. 0 Kommentare.



Montag, 2. Januar 2017 - Bodensee

Anfang Dezember unternahmen wir einen schönen Ausflug an den Bodensee. Es war recht frisch, aber was gibt es Schöneres, als mehr oder minder einsam in der mehr oder minder gefrorerenen Matsche zu liegen und zu fotografieren (mit Ausblick auf danach heißen Kaffee)? Das Wasser war stellenweise leicht gefroren, was die Wasserrallen aus dem Schilf lockte. Wesentlich fotogener als die komischen Rallen sind die Säger, die unabhängig von den Ententrupps herumschwimmen und einen beeindruckenden Säge-Schnabel mit sich führen.

Abseits der Enten und ohne Eis gibt es Anfang Dezember nur wenig Fotogenes. Ein bisschen Schilf und ein bisschen Auenvegetation in der kalten Dezembersonne. Die Sonne hat mittags ein hartes Licht und sinkt dann schnell und plötzlich, entsprechend früh schlafen die Enten.

 

Geschrieben am: 2. Januar 2017 von Magdalena in Landschaften, Vögel. 0 Kommentare.



Mittwoch, 28. Dezember 2016 - Obstbäume

In den zunehmend blattlosen Bäumen lassen sich Vögel wie Baumstrukturen finden.

 

 

Geschrieben am: 28. Dezember 2016 von Magdalena in Farben und Formen, Landschaften, Pflanzen, Vögel. 0 Kommentare.



Freitag, 23. Dezember 2016 - Finken im Sonnenblumenglück

 

Es gibt immer wieder Felder (und zum Glück werden es mehr), die für ein Jahr nicht direkt der Ernte dienen, sondern mit einer Blühmischung bestückt werden, die im Sommer für Insekten und im Herbst für Vögel als Nahrungsquelle dient. Eine solche Fläche steht auch in unserer Nähe und Mitte November waren die mit Kernen gefüllten Sonnenblumen bei den Finkenschwärmen begehrt. Grünfinken und Distelfinken waren neben Haussperling die zahlreichsten Gäste, vereinzelt waren auch Girlitze und Meisen zu sehen. Das Feld wird von zwei Seiten von einer Straße gesäumt und so waren die Vögel halbwegs an Verkehr gewöhnt. Manchmal waren sie sehr tolerant und nah und manchmal verließen sie aus nicht immer nachvollziehbaren Gründen fluchtartig die Blumen. Binnen weniger Tage waren die Blumen offenbar leer gefressen und kein Vogel mehr zu sehen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Geschrieben am: 23. Dezember 2016 von Magdalena in Vögel. 0 Kommentare.



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